Google möchte Web-Inhalte auch ohne AMP verzögerungsfrei laden lassen

Google AMP hat dem mobilen Internet gut getan, Inhalte, die auf AMP basieren werden praktisch verzögerungsfrei geladen, gleichzeitig wird von den Seiten auch noch unnötiger Ballast entfernt. Das wiederum sorgt für eine gute Lesbarkeit von Inhalten, vor allem auf den kleinen Displays von Smartphones. AMP ist schon eine ganze Weile verfügbar und Google hat jede Menge gelernt. So viel, dass man nun auch Inhalte ohne Verzögerung ladbar machen möchte, die nicht auf AMP basieren.

Web Packaging, ein von W3C empfohlener Standard, wird dabei eine große Rolle spielen, weil dieser Standard genau das ermöglicht, ohne dabei aber eine AMP-spzeifische Sache zu sein. Allerdings gibt es da eine Menge zu beachten, bevor solche Inhalte dann wie im Stories Carousel, das über AMP befüllt wird, darzustellen. Auf dieser Seite werden die Fortschritte getrackt.

An AMP wird man sich aber weiterhin orientieren, das praktisch die Vergabe für das sein, was man in der Google-Suche anzeigen möchte. Die AMP Stories wurden beispielsweise erst kürzlich eingeführt, ebenfalls eine Neuerung, die zeigt, was mit AMP so alles möglich ist.

Interessant finde ich dabei immer, dass solche Dinge überhaupt nötig sind. Wir haben von Jahr zu Jahr leistungsfähigere Geräte und immer schnellere Verbindungen und dennoch hat man das Gefühl, dass dies alles immer langsamer wird. Insofern freut man sich dann auch über Dinge wie AMP, die dann eben Ladezeiten nehmen. Und das in einem Land, das nun wahrlich nicht über eine schlechte Internetanbindung – egal ob mobil oder stationär – beklagen kann.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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10 Kommentare

  1. „und dennoch hat man das Gefühl, dass dies alles immer langsamer wird“
    Liegt auch etwas an den Betreibern der jeweiligen Seite. Wenn ich den aktuellen Artikel aus Chrome heraus mit Lighthouse testen lasse:

    „First meaningful paint“ nach ca. 5,6 Sekunden, „First interactive“ nach 13,3 Sekunden; u. a. weil Bilder im nicht-sichtbaren Bereich geladen werden, diverse JavaScripts und CSS-Dateien (irgendwie typisch bei WordPress-Seiten) das Rendering blockieren und dank der Werbung natürlich auch schön weitere Resourcen nachgeladen werden. Wenn ich mir diese Seite in der Network-Ansicht anschaue: Knapp 350 Requests (Respekt!) und eine Seitengröße von 2,1 MB.

    Gut, die AMP-Version ist mit knapp 50 Requests auch kein Vorbild, aber zumindest sind es nur ca. 750 KB, die dafür übertragen werden müssten. (caching jetzt mal außen vor gelassen)

    Und heutzutage ist es ja leider normal, dass viele auf WordPress zurückgreifen, dann diverse Erweiterungen installieren, die dann alle noch schön ihre eigenen JavaScript- und CSS-Dateien mitbringen. Schließlich noch JavaScripts für Werbung, die wiederum noch viele weitere Ressourcen nachladen. Selbst in Deutschland ist das Netz nicht überall wirklich gut – gerade bei Bahnfahrten bin ich froh, wenn ich da auf eine Seite komme, bei der nicht so viel übertragen werden muss.

  2. Björn Oppermann says:

    Das sehe ich auch so. Am besten mal die CSS UND JS ausmüllen und die restlichen zusammenfassen. Und wenn das wiederum kein weiteres Plugin machen soll, einfach mal mod_pagespeed oder nginx_pagespeed installieren. Denke, dann könnte man die Ladezeit auf unter 5 Sekunden drücken. webpagetest.org ist da sehr geeignet. Hier mal ein Beispiel mit gutem Downloadspeed: https://www.webpagetest.org/result/180309_16_cbabe844510c8d8dbd8d4d91cda1006d/

    oder mal nicht Chrome sonder FF und Dorfleitung
    https://www.webpagetest.org/result/180309_MV_797e5b7bb96f370da755c173b89b255d/

    Achja und wichtig! Caching für alles statischen Inhalte zwingend aktivieren.

  3. These: es hat dem (mobilen) Internet nicht gut getan, nicht nur beim Auffinden von Webseiten, sondern auch beim Abrufen dieser (via AMP) auf Google angewiesen zu sein.

  4. These: es hat dem (mobilen) Internet nicht gut getan, nicht nur beim Auffinden von Webseiten, sondern auch beim Abrufen dieser (via AMP) auf Google angewiesen zu sein.

  5. Ich auch. Ohne das ganze Tracking-Zeug (JS Blocker sei Dank) komme ich auf 5,3 Sekunden bis Time to Interactive. Dabei sind immer noch 3,85 Sekunden für den verbliebenen JavaScript und die zig Netzwerkanfragen und lediglich 390 ms für Layout. Nach 11.23 Sekunden ist er dann mit allem fertig.

  6. Ich muss meinen Vorrednern Recht geben. Den größten Geschwindigkeitssprung bringt der Adblocker.

  7. Eben. Seit ich auf meinem Android-Tablet und -Smartphone AdGuard benutze, rennen die Seiten und sind nicht mehr vollgemüllt.

  8. Das Internet sollte einen permanenten „Read Mode“ a la Pocket haben.

  9. „Und das in einem Land, das nun wahrlich nicht über eine schlechte Internetanbindung – egal ob mobil oder stationär – beklagen kann.“

    Ernsthaft? Also ich kann klagen bis der Arzt kommt. Deutschland ist was das angeht die dritte Welt.

  10. Bin ich der Einzige, dem im Artikel an den entscheidenden Stelle Worte fehlen?

    z.B. „Allerdings gibt es da eine Menge zu beachten, bevor solche Inhalte dann wie im Stories Carousel, das über AMP befüllt wird, darzustellen.“ – Verstehe ich nicht, was soll das heißen? „darzustellen“ oder „dargestellt werden“?

    Oder: „An AMP wird man sich aber weiterhin orientieren, das praktisch die Vergabe für das sein, was man in der Google-Suche anzeigen möchte.“ Was soll das bedeuten? Hat Google das übersetzt? Das ergibt überhaupt keinen Sinn.

    Zum krönenden Abschluss: „Und das in einem Land, das nun wahrlich nicht über eine schlechte Internetanbindung – egal ob mobil oder stationär – beklagen kann.“ – Wer kann sich über was beklagen? Da fehlt mindestens ein „sich“.

    Bitte beim nächsten Mal einmal mehr Korrektur lesen, das hier wirkt wirklich wie hingeschludert.

    Bis dann,
    Thomas

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