Gerüchte: Lenovo entlässt Motorola-Mitarbeiter, Z-Serie wird eventuell eingestellt

Update unten! Seit Lenovo Motorola übernommen hat, gab es nicht nur zahlreiche Smartphones, sondern auch sehr interessante Ansätze. Zum Beispiel mit der Moto Z-Reihe, die mit ihren Moto Mods einen mobilen Verwandlungskünstler darstellt. Hat mir immer gut gefallen, auch wenn das natürlich ein sehr nichtiger Ansatz ist, schließlich möchten die meisten Smartphone-Nutzer so viel wie möglich aus einem Gerät herausholen, nicht noch zusätzliche Aufsätze mitschleppen müssen.

Und es hat ganz den Anschein als würden Lenovos Bemühungen auch nicht so ganz aufgehen. Es gibt Gerüchte, dass Lenovo nicht nur eine Menge Mitarbeiter aus der Motorola-Abteilung entlassen, sondern auch die Moto Z-Reihe soll in Gefahr sein. Die beiden Infos hängen zwar zusammen, kommen aber von unterschiedlichen Quellen.

Über die Entlassungen hat ein angeblicher Motorola-Mitarbeiter anonym an dieser Stelle geschrieben. Das würde an sich noch nicht viel aussagen, kann man ja auch mal so ins Netz stellen. Interessant ist aber, dass Liangchen Chen diesen Link aufgegriffen hat. Liangchen Chen ist Initiator des Keyboard Mod für das Moto Z via Indiegogo und erklärte bereits, dass es Probleme geben würde – auf Motorolas Seite.

Während er nicht direkt von den Entlassungen und den Problemen spricht, verlinkt er eben auf den Post bei The Layoff. Auf die Frage, ob das bedeuten würde, dass die Moto Z-Reihe nach dem Moto Z3 eingestellt wird, gab es die sicherlich unbefriedigende Antwort, dass es noch viel schlimmer aussähe.

Bereits im Januar gab es einige Leaks zu neuen Moto-Smartphones, das Ausbleiben dieser auf dem MWC sollte aber nichts damit zu tun haben, eine Vorstellung war wohl für den April angedacht. Mal sehen, was wir da zu sehen bekommen. Oder ob.

Motorola konnte weder nach der Übernahme durch Google, noch nach dem Weiterverkauf an Lenovo wieder an alte Zeiten anknüpfen. Die Ideen waren immer gut, aber wurden vom Markt offenbar nicht gut genug angenommen. Allerdings sind das alles Gerüchte, bis zu einer offiziellen Stellungnahme durch Lenovo sollte man sie auch als solche betrachten.

Update 09.03.2018, 19:20 Uhr: 9to5Google hat nun auch ein Statement von Lenovo erhalten. Bestätigt werden die Entlassungen, dementiert wird die Einstellung der Moto Z-Reihe:

In late 2017, Lenovo announced a worldwide resource action that would occur over the next several quarters, and impacting less than two percent of its global workforce. This week’s employment reductions are a continuation of that process. We are reducing our Motorola operations in Chicago however this did not impact half of our workforce there and our Moto Z family will continue.

Update 10.03.: Die gleiche Stellungnahme liegt nun auch auf Deutsch vor, weitere Details nennt Lenovo aber nicht:

Ende 2017 kündigte Lenovo einen Stellenabbau für die nächsten Quartale an, der weltweit weniger als zwei Prozent der Belegschaft betrifft. Die Personal-Maßnahmen dieser Woche bei Motorola sind Teil dieses Prozesses und betreffen den Standort Chicago, jedoch nicht die Hälfte der dortigen Belegschaft. Unsere Moto Z-Familie wird weiter bestehen.

via 9to5Google

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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19 Kommentare

  1. Bei so vielen Hechten, Karpfen, Heringen und Ölsardinen im großen Android-Schwimmbecken wird es halt eng.

  2. Moto Z und MotoMods: Wir bauen das dünnste Smartphone, sparen an Batterie und Kamera um diese Komponenten dann als Mod nachzubessern. Danach hat man wieder eine dicke Flunder in der Hand und noch mehr Geld ausgegeben. Geniestreich.

