Google Maps für Android: Neue Street-View-Ebene ab sofort verfügbar

Google vereinfacht die Benutzung seines Street-View-Dienstes innerhalb der Google-Maps-App für Android. Ab sofort könnt ihr über den kleinen Ebenen-Button oben rechts eine Street-View-Ebene einblenden. Ist diese aktiviert, werden alle Straßen, die Google mit seinen Autos abgefahren ist, blau markiert.

Möchtet ihr nun in die Street-View-Ansicht springen, braucht ihr nichts weiter tun, außer zu der entsprechenden Straße zu zoomen und an die Stelle zu tippen, die ihr euch genauer ansehen möchtet. Die Änderung scheint serverseitig vorgenommen worden zu sein, zumindest gab es bei mir kein Update von Google Maps. iOS-Nutzer müssen sich anscheinend noch eine Weile gedulden, denn dort kann man diese Ebene noch nicht nutzen.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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28 Kommentare

  1. Dachte streetview ist in Deutschland nicht aktiv. Umso mehr bin ich oben irritiert

  2. Klaus Mehdorn Travolta says:

    Nicht zu vergessen die vielen verpixelten Orte in größeren Städten. Könnte ich mich heute noch aufregen wenn ich mich erinnere wie es dazu kam…

  3. Eins haben die Netzabdeckungskarten der Mobilfunkprovider und die Gmaps Streetview Ansicht gemeinsam:
    In Deutschland siehts einfach nur erbärmlich aus.
    Schaut mal mobil in Gmaps, aktiviert den Streetview Layer, und zoomt heraus, so das man mindestens die angrenzenden Nachbarländer sehen kann. Schon erschreckend für ein Möchtegern-Technologieland.

    Das hier könnte natürlich eine Erklärung dafür sein:
    https://www.golem.de/news/digitalisierung-unser-gehirn-hat-einen-falschen-algorithmus-entwickelt-1908-143033.html

  4. Hier kann man schön sehen, was Deutschland in Europa fast nur noch mit Weißrussland und Serbien gemeinsam hat…

    https://www.bilder-upload.eu/bild-ef0d42-1567422645.jpg.html

    Armes Deutschland. Bevölkert von alten Leuten, regiert von alten Leuten.

    • Ich wohne hier nahe an der Grenze zu den Niederlanden. Der Unterschied ist schon krass. Direkt hinter der Grenze haben die Holländer den Dienst praktisch flächendeckend. Auf der deutschen Seite praktisch nix.

  5. Wilhelm Onken says:

    Es ist schon traurig. Damals wurde in der Presse richtig Wind gegen StreetView gemacht und Google hat das verschreckt. Heute ist StreetView in Deutschland quasi nicht existent. Wenn ich mir da z. B. England ansehe dann werde ich neidisch wie genau man dort alle Straßen und Häuser sehen kann.

    • Die Springer-Presse wollte mit aller Gewalt Stimmung gegen Google machen, um ihr Leistungsschutzrecht-Gesetz zu bekommen.

      Die Immobilienbranche hatte Sorge, aus Street View könnte mal ein Portal werden, das Leuten ermöglicht, ihre Häuser und Wohnungen ohne Makler zu verkaufen oder zu vermieten. Die großen Presseverlage sind an großen Immobilienportalen (Immoscout, Immonet usw.) beteiligt.

      Was herauskommt, wenn sich die Profitinterssen von Immobilienbranche in die Politik einmischt, sieht man gut an Google Street View, genauso wie zB auch an Stuttgart 21. 🙂

    • Und dass sich seitdem nicht viel geändert hat, sieht man an der aktuellen Berichterstattung über E-Scooter…

      Mit Deutschland geht es wirklich den Bach runter. Den ganzen alten Leuten, die sich gegen Veränderungen sperren und das zu verantworten haben, sollte man entsprechend die Rente kürzen.

      • Beim hitzigen Bashing ist dir wohl leicht ein Widerspruch entgangen. So so, die Presse/Immobilien-Branche ist schuld dran, und die älteren Bürger. Was in deiner Vorstellung also bedeutet, dass nur die zeitungslesenden Alten ihre Häuser haben verpixeln lassen. Weil junge Leute kennen ja wohl Zeitungen nur noch aus Erzählungen von Oma, nicht wahr? Dann nenn uns doch mal eine Quelle für diesen tiefen Einblick.

        • In etwa genau so ist es. Junge und mittelalte Leute kennen gedruckte Zeitungen idR nur noch von ihren Eltern.
          Und alte Leute sind genau die Klientel, die von der Presse total verrückt gemacht wurde.
          Siehe auch https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/buergerprotest-gegen-google_aid-8923549
          😀

          Immonet gehört gemäß Wikipedia der Axel Springer AG. Die wollten bereits damals ihr „Leistungsschutzrecht“ gegen Google und die Street View-Panik kam da gerade recht.
          Ich arbeite in der Immobilienbranche und kann daher sagen, wie auch IVD und RDM gegen Street View mobil gemacht haben.

          Hinzu kommt, dass es in jedem deutschen Unternehmen und jeder Behörde einen Datenschutz-Beauftragen gibt, aber *keinen* Beauftragen für Digitalisierung oder gar sowas skurilem wie Kinderschutz…

          Das kommt dabei raus, wenn alte Leute die Politik bestimmen. Und das wird ja nicht besser, sondern schlimmer.

