Google Assistant: Diese neuen Funktionen sind in Planung

Mit dem Google Assistant bietet Google einen umfangreichen Sprachassistenten an. In den vergangenen Jahren machte der Google Assistant bereits einige Fortschritte und Google arbeitet bereits daran, zahlreiche Funktionen anzubieten, die völlig ohne Cloud und mit Rücksicht auf Datenschutz und Privatsphäre funktionieren. Insbesondere auf den hauseigenen Pixel-Geräten mit Tensor-Chip zeigt man da, dass man da doch schon einiges auf dem Kasten hat. Klar, hierzulande mangelt es da aufgrund sprachspezifischen Anpassungen doch an dem einen oder anderen Feature, dennoch ist es spannend auch einen Blick auf die neuen Funktionen zu werfen, die man im Rahmen der Google I/O zeigte.

Den Google Nest Hub Max hat man leider nie auf den deutschen Markt gebracht. Entsprechend ist auch folgende Neuerung vorerst für US-Nutzer gedacht. Wer davon genervt ist ständig den Sprachassistenten per Wakeword „Hey Google“ aufzuwecken, der kann sich zumindest freuen, dass man da an Alternativen feilt.

In Verbindung mit dem Google Nest Hub Max ist es möglich einen Sprachbefehl loszuwerden, wenn man das Smart Display einfach nur anschaut. Nach eigenen Angaben habe man bei der Konzeption auf Privatsphäre geachtet. Notwendig ist sowohl für Face Match, als auch für Voice Match ein explizites Opt-In. Die Interaktion mit dem Smart Display wird lediglich auf dem Gerät verarbeitet und entsprechend nicht an die Cloud geschickt. Praktisch eben: Das Wakeword, welches für die Interaktion mit dem Sprachassistent benötigt wird, entfällt.

Spannend auch, wie das Ganze hinter den Kulissen realisiert wird. Da achtetet das Gerät doch darauf, dass man Blickkontakt aufnimmt und nicht einfach nur einen flüchtigen Blick auf das Gerät, zum Beispiel die Uhrzeit, wirft. Man verarbeitet da doch zahlreiche Signale von Kamera und Mikrofon. Darunter unter anderem die Annäherung ans Gerät, die Kopfausrichtung, Blickrichtung, eine Lippenbewegung. Das Ganze eben in Echtzeit und offline. Wie bei der Kamera mit Real Tone hat man auch hier unterschiedliche Hautfarben zwecks Verarbeitungsqualität im Blick.

GIF of a man baking cookies with a speech bubble saying “Set a timer for 10 minutes.” His Google Nest Hub Max responds with a speech bubble saying “OK, 10 min. And that’s starting…now.”

Zudem und leider ebenfalls dem Nest Hub Max vorbehalten: Schnellphrasen. Die funktionieren ebenfalls ohne Wakeword und ihr könnt festlegen, für welche Phrasen das funktionieren soll. Praktisch: Da könnt ihr beispielsweise Dinge wie die Lichtsteuerung oder auch die Timer-Funktionalität hinterlegen, für andere Befehle funktioniert das nicht und man gleicht die Stimme über Voice Match entsprechend ab. Es genügt dann einen entsprechenden Sprachbefehl, ganz ohne Wakeword, loszuwerden – praktisch!

Auch sonst spannend, was man dem Google Assistant spendiert. Klar liegt auch hier der Fokus darauf, die Konversationen noch natürlicher zu gestalten. So sind alltägliche Gespräche oftmals mit Füllwörtern (z.B. „ähm“) bestückt, wir machen Pausen und korrigieren uns. Man setzt hier an derartige Eigenheiten, wie die Pausen, erkannt werden sollen und der Assistent euch korrekt versteht und nicht unterbricht. Das ist derzeit eher noch Zukunftsmusik. Feststeht, dass der hauseigene Tensor-Chip hier eine große Rolle spielt. Der zeigt ja bereits beim Pixel, was man da an Offline-Transkription leisten kann.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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9 Kommentare

  1. Man kann ja zu Google stehen wie man will – das war eine gelungene I/O. Auch wenn einige Features klar von Apple geklaut sind, so funktioniert es ja auch andersherum. Und der Google Assistant sowie die ganzen KI-Funktionen sind meilenweit der Konkurrenz enteilt.

    • Einige Features? Spatial Audio vielleicht? Noice Canceling kommt von Bose und nicht von Apple! Was hat Apple schon alles bei Google geklaut? Die Widgets sind wohl alles andere als von Apple. Gesichtsentsperrung hat Google 2013 ins Nexus 5 integriert und hatte sogar schon Kabelloses Laden. Also erzähl nix von wegen bei Apple geklaut!

      • Thomas Höllriegl says:

        Du musst schon verstehen, Apple hat das beste Marketing. Die verlaufen dir alles als deren Innovation. Sogar ein Poliertuch um über 20 Euro. Und die Fans jubeln und kaufen den Shop leer. 😀

  2. Ich erinnere mich düster, dass mir mein Smartphone irgendwann mal angezeigt hat, wo ich geparkt habe und wann ich abhängig vom Verkehr zu Terminen aufbrechen muss, wenn ich im Termin auch den Ort angegeben hatte. DAS möchte ich wieder haben.

    • Thomas Höllriegl says:

      Gibt es doch. Zumindest bei mir läuft das so. „Brechen sie jetzt auf um pünktlich …“ Ist wahrscheinlich in den App-Einstellungen unter Benachrichtigungen zu finden.

      Aber das mit dem geparkten Auto kenne ich dafür gar nicht. Wäre selten aber doch hilfreich.

  3. Ich wäre schon froh wenn aktuelle Features bei dem Assistant vernünftig funktionieren würden. Ich könnte mich immer noch in den A. beißen damals die Kohle in die ganzen Google Assistant Devices gesteckt zu haben anstatt auf Alexa zu setzen.

  4. Bei derartigen Artikeln wünsch ich mir immer, dass diese neuen Funktionen in tabellarischer Form dargestellt sind. Das alles als Fließtext zu lesen ist anstrengend und nicht zielführend.

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