Gimbal: Qualcomm startet sein eigenes „Google Now“

Wenn ich an die Google I/O neulich zurückdenke, dann sind mir gleich mehrere Dinge positiv im Gedächtnis geblieben. Dazu gehört definitiv „Google Now“! Auch Caschy war direkt beeindruckt und glaubt mal, dieses kontext-basierte Vorschlagen von Aktionen wird eine ganz große Geschichte. Dass das hier nicht nur Google-Land ist, sondern sich auch andernorts in der Mache befindet, beweist gerade Qualcomm. Das Unternehmen hat gerade ein SDK zur Plattform Gimbal zum Download bereit gestellt, mit welchem Entwickler ihrer eigenen App eine ganz ähnlich Funktionalität verpassen können.

Der Ansatz ist ein ganz ähnlicher wie bei Google. Das Smartphone trackt – unter Beachtung unserer gewünschten Privacy-Einstellungen logischerweise – was wir tun und entwickelt aufgrund dessen ein User-Profil. Dieses Profil und die Komponenten „Zeit“ und „Ort“ sind dann die Grundlage für die Empfehlungen, die uns Gimbal dann aufs Smartphone sendet.

Beispiel: ich gehe gern italienisch essen. Gimbal weiß das, weil es in meinem User-Profil mittlerweile so gespeichert ist. Jetzt stellt das Smartphone fest, dass es gleich Mittag ist, ich also theoretisch das Verlangen nach Essen haben müsste und dass ich zudem in der Nähe einer Pizzeria bin, die gerade eine Aktion mit besonderen Angeboten fährt. Also bekomme ich eine Push-Nachricht auf mein Smartphone mit dem Link/Anfahrtweg zu eben dieser Pizzeria und werde direkt über dessen Special Deal informiert.

Scoble – der alte US-Techblog-Dinosaurier – nennt es schlicht „mobile 3.0“ und ich bin geneigt, ihm da zuzustimmen. „Mobile 1.0“ war demnach das Handy an sich, mit welchem wir uns auf einmal mobil mittels Anruf bzw SMS verständigen konnten, „Mobile 2.0“ nach dieser Logik die Einführung des iPhones, welches uns die Bedienung mittels Touchscreen brachte. Anwendungen wie Gimbal oder eben auch Google Now bringen uns nun dazu, dass wir nicht einmal mehr den Touchscreen bedienen müssen, um den relevanten Content aufs Display gezaubert zu bekommen.

Halte ich für eine große Sache, die dort Einzug hält. Qualcomm bindet in diese Technologie auch sein fundiertes Wissen zu Augmented Reality ein und schreibt auch Privacy ganz groß bei dieser Nummer. Die Summe dieser verschiedenen Schwerpunkte lässt sich nun also als Gimbal-SDK herunterladen und jeder Developer ist aufgerufen, sich damit auseinanderzusetzen und seine eigene App zukunftstauglich zu machen. Eure Meinungen dazu?

 
[youtube http://www.youtube.com/watch?v=H-D3tT6TyF0&w=590&h=332]

Quelle: Scobleizer via Netbooknews.de

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8 Kommentare

  1. YEAHHHH CASI HAT GELERNT DIE BILDER RICHTIG EINZUBINDEN!!!!! TOLLE LEISTUNG GROßER BIN STOLZ AUF DICH!!!

  2. Herzlichen Glückwunsch,an Google genau das hat Microsoft mit dem Windows Phone 7 und dem Live-Tiles Konzept seit 2 Jahren.

  3. Hört sich doch gut an. Denke mal auf Reisen ist so ne App sicherlich nicht schlecht…

  4. gruselig!!!

    wenn das hinhaut, bin ich entweder berechenbarer als glaubte oder mein telefon smarter als es sein sollte. außerdem will ich nicht das jedesmal meine hosentasche vibriert, wenn ich zw. 11.30uhr und 13.00uhr an einem restaurant vorbei gehe. (die handyakkus sind doch auch so schon ruckzuck leer)

    und was ist mit den spätfolgen?
    konditioniert wie ein pawlowscher hund sabber ich dann schon wenn mein handy klingelt!?!
    Na ich weiß nicht…

  5. Schreckliche Vorstellung das mein Smartphone mir sagt was ich wann wo möchte und mag. Auf keinen Fall würde ich micht auf so etwas verlassen. Da kann ich gleich alles machen was andere sagen. Die eigene Meinung geht total flöten. So was weiß ich selber und will es auch selber entscheiden. Ich will auch meine Meinung ändern können. Immer nur Pizza, greuslich.
    Es wird nicht lange dauern und mein „gehacktes“ Smartphone schlägt mit Dinge vor, von denen ich noch gar nicht wusste, dass ich die toll finde. Nein Danke.

  6. Ein Traum. Wenn das gut funktionieren würde, wär es mir der Verlust an Privatsphäre sogar wert.

    Allerdings
    – wird das in Deutschland sicher nicht so gut funktionieren wie in den USA (in meiner Heimatstadt, immerhin über 100k Einwohner, gibt’s z.B. bei Groupon auch nur den Zalando-Deal…)
    – glaube ich nicht, dass es auf absehbare Zeit gut genug funktioniert. Wenn folgendes mal klappt bin ich dabei: Wir gehen durch die Stadt, Abendessenzeit. Die App weiß, ich ess gern Pizza. Allerdings weiß sie auch, es ist Hochsommer, also würd sie mir Sushi vorschlagen. Aber sie weiß auch, dass ich mit Freunden unterwegs bin, von denen einer kein Sushi isst und schlägt folglich, weil sie weiß dass jeder gerne exotisch isst, den Koreaner vor.

    Ich denke es ist noch ein weiter Weg, und braucht vor allem einen immensen Input an Daten über den Nutzer, bis das so gut funktioniert, dass ich es nutzen wollte. Dass ich gern Pizza mag, weiß ich selber. Dass ich Hunger hab, auch. „Pizzeria“ bei Google Maps ist auch schnell eingegeben.

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