Google Maps zeigt nun an, ob Einrichtungen barrierefrei erreichbar sind

Google Maps Artikel LogoIn Google Maps sind es oftmals die vermeintlich kleinen Änderungen, die große Auswirkungen auf die Nutzung haben können. In diesem Fall gibt es eine Neuerung, die zwar für die wenigsten Menschen interessant ist, für diese aber umso mehr. Es geht um die Anzeige der Zugänglichkeit via Rollstuhl in Einrichtungen. Barrierefreiheit wird gerne als Buzzword verwendet, allerdings ist es auch heute noch so, dass ein Rollstuhlfahrer eher auf gut Glück unterwegs ist, es sei denn er nutzt Tools wie beispielsweise Wheelmap, die entsprechende Informationen vorhalten.

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Extra Dienste werden künftig nicht mehr nötig sein, denn Google Maps zeigt nun auch an, ob bestimmte Orte barrierefrei sind. Die Informationen erlangt Google von den Local Guides. Zu finden ist die Information, wenn man ein Ladengeschäft oder eine andere Einrichtung in Maps auswählt und sich dann die Eigenschaften anzeigen lässt. Unter dem Punkt „Ausstattung“ findet man dann einen Hinweis, zum Beispiel „Rollstuhlgerechter Eingang“.

Hier im Ort wird „Rollstuhlgerechter Eingang“ bereits bei allen Einrichtungen angezeigt, die Funktion sollte demnach bereits großflächig verfügbar sein. Für Rollstuhlfahrer super praktisch, da eben ohne zusätzlichen Dienst nutzbar, aber vielleicht auch für Eltern mit Kinderwagen interessant, die ihre City Trips auf diese Weise nach Zugänglichkeit planen können.

Bei dieser Funktion handelt es sich übrigens um eine, die quasi in der Freizeit entstanden ist. Google gibt seinen Mitarbeitern die Möglichkeit, 20 Prozent ihrer Arbeitszeit mit anderen Projekten zu verbringen. Wurde in diesem Fall genutzt und ist ein schönes Beispiel dafür, dass daraus auch tatsächlich sinnvolle Lösungen entstehen können.

(via Business Insider)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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4 Kommentare

  1. Schön, dass die Info nun auch online ist. Man wurde ja schon eine ganze Weile gefragt ob diese Informationen treffend sind bei der Location. Die Frage ist, wie mit falschen Infos umgegangen wird. 3x „Gemütlich“, 3x nicht. oder werden nur die neuen Infos genommen, weil Rollstuhlgerecht kann ja auch auch damals gewesen sein, aber nun nicht mehr.
    Aber die Jungs werden da schon was gefunden haben 🙂

    Schöne Erweiterung.

  2. Schließe mich Sebastian an. Schöne, zweckmäßige und längst überfällige Erweiterung, von deren Sorte ich mir mehr wünsche. Habe da auch privat Berührungspunkte, da ich so vor einigen Jahren selbst mitbekommen durfte, wie beschwerlich es für Leute mit Rollstuhl ist, sich in der modernen Großstadt zu bewegen.

    Seither achte ich auch auf noch so kleine Kleinigkeiten wie Bordsteinhöhe, Platz zwischen den Regalen im Kaufhaus, Erreichbarkeit und (ganz wichtig) rollstuhlgerechte Toiletten.

    Von den Breitenmaßen der normalen Parkplätze und den Vollid**** die sich einfach anmaßen, den Behindertenparkplatz zu benutzen , weil der eben direkt am Eingang (ja, warum wohl???) liegt, mal ganz zu schweigen.

    Und wehe, wenn man die Leute dann noch drauf hinweist, dass sich das nicht gehört. „Es isch au nur ganz kurz, I fahr ja glei wieder weg…“

    Nicht umsonst kostet das Falschparken auf dem Behindertenparkplatz in Frankreich 130 €. In Deutschland bezahlt man hingegen gerade mal soviel wie 2 Coffee to go bei Starbucks kosten. Ein Unding.

    Als gutes Beispiel muss ich hier die deutsche Bahn nennen, die es immer – sei es nun nach vorheriger telefonischer Ankündigung oder auch bereits beim Ticketkauf – sehr gut organisiert hatte, das meine Freundin seinerzeit gut, barrierefrei und -soweit es ging – bequem (und pünktlich !!!) in den Zügen reisen konnte.

    In diesem Sinne – meinen herzlichen Dank an die Blogger, sich diesem Thema einmal anzunehmen und auf solche – mehr als notwendigen Neuerungen hinzuweisen.

  3. Google hat mich auch schon solche Sachen gefragt. Bei der Frage habe ich ehrlich geantwortet. Fände es doof, da nur zum Spaß falsch zu antworten. Dann lieber auf „ich bin nicht sicher“ drücken.

  4. Wenn das dann adäquat ist, kann man nur Herzlichen Glückwunsch an die Vorreiter von Wheelmap sagen. Es steht allerdings zu befürchten, dass Google hierbei noch am Anfang steht. Ein rollstuhlgerechter Eingang alleine ist noch keine Barrierefreiheit. Zu nennen sind vor allem barrierefreie Toiletten u.ä. Raul Krauthausen hat in einem Podcast hier mal Einzelheiten genannt – ich meine das war CRE oder Küchenradio.

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