        • Die Friday-for-fotures Schüler werden von der Politik bestenfalls belächelt, weil die sowieso nicht wählen dürfen. Die Digitalisierung wird komplett verschlafen. Selbst Flüchtlinge gehen wieder zurück in die Heimat.
          https://youtu.be/XooWvcDhnfc

          Aber pünktlich vor jeder Bundestagswahl werden die Renten erhöht und selbst 90-jährige dürfen ohne regelmäßigen Gesundheitscheck Auto fahren, bis jemand stirbt.

          • Klaus Mehdorn Travolta says:

            Nun ja, E-Scooter & Fahrradfahrer sind ohne Führerscheinpflicht im Verkehr unterwegs. Den zahlenmäßig größere ‚Gefahr‘ darfst du selber berechnen …
            Bin derweil übrigens Fussgänger…

    • Heute eine News bei Golem:

      Die deutsche VG Media macht Stimmung mit einer Kampagne gegen die US-Digitalkonzerne. Damit wollen die Rechteverwerter „Beamte, Politiker, Richter und Entscheidungsträger“ für ihre eigenen Zwecke „ertüchtigen“: die Durchsetzung des Leistungsschutzrechts.

      Die Rechteverwerter räumen in einem geleakten Schreiben ausdrücklich ein, dass ihre wirtschaftlichen Interessen unter dem Deckmantel von Daten- und Jugendschutz vertreten werden sollen. „Das Anliegen der Absender und ihrer Rechteinhaber, Komponisten, Musik- und Presseverleger, Autoren sowie der Sendeunternehmen und ihrer jeweiligen Einzelurheber wird unter anderem, aber nicht hervorgehoben, erwähnt. Dieses Problem wird als eines unter vielen, vielleicht auch noch größeren, dargestellt. Nur auf diese Weise vermeiden wir den Hinweis von Kritikern, es gehe uns nur um die wirtschaftlichen Interessen unserer Medienunternehmen, Rechteinhaber und Urheber.“

  6. Hmmm
    Interessante Beiträge
    ist es denn schade um uns
    inklusive der hiesigen Kommentatoren?

  7. Ist doch Googles Entscheidung, was es mit diesem Museum macht. Street View ist für Orte in DE weitgehend irrelevant, weil es eben den Stand von vor ca. 10 Jahren zeigt. Klar hätte die Firma damals versuchen können, im Vorfeld eine offene und öffentliche Debatte zu Street View zu führen. Stattdessen wurde drauflosfotografiert und erst dann, bedingt durch die Reaktionen und zum Teil Überreaktionen Dritter, mit der großen Verpixelung begonnen.

    Das machte Google offenbar zu viel Arbeit, und an einer Diskussion war die Firma weiterhin nicht interessiert, ergo wurde das Ganze hierzulande begraben. So what, ich finde aktuelle Satellitenaufnahmen (die ja auch schon recht detailreich sind) hilfreicher als historische Dokumente, die nur so tun, als seien sie aktuell. 😉 Insofern ist diese Meldung interessant, nur nicht mit einem Kartenausschnitt aus einer deutschen Stadt …

    • Meinst du mit „diesem Museum“ Deutschland?

      Falls ja, ja man kann sich tatsächlich selbst abschaffen. Und wir sind auf dem besten Wege dahin. Aber hey, dann hat sich das bald mit der AfD und NPD erledigt. Dann sind wir als Migrationsland nicht mehr interessant genug, weil Syrien in 20 Jahren technologisch weiter ist als wir.

      • Nein, mit „diesem Museum“ war selbstverständlich Google Street View in/für Deutschland gemeint. Mag ja ganz nett sein, wenn man ab und zu nachschauen möchte, wie diese oder jene Ecke vor 10 Jahren aussah. Für aktuelle Ansichten ist, wie erwähnt, die Satellitenansicht bzw. Luftbilder (vgl. Bing Maps) für mich ausreichend – die sind ja immerhin recht aktuell. Und klar, aus der Sicht von Unternehmen wie Google oder Facebook ist es immer lästig, sich mit Leuten auseinanderzusetzen, die manches, was diese Firmen machen, nicht ganz so begeistert sehen.

        • Naja, Streetview ist schon u.a. praktisch wenn man mal kurz an einen Ort fahren muss, und die Parkplatz-Situation abklären möchte… aber naja, man könnte ja die aufgehängte Unterwäsche von vor 10 Jahren sehen… die Sat-Ansicht ist zwar auch praktisch aber lange nicht für solche Situationen hilfreich, und zoomt man zu weit rein, kommt halt die 3D-Ansicht, und das auch nicht für alle Gegenden, sondern dort dann Matsch.

  8. Ich nutze Street view sehr gerne im Bereich der Verkehrs- und Stadtpolitik. Sehr mächtiges Tool um mal eben schnell eine Situation zu zeigen und ggf wie es irgendwo besser gelöst wurde. Gerne dann auch Beispiele aus dem Ausland.
    Ich bedauere auch sehr, dass es keine aktuelleren Daten gibt, schön ist auch ein Rückblick in historische Ansichten,wie es ihn bei Google earth gibt, um Entwicklungen zu zeigen. Googles neuen Layer sehe ich auch als politischen Kniff um das Inselddasein zu verdeutlichen, welches Deutschland fristet.

    • Man kann es gar nicht oft genug zeigen und wiederholen :

      Weißrussland, Deutschland, Serbien, Moldawien, Österreich sind die europäischen Länder ohne Street View.
      https://www.bilder-upload.eu/bild-ef0d42-1567422645.jpg.html

      Das wäre natürlich nicht so schlimm, wenn es nicht so symptomatisch für den Rest der digitalen Entwicklung hierzulande wäre.
      Für eine Industrienation, die das auch in Zukunft bleiben will, ist das ein Armutszeugnis.

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