Google Home vorgestellt: Der persönliche Sprachassistent fürs Eigenheim

Google Home_LilaIhr erinnert euch sicher an Amazons Ansatz des persönlichen Assistenten in den eigenen vier Wänden? Alexa heißt das Ganze und ist ein zylindrischer Lautsprecher, der auf Sprachkommandos Musik abspielt, Notizen macht, Fragen beantwortet oder sogar Einkäufe bestellt. Google hat nun seinen eigenes Device vorgestellt, das eben solche Dinge ebenfalls erledigen soll. Das Ganze hört auf den Namen Google Home. Der kleine, recht ansehnliche WLAN-Lautsprecher hat quasi den Google Knowledge Graph integriert und reagiert auf den Standard-Auslösesatz „OK Google“.

Meldet sich Google Home, kann man seine Fragen stellen, beispielsweise „wann startet Skynet?“. OK, vielleicht etwas leichtere Dinge wie „Wie hoch ist der Eiffelturm“.

Was kann Google Home

Auch Kommandos wie „Spiele Song XY“ funktioniert so, wie man es von der Sprachfunktion bei der Google Suche auf dem Smartphone erwartet. Die Musik kann wahlweise auch manuell per Google Cast aus der Cloud an den Lautsprecher geschickt werden – natürlich auch mit Multiroom-Funktion. Und nicht nur von Android, sondern auch von iOS aus.

Google_Home

Optisch wirkt Google Home eher wie ein Design-Accessoire und erinnert an eine Vase. Bereits mit dem Google OnHub Router aus dem vergangenen Jahr versuchte man technische Geräte zu einem Lifestyle-Produkt umzuwandeln, die man sonst nicht unbedingt offen im Wohnraum präsentieren würde. Ist meiner Meinung nach mit dem OnHub gelungen und nun auch mit Google Home. Die Lautsprecherabdeckung kann sogar farblich mit Covern angepasst werden, um den Lifestyle-Aspekt hervorzuheben. Auch die LEDs am Gerät lassen sich nach eigenem Gusto ändern.

Google Home_Lila

Natürlich hat Google Home auch eine Smart Home-Anbindung und kann ins eigene vernetzte Heimnetzwerk eingebunden werden. Ob Google dafür gängige Standards wie ZigBee oder Z-Wave unterstützt, wissen wir aktuell noch nicht, aber sicher dürfte sein, dass Google sein eigenes Protokoll Weave unterstützen wird – schließlich unterstützen die Nest-Produkte auch das Protokoll. Google verspricht jedenfalls, dass es später eine API geben soll.

Google Home_Apps

Für den Anfang soll Google Home einige Apps unterstützen. Namhafte Beispiele? Spotify, tunein, aber auch Apps wie WhatsApp, MyTaxi, Uber oder Ticketmaster können per Sprache bedient werden. Heißt, ihr könnt künftig vom Sofa aus freihändig WhatsApp-Nachrichten versenden, via OpenTable einen Tisch im Restaurant reservieren oder eben ein Taxi sowie Konzerttickets bestellen.

Google Home_Produkt

Führt uns zur großen Frage: Wann und wo? Google sagt, dass Google Home im späteren Jahresverlauf erscheinen soll. Erwartungsgemäß nennt Google nicht, in welchen Ländern Google Home verfügbar sein wird. Auch die offizielle Google Home-Seite gibt keine weiteren Details preis. Erstes Gefühl? Wohl erstmal nur in den USA.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Nerdlicht in einer dieser hippen Startup-Städte vor Anker. Macht was mit Medien... Auch bei den üblichen Kandidaten des sozialen Interwebs auffindbar: Google+, Twitter, Xing, LinkedIn und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

15 Kommentare

  1. Karl Kurzschluss says:

    Bei „Arschloch“ wird die Festnetznummer der Schwiegermutter angewählt?

  2. Heinz Inge says:

    Ob es Fragen wie „Wieviele Leute haben schon auf meine Daten Zugegriffen und wie Vollständig ist mein Komplettes Profil schon?“ Auch beantworten kann?

    Sorry ich mag Spielereien aber in einer Welt wie Heute wo man seinen „Freunden“ Aus Amiland nunmal nicht vertrauen kann und man letztendlich für Google auch nur ein Produkt ist finde ich das sehr bedenklich.

  3. Jeder was er will says:

    @Heinz Inge
    Dein Smartphone abschalten, Facebook und Co kündigen und am besten komplett das Internet meiden…
    Niemand zwingt dich so ein Gerät zu kaufen oder zu benutzen.

  4. Hehe, 200 Dollar Gerät das mir dann effektiv das Wetter per Sprachbefehl ansagt, viel mehr wird hier in D. eh nicht nutzbar sein…

  5. Das Ding heißt Heimassistent, oder?

  6. Heinz Inge says:

    @Jeder was er will

    Bei Facebook kann man nicht kündigen, du bist nur ein Produkt. Du kannst dich höchstens in das Lager legen lassen. Mit dir und deinen Daten arbeiten tun sie trotzdem. Du liegst dann nur nicht mehr im Schaufenster aus.

    Und mal im ernst, selbst wenn man diesen ganzen Mist nicht selber nutzt kann man sich dem trotzdem nicht entziehen ausser du vermeidest alle Sozialen Kontakte und ziehst in den Wald. Ich weiss ja nicht ob das für dich gangbar ist aber ich bin nunmal kein Soziopath.

  7. @Wayne Sehe ich genau so. Deutschland ist nunmal nicht U.S.A. und hier wird eh kaum etwas funktionieren.

  8. Bei Google und MS schreien und dann bei Apple jubeln.
    Die Leute hier glauben auch, dass das man Google die Daten von Hans Meier verkauft…
    Oh man.

  9. Ich hoffe dass sowas irgendwann das Festnetz ersetzt und Anrufe im FN ans Smartphone daheim umleitet und sonst als Google Assistent den AB ersetzt… Ich will eine offene Google Plattform für sowas mit Android als eine Art „Home Server“ (also von Tablet/Phone ansteuerbar ohne Display

  10. Das Ding hört 24h zu. Ratet mal, was Google mit dem Gehörten macht.

  11. wenn das Ding so konzipiert worden wäre, dass es jeden Mist der Gesprochen wird zu Google schickt, dann hätte Google so viele Daten, dass man das nicht mehr auswerten kann. Es wird nicht mehr schicken, als jedes andere Android-Gerät auch, wenn die Sprachsteuerung genutzt wird.

    Ich werde das Ding auf jeden Fall kaufen und hoffe, dass es einen Entwickler gibt, der eine Anbindung für meine eingesetzte Heimautomation programmiert.

  12. Wie gut, dass es Leute gibt, die Google immer blind vertrauen.

  13. „wann startet skynet?“ – Made my day! ;D

  14. Das Teil sieht aus wie ein Tannenduftspender.

  15. Geiles Ding! Werde mir holen!
    Es bleibt doch jedem überlassen ob er abends beim Kerzenlicht ein Buch liest, kein Auto, keinen Fernseher und keinen Internetanschluß nutz, oder voll auf High-Tech setzt!

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.