Apple App Store: Auch strengere Regeln im Umgang mit Kontaktlisten von Nutzern


Apple hat neulich seine Regeln für Entwickler angepasst, die Apps über den App Store veröffentlichen wollen. Apples goldener App-Käfig kommt schon immer mit sehr strengen – und vielleicht auch nicht immer nachvollziehbaren – Regelungen daher, im Zuge der Datensicherheit wird das nun noch einmal eine Ecke verschärft. Es geht wieder einmal um die Daten der Nutzer, allerdings um Daten, die der Nutzer selbst gesammelt hat: Die Kontaktliste.

Bislang konnten Apps den Zugriff auf die Kontaktliste abfragen, wurde dieser gewährt, hatte der Entwickler quasi freie Hand, was er mit dem Adressbuch des Nutzers so anstellt. Dass keiner der Dritten explizit der Weitergabe der Daten zugestimmt hat, interessiert in diesem Fall nicht. Daran wird sich auch künftig nichts ändern, Nutzer können weiterhin ihr Adressbuch für Entwickler freigeben – aber die Entwickler dürfen viel weniger.

So reicht es künftig nicht aus, einfach einmal den Zugriff abzufragen, sondern der Entwickler muss dem Nutzer exakt mitteilen, zu welchem Zweck die Daten abgefragt werden. Möchte er die Daten auch für einen anderen Zweck verwenden, muss der Entwickler erneut das Einverständnis des Nutzers einholen.

Außerdem ist es Entwicklern untersagt, die gesammelten Adressbuchdaten in einer Datenbank zu speichern und diese zu verkaufen. Auch dürfen Entwickler aus den gewonnenen Daten keine Profile erstellen.

Apple behält sich im Fall eines Verstoßes den Ban eines Entwickleraccounts vor. Allerdings erklärt Apple nicht, wie man entsprechende Apps überprüfen möchte. Das könnte nämlich durchaus schwierig sein, sobald die Kontakt-Daten das Gerät verlassen.

via Bloomberg

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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2 Kommentare

  1. Das sollte WhatsApp dann ja wohl massiv treffen, oder?

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