Google I/O 2014: Android One wird Referenz-Design für Geräte in Entwicklungsländern

Auf der Google I/O hat Google einen Ausblick auf Android One gegeben, das ab Herbst verfügbar sein wird. Dabei können Geräte-Hersteller günstige Geräte herstellen, die Nutzer erhalten Software-Updates aber direkt von Google, so wie es auch bei den nexus-Geräten der Fall ist. Vorteil für die Hersteller (und auch ein Grund für einen möglichst niedrigen Preis): Sie können Drittanbieter-Apps vorinstallieren. Das kommt Mobilfunkanbietern entgegen, wird aber nicht dafür sorgen, dass die Android-Version jedes Mal erst einen langen Entwicklungsprozess durchlaufen muss.

AndroidOne

Android One wird in Indien im Herbst verfügbar sein. Das auf dem Bild zu sehende Smartphone kostet 100 Dollar, bietet aber zum Beispiel mit Dual-SIM auf den jeweiligen Markt zugeschnittene Funktionen. Es dient als Hardware-Referenz, sodass andere Hersteller ebenfalls derartige Geräte bauen können. Somit hat Google nun auch einen Fuß in die Tür dieser Länder gebracht, von denen sich Mozilla erhofft hat, sie mit niedrigpreisigen Firefox OS Smartphones zu versorgen.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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12 Kommentare

  1. Was genau soll denn „Android One“ nun sein? Nur ein Referenz-Smartphone, um den technischen Rahmen aufzuzeigen (wie z.B. damals das Nexus One), auf dem dann eine normale Android-Version läuft? Oder soll es eine eigenständige Version von Android werden, die speziell für einfach ausgestattete Geräte gedacht ist? Geht in der jetzigen Form aus dem Artikel nicht so ganz klar hervor.

  2. Wolfgang D. says:

    @Babbsagg
    Referenzdesign ist nicht gleich Referenzgerät. Nicht das technisch machbare oder ein Durchschnittsgerät wird gezeigt, sondern es ist eine fertige Zusammenstellung von Hardware zum Nachbauen. Wie bei den Grafikkarten im PC. Der Hersteller muss noch alles richtig zusammenlöten, spielt das Google-Image und eventuell eigene Apps auf.Bunt verpacken und weg damit.

  3. Sozusagen der Motorola Ersatz von Google nach dem Verkauf an Lenovo…

  4. Immer wieder liest man, dass Dual-SIM ja so wichtig für Entwicklungsländer usw. sei. Kann mir mal jemand erklären warum das so ist? Warum ist es in Entwicklungsländern so wichtig unter mehreren Nummern erreichbar zu sein?

  5. Michael G says:

    @Benjamin

    Da ich das Vergnügen hatte einige Jahre solche Geräte bei Nokia mit entwickeln zu dürfen kann ich dir zumindest einen wichtigen Grund nennen der vor allem in Indien zutrifft aber auch in anderen Ländern. In Indien gibt es unzählbar viele regionale Mobilfunkanbieter die aber dann teilweise auch nur eine bestimmte Region versorgen. Will man aber in mehreren Regionen erreichbar sein muss man noch unter einem anderen Anbieter erreichbar sein. Teilweise besitzen Inder bis zu 5 unterschiedliche SIM-Karten. Daher auch der Bedarf an Dual- bzw. auch Triple-SIM Geräten.

  6. @Michael: Danke für die Erklärung. So ergibt das natürlich einen Sinn. Da können wir hier in Mitteleuropa ja froh sein, wie flächendeckend wir da mit der Kundschaft bei nur einem Anbieter versorgt sind.

  7. Michael G says:

    Ja denn Roaming ist dort teilweise noch nicht weit verbreitet.
    Außerdem kommt es auch vor dass ein Telefon oft von mehreren Familienmitgliedern verwendet wird oder bestimmte SIM-Karten für bestimmte Dienste verwendet werden (Telefonie/SMS/Daten)

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