Google Translate: Offline-Übersetzungen werden durch KI auf dem Gerät deutlich besser

Google hat im Verlauf der Jahre eine Menge Dienste an den Start gebracht und viele davon wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Der Übersetzer Google Translate hält sich wacker und gehört zu den beliebtesten Services des Konzerns. Benötigte man anfangs stets eine Internetverbindung, um Texte oder Wörter übersetzen zu lassen, führte Google vor einiger Zeit auch die Möglichkeit ein, Sprachen herunterzuladen und offline zu übersetzen.

Eben jene Offline-Übersetzung möchte Google in nächster Zeit deutlich verbessern und nutzt dazu – wie kann es anders sein – künstliche Intelligenz, die direkt auf dem Gerät des Nutzers läuft. Was der Unterschied zum bisherigen Offline-Verfahren ist? Wenn ihr in der Vergangenheit Google Translate ohne Internetverbindung genutzt habt, wurden die Eingaben auf Basis des heruntergeladenen Wörterbuchs quasi Wort für Wort übersetzt, der Sinn des Satzes spielte dabei keine Rolle.

Mit der on-device KI wird Translate nun auch Kontexte erkennen und sinngemäß übersetzen. Das Ergebnis sollte damit deutlich besser aussehen und sich nicht mehr rapide von der Online-Variante unterscheiden lassen. In den nächsten Tagen soll das Feature für insgesamt 59 Sprachen verteilt werden. Folgende Sprachen sind dabei:

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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12 Kommentare

  1. Bin ich blind oder fehlt da deutsch/german?

    • Oliver Posselt says:

      Du bist ganz und gar nicht blind. Ausgerechnet Deutsch ist beim Erstellen der Tabelle flöten gegangen. Ist angepasst, danke für den Hinweis.

  2. In Spanien versagte Google Translate vor einigen Tagen völlig bei der Übersetzung von Speisekarten.

  3. Wer einen Übersetzer benötigt der auch ganze Sätze sinngemäß übersetzt sollte sich https://www.deepl.com/translator anschauen. Leider gibt es noch keine App nur eine Web-Unterstützung.

    • Kann ich unterschreiben. An deepl.com/translator kommt Google Translate noch lange nicht ran. Vielleicht ändert sich das, wenn die KI noch ne Weile Zeit hat zu lernen…

      • Nur leider ist bei 5.000 Zeichen das Ende angesagt. Sonst nur mit der Pro Version, die aber für den privaten Gebrauch mit 20€/Mon doch etwas teuer ausgefallen ist. Leider auch nur Online, was bei der Datenmenge wohl auch notwendig ist. Natürlich vermisse ich auch das Fehlen einer App. Ansonsten benutze ich, wo immer es geht, DEEPL

        Nachteil:
        (Noch) keine Sprachaufnahme/Wiedergabe möglich

    • Hat mir jetzt im Italien Urlaub viel besser geholfen als Google Translate,da war Google wirklich weit weg.

    • Doch es gibt eine Open Source Android App. Zu finden auf GitHub und F-Droid. Funktioniert sehr gut.

      https://github.com/Anthony-Reboul/AndroidDeepL

      https://f-droid.org/fr/packages/com.anthony.deepl.openl/

    • Bei denen wäre ich sehr vorsichtig.

      https://www.deepl.com/pro.html
      Pro Version: Your texts will not be stored
      EU Data Protection Standards

      In der kostenfreien Version scheinen die keine EU Data Protection Standard zu haben, sie werden gespeichert und man kann nur ahnen, was die damit alles anstellen. Ich würde mich nicht wundern, wenn irgendwann alle Daten online stehen. Quasi „Schaut mal was andere gerade übersetzen…“

      (Auch bei Google möglich, aber bei Milliarden Zugriffen täglich ist die Chance weit geringer, dass man dort seine „private“ Übersetzung findet. )

      • @Hannes

        Da die DeepL GmbH eine deutsche Firma ist unterliegt sie vollends der DSGVO mit allen Konsequenzen. Wenn der gespeicherte Text nicht mit personenbezogenen Daten gekoppelt ist und einen identifizierbar macht kann ich keine Gefahr erkennen.
        Vorsichtig sollte man aber grundsätzlich im Internet sein, das ist richtig.

        Könntest du evtl genauer erklären was deiner Meinung die Gefahr bei Nutzung von DeepL ist. Ich frage aus eigenem Interesse, da ich vielleicht etwas übersehen habe.

        • Stell dir folgendes Szenario vor: Du übersetzt einen Brief 1:1. Dann würden dort schon persönliche Daten übertragen werden (Namen, Adressen usw.). Das die Daten weiterverkauft werden, davon kann man ausgehen, aber stell dir das noch viel schlimmere Szenario vor: Die entscheiden sich für eine Art „Was andere gerade übersetzen“. Sowas gibt es bei Suchmaschinen sehr oft („Das suchen andere gerade“). Anstatt einer oder 10 Firmen, die sonst die Daten verkauft bekommen, sehen es nun keine Ahnung 1 Million Menschen? Von denen gibt es sicher welche, die Skripte laufen lassen und alles mitschneiden. (selbst wenn es nur 1000 Leute sehen… schlimm genug)

          Gefahr ist m.M. nach bei so einem kleinen unbekannten Dienst viel höher als bei Google oder Microsoft, da diese Dienste von hunderten Millionen täglich benutzt werden. Sollten diese ein Live-Widget anbieten ist die Chance extrem gering, daß die eigene Übersetzung dort stehen würde.

          PS: „Deutsche Firma“ bedeutet für mich nicht, dass sich die Firma auch an die Gesetze *hält*. Halten *muss* klar… aber es muss so vieles in diesem Land und wird es im Endeffekt doch nicht 😉

          Auch wenn die Übersetzungen ganz okay sind, wäre mir das Ganze für „wichtige“ Übersetzungen etwas zu heikel.

          (natürlich könnte argumentieren, dass man wichtige Übersetzungen sowieso Profis überlässt)

  4. FriedeFreudeEierkuchen says:

    Und wieder einmal: das ist keine KI, sondern ein Expertensystem. Echte KI werden wir in einigen Jahrzehnten haben.

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