gfu: Smarte Thermostate in immer mehr Haushalten zu finden

Laut einer aktuellen Studie von YouGov, die im Auftrag der Branchenorganisation gfu Consumer & Home Electronics GmbH durchgeführt worden ist, setzen immer mehr Verbraucher daheim auf smarte Heizkörper-Thermostate und sparen so Heizkosten ein. Im vergangenen Jahr wurde erstmals eine verkaufte Stückzahl von rund 1,2 Mio. Geräten erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr mache das eine Steigerung von 25 % aus.

2.067 Personen nahmen zwischen dem 15. und 17.02.2022 teil. 71 % der für die Studie befragten Personen gaben an, dass die gestiegenen Energiekosten dazu führten, dass sie Einsparungen vornähmen. 74 % sagten außerdem auch, dass sie unabhängig von der Preisentwicklung aus Gründen der Ressourcen- und Umweltschonung Energie einsparen möchten.

Laut der Studie sei vielen Befragten aber dennoch gar nicht wirklich bewusst, dass sie mit intelligenten Technologien daheim bares Geld sparen könnten. So setzen lediglich 13 % auf Sensoren, welche die Heizung bei geöffneten Fenstern automatisch herunterregeln. Viele der Personen sind derzeit noch der Meinung, dass das Austauschen einfacher Thermostate gegen smarte Varianten für sie nur schwer umzusetzen sei. Vielen fehle hier das Verständnis dafür, dass das Umrüsten mittlerweile auch für den Laien oft einfach zu realisieren sei.

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28 Kommentare

  1. Ich stelle meine Heizung einfach auf Stufe 2 im Schlafzimmer und eine halbe Stufe mehr im Wohnzimmer und bin glücklich damit. Wüsste nicht was ein smartes Thermostat da besser machen könnte. Normale Thermostate halten die Raumtemperatur ja auch sobald erreicht und wenn ich länger nicht zu Hause bin oder durchlüfte Dreh ich eben schnell selbst das Thermostat zu. Kostet mich zwei Sekunden Zeit. Smarte Thermostate lohnen sich wahrscheinlich ohnehin erst nach mehreren Jahren, weil man ja erst einmal die Investitionen in die Umrüstung wieder aufholen muss

    • the customer says:

      dir fehlt es einfach an Phantasie. du bist nicht die Zielgruppe. ist ja auch nicht schlimm.

    • Wahrscheinlich brauchst du dann tatsächlich keine smarten Thermostate, bei nur 2 Heizkörpern lohnt sich das evtl. gar nicht. Mir gefällt einfach die Steuerung aller Thermostate mit nur einem Knopfdruck, für mein Licht laufe ich ja auch nicht mehr jeden Lichtschalter ab (dürften auch nur 2 Sekunden sein, die sich aber addieren). Wir lüften mehrmals am Tag für jeweils nur 5 Minuten, und mir ist das bei 8 Heizkörpern zu zeitaufwendig. Klar kannst du jetzt dagegen argumentieren, dass man eh davor steht weil man das Fenster manuell öffnen muss, und damit hast du auch Recht. Aber ich fahre auch mit Automatik im Auto, einfach weil ich keine Lust habe zu schalten, auch wenn es nur ein paar Zentimeter Handbewegung ist pro Schaltvorgang (dauert ebenfalls nicht einmal 2 Sekunden). Ich hatte übrigens nach der 1. Heizperiode das Invest für die Thermostate wieder drin (von Bosch über CB gekauft), aber ich bin auch nicht so diszipliniert wie du und habe vor den smarten Thermostaten sicherlich nicht optimal geheizt.

      • Also erstens wird wenn ihr Thermostat auf 2,5 /3 (je nach Modell) schließen, wenn die Zimmer Temperatur erreicht ist.

        Wenn sie 5 Minuten lüften, dann müssen sie das Thermostat gar nicht bedienen, da es durch das offene Fenster in 5 Minuten gerade einmal anspringt und den Heizkörper es werden läßt (Sinn des Thermostat). Wenn sie das Fenster zu machen, dann heizt es und wärmt den Raum wieder auf die eingestellte Temperatur.

        Dazu braucht niemand ein smartes Thermostat. Das funktioniert sehr für analog.

    • Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber ist das am Ende tatsächlich so vergleichbar? Ich meine, das hängt auch stark davon ab, was für ein Thermostat verwendet wird. Wenn ich bei mir auf Stufe 2 stelle, wird dadurch ja mechanisch das Ventil ein Stück weit aufgedreht, und das bleibt auch so, wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist. Ebenso auch, wenn jetzt plötzlich am Nachmittag ein paar Stunden die Sonne in die Wohnung scheint und für eine zusätzliche Erwärmung sorgt, durchaus auch über die von mir gewünschte Temperatur hinaus. Ein konventioneller Regler an der Heizung bleibt dann trotzdem offen, obwohl es gar nicht nötig wäre, die Thermostate, die ich jetzt benutze, öffnen und schließen die Ventile mal mehr und mal weniger, wie es notwendig ist, um die gewünschte Temperatur zu halten. Oder liege ich damit völlig daneben?
      Ansonsten gebe ich dir recht, dass solche Geräte nicht unbedingt dafür sorgen, dass man letztlich Geld spart. Sowas rechnet sich tatsächlich nur über die Laufzeit, und je nach Investitionen können das u.U. schon ein paar Jahre sein, und so lange müssen die Dinger erstmal halten. Auch generell habe ich den Eindruck, dass es bei Nutzung dieser Geräte mehr um Komfort und Bequemlichkeit geht als um tatsächliche Einsparungen, schließlich müssen sie gekauft und betrieben werden. Und das sind Aufwendungen, die man schlicht gar nicht erst hätte, wenn man auf dieses „smarten Helfer“ verzichten würde.

      • Falsch. Sie stellen das Thermostat auf eine Stufe der Skala, die einer gewissen Temperatur entspricht (3 ca 21.C bei 5er Skala). Erreicht der Raum die Temperatur, dann drückt der Ausgleichskörper das Ventil zu und der Warmwasserfluss wird unterbrochen. Erreicht der Raum die Temperatur durch Sonne oder hohe Außentemperatur die gewünschte Temperatur, dann schließt das Thermostat auch den Heizkörper.

      • Also meine klassischen Thermostate halten die Temperatur und heizt nicht durchgehend. Trotz offenen Thermostat ist der Heizkörper oft kalt. Zum Beispiel wenn die Sonne scheint. Ich habe durchgehend eine Raumtemperatur von 21/22 Grad Celsius ohne das ich ständig an meiner Heizung rumfummeln muss. Das mache ich nur beim lüften und dann stehe ich ohnehin davor, weil ich das eben manuell öffnen muss wie Peter schon richtig erkannt hat

    • Wenn du weißt dass du von Donnerstag Abend bis Montag Mittag nicht in der Wohnung bist, lohnt es sich, wenn die Heizkörper nicht durchgehend voll heizen. Wenn du oder deine Familie viel und unregelmäßig
      zuhause bist, dann lohnt sich das natürlich nicht.

      • Wer heizt denn durchgehen auf Stufe 5 fortlaufend?

        Stube auf 3, Flur auf 2, etc. Wer ständig hoch und runter fährt als kontinuierlich zu heizen, der verbraucht mehr Energie, weil die Wohnung auakuhlt.

    • Der Witz ist, dass das teilweise durch den Hund gefordert wurde und inzwischen wohl eingestellt, da keine Heizkosten eingespart werden durch Smarthome Gedöns.

      Vernünftige Thermostate von Vaillant, Danfos etc. zu 15 Euro reichen vollkommen aus und halten locker 10 bis 15 Jahre, teilweise 20 Jahre.

      Dagegen ist der Elektroschrott nach 4 Jahren nicht mehr zu gebrauchen, da es für die app keine Aktualisierung gibt oder der cloudeanbieter oder Hersteller pleite ist.

      Selbst Stiftung Warentest hat ihre anfängliche Behauptung der Energieeinsparung revidiert und schreibt, dass eine Komforterhöhung und mobile Steuerung möglich ist, die Kosteneinsparung aber in der Regel nicht gegeben. Diese hängt von der eingestellten Temperatur und Bedürfnisse der Bewohner ab und nicht vom Typ des Thermostat.