    MotoG Serie: Wir sparen uns den Kompass für den europäischen Markt für ein paar Cent, dann kaufen die Kunden gleich unsere teueren Modelle. Zudem halten wir an der 16GB Rom/2GBRam Kombi für so lange wie möglich fest.

    Gottseidank gibt’s Xiaomi…

    • Alexander Rösch says:

      Sorry, aber was für ein Unsinn. Das Moto Z Play ist das einzige Smartphone, das ich je besessen habe, das bei mir als Powernutzer in jedem Einsatzszenario problemlos den ganzen Tag durchhält. Eher ist also das Gegenteil der Fall.

  3. So schade, da die Geraete vor der Z Reihe ja echt cool waren, fand das Active Display (oder wie sie es auch immer nennen) immer klasse.
    Aber diese Mods… Das war doch so offensichtlich zum scheitern verurteilt. Wer will denn den ganzen Krempel mit sich rumschleppen. Der wichtigste Grund fuer das Smartphone war doch gerade einst nicht verschiedene Geraete zu brauchen…

    • „Wer will denn den ganzen Krempel mit sich rumschleppen. “
      Ich.
      Ich habe den Akku-Mod und den JBL-Lautsprecher-Mod.
      Ich bin von Samsung S auf Motorola Z umgestiegen. Einer der Gründe war, dass Samsung der S-Serie die Option der Wechselakku genommen hat. Wenn man z.B. im Winter draussen aktiv ist, war die Lösung der Ersatzakku. Mittags rein und die Nachmittagsschicht konnte beginnen. Ich habs alternativ mit einer Powerbank probiert. Ja es ging. Aber die jetzige Lösung Motorola + Akku-Mod ist die bessere Lösung.
      Die Lautsprecher finde ich auch eleganter als die separaten Bluetooth-Boxen.
      Als Gadget habe ich mir nach Empfehlung dieser Seite auch noch den Projektor und neu den Polaroid-Mod gegönnt, nachdem auf einer Hochzeit eine Sofortbildkamera der Renner unter den jüngeren Leuten war.
      Spielzeug, aber geil.
      Als ehm. HTC Desire-Nutzer habe ich auch in die Mod-Tastatur investiert. Im April soll es soweit sein.
      Als ehm. Nutzer der Sony-DSC-QX warte ich noch auf eine vernünftige Kameralösung – das Hasselblad-Mod ist es nicht.
      Weiters wünschenswert aus meiner Sicht = Ein IR-Modul von Flir&Seek&Co / ein DVB-T2-Modul /
      Und vielleicht schafft ja Motorola / Lenovo eine Option, die es schon mal früher aus diesem Hause gab.
      Smartphone in ein Tablet integrieren.
      „doch gerade einst nicht verschiedene Geraete“ – ja deswegen finde ich das Mod-Konzept für mich überzeugend. Keine zusätzlichen Geräte, die mit Bluetooth verbunden werden. Sondern eine Basis und je nach Bedarf kann ich das Smartphone modular erweitern.
      Ich wäre traurig, wenn das Konzept scheitern würde

