Google-Suche: „People Cards“ zeigen Suchergebnisse zu jedermann an

Google führt, zunächst nur in Indien, eine neue Funktion namens „People Cards“ ein. Die Teilnahme ist freiwillig. Wer mitmacht, kann in den Ergebnissen in der Google Suche zu seinem Namen quasi eine digitale Visitenkarte anzeigen lassen – vergleichbar zu den kleinen Kästen, die ihr etwa erblickt, wenn ihr nach berühmten Personen sucht. Die People Cards können einen Beschreibungstext zur jeweiligen Person sowie Links zu dessen Profilen in sozialen Netzwerken und / oder einer eigenen Website enthalten.

Kann also z. B. für Gewerbetreibende und Freiberufler eventuell sogar eine gute Sache sein. In Indien lassen sich diese Profile für die Suche bereits über die Eingabe „Add me to Search“ in der Google-Suche hinzufügen. Wer nur mal kurz nachdenkt, dürfte da rasch eine enorme Missbrauchsgefahr erkennen. Zwar muss man mit seinem Google-Konto eingeloggt sein und sich über seine Mobilfunknummer authentifizieren, doch ein neues Google-Konto ist schnell erstellt. Ich sehe da durchaus Probleme, wenn etwa jemand aus Jux und Dollerei Profile für andere Personen erstellt und mit Falschinformationen bestückt. Da bin ich gespannt, ob Google dem wirklich vorbeugen kann.

Pro Person, also pro Google-Konto, kann nur eine People Card erstellt werden. Laut Google sei man sich der Missbrauchsgefahr bewusst und habe im Hintergrund mehrere Schutzmaßnahmen ergriffen, um Spam oder Beleidigungen zu verhindern. Außerdem lassen sich falsche Profile melden, die nicht von der gezeigten Person selbst erstellt worden sind. Ein weiteres Problem sind natürlich gleichnamige Personen – etwa gibt es natürlich mehr als einen „André Westphal“. Google wird dann eben mehrere Visitenkarten anzeigen und rät den Erstellern, prägnante Informationen über sich einzutragen, damit Suchende rasch den richtigen Menschen aufstöbern.

Ob Google die People Cards noch international verteilen wird? Könnte ich mir sehr gut vorstellen, aber aktuell fehlen dazu weiterführende Informationen.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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Ein Kommentar

  1. Man sollte auf jeden Fall noch prägnante Informationen eintragen wie: Wie hieß dein erster Hund, wie heißt deine mit Mutter mit Mädchennamen, in welcher Straße bist du geboren, Wie hieß deine Lieblingslehrerin in der Schule

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