Google I/O 2018: Google Assistant wird natürlicher, kommt in Maps und lobt Kinder

Neuigkeiten hat Google auch zum Thema Google Assistant auf der Google I/O zu verkünden. Kommen wir zuerst zu den Stimmen. Bei der aktuellen Stimme handelt es sich um Holly, eine echte Person stand dafür im Studio und hat lange Zeit Phrasen aufgenommen. Nun hat Google ein System entwickelt, das Stimmen nachahmen kann. Das benötigt nur eine kurze Lernphase. Später dieses Jahr werden deshalb sechs neue Stimmen für den Assistant zur Verfügung stehen, allerdings nur in einigen Ländern.

Was für Computer ebenfalls sehr schwierig ist, ist etwas aus dem Kontext heraus zu verstehen. Hier setzt Google an mehreren Punkten an. So wird es künftig möglich sein, nach einer Antwort eine weitere Frage zu stellen, der Google Assistant hört noch ein Weilchen zu. Gleichzeitig wird man aber auch mehrere Befehle in einen packen können. Also beispielsweise Schalte den Fernseher im Wohnzimmer an und schalte das Licht in der Küche aus.

Google erklärt jedoch auch, dass die Erkennung eben sehr schwer ist – ich glaube nicht, dass wir diese Funktionen so schnell auf Deutsch sehen werden. In den USA werden Continued Conversations und Multiple Actions in den nächsten Wochen verfügbar sein.

An die Erziehung von Kindern denkt Google auch. Pretty please heißt die Funktion, die Kinder ermutigt, bitte und danke zu sagen – das kann man sehr schnell verlernen oder sich eben gar nicht erst aneignen, wenn man mit Maschinen statt mit Menschen redet. Hört der Assistant die typischen Dankes- und Bitte-Formeln, wird er sich ebenfalls brav bedanken oder auf die Freundlichkeit hinweisen. Tolle Kleinigkeit.

Neuigkeiten gibt es auch zum Google Assistant in Smart Displays, diese bekam man zur CES ja schon zu sehen. Ab Juli werden diese nun verkauft, muss man sich vorstellen wie einen Echo Show, nur mit YouTube… Der Assistant wird auf diesen Geräten natürlich vorhanden sein und Dinge wie Kalender, Google Fotos, Kontakte und anderes ansprechen können. Bilder oder Temperaturanzeigen werden zudem besser visualisiert dargestellt.

Auch auf dem Smartphone wird es Neuerungen im Assistant geben, es werden weitere Apps integriert, damit dem Nutzer ein besserer Überblick über den Tag gegeben werden kann. Dazu zählen Apps wie Todoist oder Any.do. Außerdem wird die Bestellung von Essen anders gestaltet, nicht mehr im Chat-Stil. Aber ebenfalls erst später dieses Jahr.

Zu guter Letzt wird der Google Assistant in Google Maps kommen. Das ist später diesen Sommer angedacht. So kann man sich dann Nachrichten vorlesen lassen oder auch gleich einen Frisörtermin buchen, ohne die Navigation verlassen zu müssen. Google ist da aber auch im begleitenden Blogpost noch nicht sehr konkret dazu.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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2 Kommentare

  1. Nicht mal die Erwähnung des automatisch geführten Gesprächs des Assistenten wirklich?? Eine der größten Entwicklungen der ganzen io und kein Wort?

  2. Bitte und Danke sagen im Umgang mit Technik? Das ist keine Erziehung, das ist Dressur. Ich schätze Höflichkeit durchaus, und ich vermisse sie schmerzlich bei vielen meiner lieben Mitmenschen. Aber deswegen fange ich nicht an, mich bei meinem Toaster zu bedanken für das aufgewärmte Brötchen.

    Der Google Assistant ist Technik, tote Technik, wie mein Staubsauger. Nur eben mit gewissen sprachlichen Fähigkeiten. Und allein deswegen soll ich ihn zum Teil behandeln wie einen Menschen?

    Höflichkeit beizubringen ist natürlich Erziehungsinhalt, aber doch bitte echt gemeinte Höflichkeit gegenüber anderen, verständnisvollen Wesen. Nicht automatisch vorgebrachte Standardfloskeln, die einem tatsächlich nichts bedeuten. Kindern sowas einzuimpfen halte ich für mindestens kontraproduktiv.

    Nett gemeint von Google, aber wohl alles andere als durchdacht, imho.

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