Google-Apps: Partner müssen sie angeblich auf ihren Verpackungen nennen

Aktuell gibt es mal wieder eine größere Kontroverse: Laut Xiaomi wurde das Unternehmen von Google dazu gezwungen, auf den Verpackungen der Mi 10 und Mi 10 Pro auf die Google-Apps hinzuweisen. Wie ihr auf dem obigen Bild seht, prangt deswegen auf dem Karton direkt unter dem Gerätenamen der Hinweis „with easy access to the Google apps you use the most“. Betreffen könnte das natürlich nicht nur Xiaomi, sondern auch andere Partner von Google.

Zunächst nahmen viele an, dass Xiaomi mit dem Hinweis auf der Verpackung seiner Flaggschiffe möglicherweise Huawei eins auswischen wolle. Xiaomi dementierte das aber und verwies auf Google, die einen derartigen Hinweis nun von allen Partnern fordern würden. Je nachdem wann die bisherige Kooperationsvereinbarung mit Google bei dem jeweiligen Partner auslaufe, müsse der neue Hinweis eingebunden werden. Xiaomi sei nun lediglich als eines der ersten Unternehmen betroffen gewesen.

Es geht hier konkret um das sogenannte „Mobile Application Distribution Agreement“ (MADA). Da gibt es tatsächlich einige Änderungen, etwa gelten auch für den Boot-Prozess neue Vorgaben, denn Google will da den „Powered by Android“-Hinweis prominenter in Szene setzen. Laut Xiaomi gebe es analog auch neue Richtlinien für die Verpackungsgestaltung. Kommende Verpackungen von etwa Motorola und anderen Unternehmen würden laut einem Xiaomi-Mitarbeiter ebenfalls bald betroffen sein. Je nach Partner und Vereinbarung dauere es nur möglicherweise etwas länger.

Google hat die ganze Angelegenheit bisher nicht kommentiert. Reingewürgt wird damit natürlich vor allem einem Hersteller etwas: Huawei. Denn letztere müssen derzeit auf die Google-Dienste verzichten. Eine mögliche, abweichende Erklärung hat man auch bei XDA-Developers parat. So gebe es schon seit einer Weile Branding-Richtlinien, die fordern, dass die Hersteller auf der Verpackung auf die Google-Apps hinweisen, wenn mehr als die Basis-Anwendungen installiert werden.

Zu den grundlegenden Apps zählen da die Google-App, Chrome, der Play Store, Gmail, Maps und YouTube. Hieven die Hersteller aber weitere Anwendungen wie z. B. die Kontakte, den Kalender, die Lens, News, die Podcasts, Pay, One und den Assistant auf ihr Gerät, wird seitens Google empfohlen den Hinweis „with easy access to the Google apps you use the most“ auf der Verpackung zu verwenden.

Und genau jene zusätzlichen Apps verwendet Xiaomi eben ab Werk auf den Mi 10 und Mi 10 Pro. Allerdings erklärt Xiaomi die ganze Angelegenheit eben doch etwas anders. Vermutlich müssen wir da also mal abwarten, bis die exakten Hintergründe völlig klar sind.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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11 Kommentare

  1. das ist doch wieder eins von den Google maschen man wird verdonnert (EuGH) das Consumenten sehen das Google Vorinstalliert und ein windiger Marketing Director ( der sollte dafür jetzt doch mal einen Bonus Zahlung bekommen „Sakasmus“) macht daraus eine Werbung daraus ,zwei Fliegen mit einer Klappe. Das gleiche hat doch google mit der Suchmaschine schon gemacht also jetzt so rum auch noch mit Verpackung und Bootlogo

  2. TierParkToni says:

    @Tobi : ich will Dir definitiv nicht zu nahe treten, aber deine Interpunktion und Rechtschreibung macht deinen Kommentar relativ unleserlich.
    Hier mal mein Versuch, deinen Kommentar leserlich zu gestalten :

    „Das ist doch wieder eine von den Google-Maschen : man wird verdonnert (EuGH), das die Konsumenten sehen, dass Google vorinstalliert ist, und ein windiger Marketing Director ( der sollte dafür jetzt doch eine Bonus-Zahlung bekommen „Sakasmus“) macht daraus eine Werbung – ZACK, zwei Fliegen mit einer Klappe.
    Das gleiche hat doch Google mit der Suchmaschine schon gemacht, also jetzt noch so auch noch auf der Verpackung und dem Bootlogo…. “

    Nix für ungut – und ich bin absolut deiner Meinung 😉 !

  3. Naja letztenendes liegen doch die Verpackungen eh nur irgendwo im Schrank bis die Garantie abgelaufen ist und landen dann im Müll.

  4. Ein kleiner Seitenhieb auf Huawei. Die dürfen das ja logischerweise nicht auf die Verpackung schreiben.

    • Nein, ehe ne Aufklärung an den Kunden die sich beschweren warum kein Google Store drauf ist.
      Aus Verbrauchersicht vollkommen OK und aufklärend, egal ob es auch andere Absichten verfolgt.
      Jeder sollte eben wissen worauf Er/Sie sich da einlassen.

      Persönlich hätte ich am liebsten alles von Google weg von nem Phone, es ist längst überfällig was Alternativen angeht. Schade das es in der EU keiner gebacken bekommt, dann eben Huawei, können es nur hoffen das die es packen. Alles aus der USA ist keine Lösung, ehe eine Folter und Knebelung die keiner braucht. Schade das SAP da nix auf die Reihe bekommt, aber die bekommen ja ihre eigenen Progs nicht mal ordentlich hin. Siemens würde wohl nur ein Rohrkrepierer bringen, Nokia ist Geschichte, Ericsson auch in der Versenkung. HMD schafft allein eh nix, von Jolla hört man auch nix mehr… Armes EU…

      • Sascha W. says:

        Mit Huawei tauschst du dann aber eher Pest gegen Cholera, denn du wirst zwar die Google-Apps los, dafür hast du die Huawei-Apps installiert und das sind nicht weniger Dienste und diese schicken auch nicht weniger Daten, nur halt nach Osten statt nach Westen.
        Und wenn ich mir dann die Software von Huawei anschaue und den sagen wir mal „verbesserungswürdigen“ Softwaresupport dann verzichte ich da gerne drauf.

        Die einzige Alternative für Leute die den Konzernen nicht trauen bzw. was sie mit den Daten anfangen, wäre eine Open Source Lösung, z.B. LOS mit microG und F-Droid als Store. Eine freie Lösung mit voller Kontrolle wird man ohne Bastelei aber nicht bekommen oder nur zu Preisen die kaum jemand zahlen will.

        Ob es einem gefällt oder nicht, wir zahlen heute meistens unsere Software mit unseren Daten, letztendlich können wir nur wählen wer sie in erster Linie bekommt und oft nicht mal das.

  5. Sascha W. says:

    Ich weiß nicht, aber ich schaue mir die Verpackung der Smartphones gar nicht so genau an.
    In Elektronikmärkten bekommt man die Verpackung eh erst zu sehen wenn man sich für das Gerät entschieden hat und Online sowieso.
    Am liebsten wäre mir ein Recycling-Karton ohne überflüssige Aufdrucke, nur das Modell und fertig, und auch innen sollte alles nur in Papier/Karton verpackt sein, ohne Plastik. Das wäre für die Umwelt besser und die meisten Leute würden das nicht mal merken.

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