Google testet neues Mobile Payment System namens Plaso

Ein Mobile Payment-System hat Google mit Google Wallet eigentlich schon, dieses setzte sich aber nicht wirklich durch. Google Wallet setzt auf kontaktloses Bezahlen via NFC, genauso wie es Apple jetzt auch macht und ist damit nach eigenen Angaben überraschend erfolgreich. The Information berichtet nun, dass Google mit dem neuen System Plaso weg von NFC will, damit war Google Wallet schließlich schon nicht erfolgreich. Interessanterweise soll das System unter anderem mit Panera Bread getestet werden, eine Kette, bei der 80 Prozent der mobilen Zahlungen per Apple Pay getätigt werden.

Google Office

Die Funktionsweise von Plaso ist nicht neu. Square Wallet versuchte es auf einem sehr ähnlichen Weg, stellte das Ganze aber wieder ein, weil es sich nicht durchsetzte. Aber wie soll Plaso funktionieren? Relativ einfach, man bestellt oder kauft etwas vorab und muss dem Kassierer dann nur noch seine Initialen nennen. Als Terminal reicht ein Smartphone aus, der Kassierer wählt den entsprechenden Kunden und die Zahlung erfolgt. Wie genau ist nicht bekannt, wohl aber wird Google als Mittelsmann fungieren, denn es werden im Moment der Bezahlung keine Zahlungsinformationen, wie zum Beispiel Kreditkarten-Daten, ausgetauscht.

Ob dieses System Google Wallet mit seiner NFC-Bezahlung ablösen soll oder zusätzlich eingesetzt wird, ist nicht klar. Allerdings ist auch nicht klar, ob es Plaso überhaupt in die freie Wildbahn schafft. Vielleicht verrät Google ja schon zur Ende Mai stattfindenden Google I/O etwas dazu. Bis dahin kann nur spekuliert werden. Mobile Payment hat durch Apple Pay auf jeden Fall einen gewissen Aufwind erhalten, logisch, dass da Google auch beteiligt sein will und das Feld nicht anderen Playern überlässt.

(via Android Police)

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

12 Kommentare

  1. Hauptsache MasterCard visa und die ganzen Banken bekommen mal gegenwind

  2. Mobile Payment ist in Deutschland doch eine Totgeburt, u.a. durch falsche Panikmache was z. B. NFC und RFID angeht.

  3. Wird nicht laufen. Ich weiß noch wie Google Wallet damals groß angepriesen wurde, aber in Deutschland und vielen anderen Ländern kaum noch erwähnt wurde.

    Das Problem ist hier, dass Vertrauen zu Google, wo jeder doch weiß, dass Google alles an Daten verwertet. Wer hinterlegt bei Google schon seine Kreditkartendaten oder Bankverbindung? Kenne ich nur ganz Wenige, die das machen.

    Bei Apple Pay sieht es wieder anders aus. Apple wirbt verstärkt damit, dass es keine Daten zu verwerten braucht, da diese an Hardware und Software verdienen. Letztendlich auch wurde Apple Pay damit beworben, dass die Bezahlungen datentechnisch nicht für Werbung oder Drittanbieter verwertet werden.

    Also ich würde meine Kreditkarten- und Bankverbindungsdaten in meinem Google Account nicht speichern wollen. Da kommen mir PayPal, Apple Pay usw. seriöser rüber.

  4. @neofelis wo verdient Apple an Software? Das war einmal, mittlerweile gibt es praktisch alles gratis…

  5. @neofelis: du hast was das nennt sich „paranoia“ und “ Unerfahrenheit“… In Japan und Korea geht mobile payment ab. Die USA und Deutschland spacken interessiert doch niemand ….

  6. @ankorwata
    Du solltest Deine Wortwahl mal etwas überdenken wenn Du bei einer Diskussion ernst genommen werden möchtest. Das nur mal so als kleiner Tipp.

  7. @neofelis
    apple verdient an der hardware und an jeder apple pay transaktion. das wurde gestern in der apple telefonkonferenz auch so hervorgehoben. google muss hingegen mit den daten bzw werbung geld verdienen… ganz übler ansatz bei bankgeschäften.

  8. Oh man, was für ein bescheidener Name: Plaso. Wird wohl nie was in Deutschland. Im Land der Dichter und Denker zählt nur Bares. Vielleicht noch die „EC-Karte“. Bei Kreditkarte gibts schon Panik und Mobile-Payment verursacht schmerzhafte Paranoia.

  9. „… Apple jetzt auch macht und IST damit nach eigenen Angaben überraschend erfolgreich.“
    sollte wohl heißen
    „… Apple jetzt auch macht und damit nach eigenen Angaben überraschend erfolgreich IST.“

    Ansonsten bezieht sich der Nebensatz auf Google und das stimmt ja nicht.

    B2T: Danke für den Artikel! Ist interessant, auch, wenn ich nicht glaube, dass sich das hierzulande durchsetzt. Würde gerne mehr über die Technik wissen. Dieses Blackbox-Getue gefällt mir – gerade bei finanziellen Transaktionen – überhaupt nicht.

  10. am Vertrauen liegt es nicht, denn die girocard (vormals EC-Karte) hat sich mit der Geldkarte nie durchgesetzt. Ua. aus 2 Gründen:
    1.) kaum Annahme-Stellen
    2.) Vorabaufladung (+bei Verlust auch Aufladebetrag weg)

    google/Samsung waren in Sachen NFC >Vorreiter< (zu früh), nur was bringt es, wenn die Händler keine entsprechende Hardware/Sachkenntnis haben?

    Das wird alles nochmals kommen, nur die Ruhe 🙂

  11. @Marc
    Ja, der praktische Nutzen der Geldkartenfunktion ist wirklich stark eingeschränkt. Habe diese bei mir auch nur aktiviert, weil es mir schon zweimal passiert ist, dass ich an einem Parkautomaten ohne Kleingeld stand, und keine Wechselmöglichkeit in Sichtweite war.
    Aber abgesehen von diesem Anwendungszenario gibt es wirklich kaum einen sinnvollen Anwendungszweck dafür.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.