    • „Aber diese Mods…“
      Genau, u.a. wegen diesen Mods habe ich mir das Play Z gekauft.
      Seit nämlich Samsung die S-Klasse nicht mehr mit Wechselakkus ausstattet, hatte ich z.B. Probleme beim Wintersport. Ab Mittag ist der Akku leer. Powerbank rausholen Kabel anstecken. Die Moto Akku Mod Lösung ist eleganter und prakt. –> besser. In der Form genau so dick wie ein Smartphone aus 2010. In der Software integriert.
      „gerade einst nicht verschiedene Geraete zu brauchen“
      Man kann sich eine Bluetooth-Lautsprecher kaufen oder einen JBL-Mod. Für mich der Mod im Handling die besser Lösung.
      Früher hatte ich eine HTC Desire –> daher die Entscheidung in ein Tastatur-Mod zu investieren. Soll im April kommen. Für was man eine Tastatur benötigt? Weil ich alt bin und mit zwei Finger schneller als mit dem Daumen bin.
      Als Gadget habe ich noch den Projektor zu Hause – aufgrund einer Empfehlung einer Seite namens Stadt-Bremerhavendingsdumms und den Polaroid-Fotodrucker. Auf einer Hochzeit war eine Sofortbildkamera unter den jüngeren der Renner.
      Auf was ich warte – IR-Cam von Flir&Seek&Co und DVB-T2-Empfänger.
      Wäre auch toll – gab es schon mal aus dem Hause Motorola – Smartphone ins Tablet integrieren.
      Ich finde die Mod-Lösung smart und hoffe, dass sie überleben wird.

  4. Oh, bitte bitte bitte nicht. Ich habe in zwei Mods bei Indiegogo investiert (einer davon die Tastatur), bin total happy mit dem JBL Speaker, und den Zusatzakkus.
    Für mich persönlich wäre das sehr schade.
    Mir gefällt das modulare System sehr gut und ich sehe auch viele Vorteile darin, dass Du in Geräten derselben Reihe eine Gewisse „Maß-Konstanz“ hast.
    Na, ich bin aber auch der Einzige in meinem Umkreis den ich kenne, der ein Moto Z hat und leider ist ja auch oft an solchen Gerüchten was dran. Und wenn es nur ist, dass das Vorhandensein dieser Gerüchte den Abschwung beschleunigt.
    Gerade diese modularen Systeme leben ja sehr vom Vertrauen der Anwender in die Konstanz der Geräte.
    Schade. Hatten die Schlechtreder mal wieder recht.

    • phrasemongerism says:

      Ich denke nicht, dass es an den Schlechtredern lag, sondern eher daran, dass diese Art von Modularität nicht ankam beim Gros der User. Wie du schreibst kennst du sonst niemand der ein Moto Z hat, ich habe in freier Wildbahn auch noch nie eins gesehen, und außer ein paar echten Fans tut es sich in Zeiten von All-in-one-Device-Lösungen vermutlich auch keiner gerne an, dann wieder Mods mit sich rum zu tragen.

    • Wolfgang D. says:

      Für Panik ist es noch zu früh. Vor allem die Einstellung der Moto Z Reihe ist dummes Zeug, da von Anfang an nur drei Serien (nacheinander Z, Z2, Z3) angekündigt waren. Ich würde die teuer bezahlten Mods natürlich gerne zu einem Z4 mitnehmen, nur wurde sowas nie versprochen.

      Wenn Lenorola jetzt für eine Nachfolgeserie die Schnittstelle (und Formate) krass ändern würde, wäre Modularität tatsächlich sinnfrei. Dann wird künftig nur noch der günstigste Preis und ab Werk sinnvolle Komplettausstattung für mich zählen. Aber warten wir’s ab.

    • Hallo Oliver,
      ich bin auch ein aktiver Mod-Nutzer. In die Tastatur habe ich ebenfalls investiert. Neurig gefragt, welches war das 2. Projekt?
      Ich hoffe auch, dass Lenovo dieses Konzept weiterverfolgt.

      • Ach, du bist der andere Mod-Nutzer 😉
        Ich habe in „Drop – a wireless network“ investiert. Da geht es um long range GPS –
        tags, so dass Du Koffer, Fahrrad, Auto, was auch immer lokalisieren kannst. Der Mod enthält dann die Antenne, Lokalisierung, etc.

