Google Apps-Domains: Fehler legte Kundendaten frei

Dumm gelaufen: Nutzerdaten von über 280.000 Domains sollen öffentlich zugänglich gewesen sein. Betroffen waren Nutzer einer Google Apps-Domain, wie Cisco derzeit mitteilt. Die Nutzer hatten bei der Registrierung ihrer Domain aktiviert, dass der Halter anonym bleibt, was er im ersten Jahr auch war. Durch einen Fehler in der Software wurde diese Verschleierung durch den Dienst eNom nach einem Jahr nicht mehr verlängert, sodass die realen Daten (Anschrift, Name, E-Mail und Telefonnummer) für jedermann einzusehen waren. Erstmals soll das Problem Mitte 2013 in Erscheinung getreten sein, aber erst im Februar wurde Cisco darauf aufmerksam und trat mit der Entdeckung an Google heran. Google löste das Problem und informierte die Nutzer umgehend. Bleibt zu hoffen, dass Betrüger keine Daten nutzen.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

7 Kommentare

  1. Also, erstmal heisst der Registrar „eNom“ und nicht „eNorm“. Zweitens berechnet „eNom“ ganz korrekt alljährlich für die Verschleierung dieser Daten einen gewissen Betrag. Ich habe selbst eine Google Apps Domain, und erhalten jährlich wiederkehrend eine Zahlungsaufforderung für „eNom“ entsprechend für diesen Dienst.

  2. Ist nun Google oder eNom für den Fehler verantwortlich?

  3. Ich wurde schon angeschrieben und habe eine 10$ Gutschrift erhalten :-\ .

  4. Really not amused.

    Eine elende Schlamperei – da setzen sie den wichtigen Service auf „dicontinued“ und dann ein solcher Fehler ? Ein Schelm wer Böses denkt und Absicht unterstellt.

    Gibt es vergleichbare Dienste zu Google Appes for Domains? Meines Wissen hatt MS mal einen Dienst, stellte diesen aber zwischenzeitlich ein.

  5. Kashif Husain says:

    Einfach einen guten Register nehmen und dann ist dieses „domain privacy“ feature auch umsonst (wenigstens in USA/Canada, in Deutschland ist es etwas komplizierter). Und bei einigen guten Registrar kann man auch gleich Google Apps „mitkaufen“ (leider gibt es halt die kostenlose Google Apps accounts nicht mehr, ist aber ein anderes Thema).

  6. @dch36: das hängt stark davon ab, ob du nur kostenlose Alternativen in Betracht ziehen willst. Für günstige Preise gibt es allemal interessante Alternativen zu Google Apps mit ähnlichem Portfolio (also auch mit „online“ Office und Cloud-Speicherplatz etc etc.). Es hängt dann nur davon ab, ob man mehrere Personen möchte und wieviele, privat oder gewerblich etc.

    Ich halte für Freelancer bspw. mailbox.org durchaus für eine valide Alternative (vom Umfang her), dafür kostet es monatlich genausoviel (oder ähnlich) wie Google Apps wenn man pro User zahlt. Und mailbox.org funktioniert zwischenzeitlich auch mit eigener Domain/eigenen Adressen sowie Aliasen (via +-Schreibweise) und Family-Sharing.

    Wie gesagt, hängt vom Wunsch ab etwas zu ändern und der Bereitschaft ein paar Euro dafür zu zahlen.

  7. Schweres Thema. Frag mich aber, warum 280k Leute dafür Zahlen, dass Ihre Domain verschleiert ist? Ich würde meine Domain so verschleiern, wenn ich nicht will, dass sonst wer raus bekommt, wer hinter einer Domain steckt. Dazu gehört dann aber mehr als nur die Domainverschleierung. IP, Nameserver, etc muss dann ja auch so versteckt sein, dass niemand auf den eigentlichen Besitzer kommt. Und wer nutzt dann für sowas wirklich Google mit der NSA Schnittstelle?