  5. Naja in der Vergangenheitsform mit «waren» zu schreiben scheint mir bei einem Gerücht noch etwas verfrüht zu sein. Auch ohne Mods ist ein Moto der Z Serie ein tolles Gerät. Bei jedem anderen Hersteller schleppe ich keine Mods mit sondern ein Zusatzlautsprechern (Boombox etc.) , ein Powerpack oder einen Projektor. Jetzt davon zu sprechen wer möchte denn zusätzliche Mods mitschleppen finde ich eine merkwürdige Ansicht. Ich habe aktuell das Z2 Force, vorher das Z und in meiner Familie ist die G Serie sehr verbreitet. Würde Lenovo sich aus dem Mobile Bereich verabschieden wäre höchstens Nokia (HMD Global) eine Alternative nach der Hochpreis Politik und dem aus der Nexus Geräte bei Google. Ich sehe das Hauptproblem bei Lenovo/Motorola Handy im Vertrieb und Marketing – heißt es nun Moto/Motorola/Lenovo – wo kann ich sie offiziell kaufen auch mit Zubehör? Weshalb kosten Mods in den USA fast die Hälfte (ja ich weiß die Preise sind ohne Steuer)… in der Schweiz sind die Geräte Exoten durch den fast alleine Vertrieb von «d»

  6. Das Z Play hat eine sehr ordentliche Batterie und die Kamera ist für die Preisklasse auch in Ordnung. Leider hat man es nicht geschafft, Mods zu entwickeln, die man wirklich haben will. Dabei find ich den Kamera-Mod von der Idee her ziemlich genial. Will halt kein Mensch, wenn sich die Bildqualität trotz horrendem Preis und Abmessungen nicht entscheidend verbessert.

  7. Mein Moto Z ist bis auf Bauform, Akku und Kamera ein richtig gutes Gerät. Gegen die ersten beiden Punkte habe ich mir den Akku Mod gegönnt, der das Gerät locker zwei Tage wach hält. Allerdings hat Motorola das Ganze nicht so weit zu Ende gedacht wie man glauben könnte. Wenn das Mod verrutscht, stürzt manchmal das Gerät ab oder es geht einfach aus. Dann muss ich den externen Akku kurz an ein Ladegerät anschließen und kann ihn wieder einsetzen.

    Auch wird das Moto Z selbst manchmal irrsinnig heiß beim Laden. Dann muss man ebenfalls den Akku trennen und neu starten, sonst kriegt man das Problem nicht weg.

    Immerhin bin ich so zufrieden, dass ich das Moto Z auch noch bis weit ins nächste Jahr nutzen will, doch würde ich wohl nicht wieder zu einem Moto Mod Gerät greifen. Lieber gleich eines mit gutem Akku. Ist ein ähnliches Problem wie mit dem internen Speicher. SD Karte ist eine gute Idee und scheitert dann doch wieder, wenn aus irgendeinem Grund heraus die Karte nicht im Gerät erkannt wird oder irgendwann aussteigt. War bisher bei mit mit dem Note 4, S7 und nun dem Moto Z so. Der nächste Androide hat von vorneherein mindestens 64GB.

    Ich denke, dass sich Mods nicht durchsetzen werden. Smartphones sind in sich geschlossene Gebilde, die der Nutzer genau so erwirbt und nutzt. Da will man nichts dran flanschen oder rein packen.

  8. mit meinem Xiaomi für 96€ hab ich mehr features als bei einem motorola für 200€. eigentlich eindeutig…

    • Wolfgang D. says:

      @st „eigentlich eindeutig“
      Blind oder mit sehr wenig zufrieden. Aber so sind sie nun mal, die China-Werbefangirls. Egal für welche Marke.

  9. Zieht sich also nach Dell, Acer, Microsoft und Asus auch Lenovo zurück. Ist schon auffällig wie alle westlichen Smartphonehersteller verschwunden sind. Trotz Fertigung in Asien. Einzig Apple gibt es noch und die Japaner, wobei Sony strauchelt ja auch bereits und HTC ist auch mehr und mehr Geschichte. Bleiben also Apple, Xiaomi, Samsung, Huawei und LG.

  10. Warte immer noch auf das Oreo-Update für mein 2016 Moto Z (gekauft 2017). Update wurde angekündigt, nix passiert. Sicherheitsupdates sind auch wieder total hinterher (Dezember 2017). Personalkürzungen machen da nicht unbedingt mehr Hoffnung auf Besserung.

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