      Vernünftige Nachtabsenkung, Heizphaseneinstellung etc kann jede 20 Jahre alte Gastherme

    • Markus Willert says:

      Teilweise kostet eine Umrüstung 1000 und mehr Euro pro Wohnung / Haus. Dafür heizen sie ein ganzes Jahr das Eigenheim oder fangen die Preissteigerung der nächsten 5 Jahre auf. Lohnt sich nicht. Und in 5 Jahren sind die smarten Thermostate Elektroschrott, weil der Anbieter pleite ist.

  2. Bisher konnte mich nichts in Sachen Zuverlässigkeit überzeugen. Ich warte noch, dass da was wirklich gutes kommt.

    • Hast du denn bereits eigene Erfahrungen mit Systemen machen können oder berufst du dich da auf Amazon-Bewertungen? Ernst gemeinte Frage, kein Angriff. Bin nämlich mit denen von Bosch sehr zufrieden, in 3 Minuten installiert und initialisiert, seitdem kein (!) einziger Ausfall, regelmäßige Updates.

      • Hatte vor kurzem das System von AVM. Reaktion auf Änderung von 15 Minuten wegen dem DECT-System. Und die vorgegebenen Temperaturen wurden nie erreicht, trotz dem externen Sensor.
        Homatic, identische Erfahrungen und nach ca. 2 Wochen plotzlicher Tod der Basisstation.

  3. Wir haben hier in unserer Mietwohnung eine Fußbodenheizung – kann man da auch so einfach smarte Thermostate verwenden?

  4. Interessant wäre zu erfahren, welche Hersteller/Modelle am weitesten verbreitet sind. Ich persönlich setze für unsere Fußbodenheizung in allen Räumen seit Jahren auf die Wandthermostate von tado und bin sehr zufrieden.

  5. Carsten C. says:

    „setzen immer mehr Verbraucher daheim auf smarte Heizkörper-Thermostate und sparen so Heizkosten ein“ – ist es wirklich so simpel?

    • Tadeusz Poloriszcz says:

      Nein, dieses Mantra verbreitete auch Stiftung Warentest jahrelang und musste sich dann kleinlaut korrigieren. Kein Experte spricht mehr bei smarten Heizungsthermostaten von Energieeinsparung, da dass immer an den individuellen Einstellungen und Bedürfnissen der Bewohner liegt.

  6. Hier schreiben einige Leute, dass Sie zum lüften die Fenster öffnen, warum macht Ihr das? Heutzutage hat man doch eine Lüftungsanlage, welche das alles automatisch regelt, kontinuierlich die Luftqualität misst und entsprechend die Luftzufuhr und auch gleich die Klimaanlage regelt. In meinem Haus habe ich nur Fenster, welche nicht zu öffnen sind, ohne das entsprechende Fenster zu beschädigen.

    • Dürften wohl die wenigsten Wohnungen in Deutschland haben. Des Weiteren werden auch ein Teil ihrer Fenster zu öffnen sein, da sonst ein Verstoß gegen Brandschutz / Bauvorschriften vorliegt.

      • Da ich außerhalb der City wohne, quasi auf dem Land, brauchte ich in unserem County keine Baugenehmigung und das Haus wurde von einer Fachfirma gebaut und erfüllt alle hiesigen Bauvorschriften!

    • Carsten C. says:

      Es gibt Häuser in Deutschland, die älter als fünf Jahre sind. Sie werden bewohnt.

    • Die Frage kann nicht ernst gemeint sein … oder doch? Jedenfalls macht man das, weil das in aller Regel die einzige Möglichkeit ist. Nicht jeder wohnt im eigenen Haus, das zudem auch neu ist und aktuellen Standards entspricht.

  7. Bei mir werkeln bei klassischen Heizkörpern Homematic-Thermostate mit Fenstersensoren.

    Ich sehe da schon entweder Kosteneinsparung oder Komfortgewinn.

    Die Temperatur in den einzelnen Räumen wird dem üblichen Rythmus gemäß angepasst. Klar geht das auch per Hand, dann ist es aber eben weniger komfortabel und so kann niemand (gerade bei den Kindern) vergessen, Abends die Heizung runter zu drehen, was doch irgendwie Geld kosten würde. Wenn sich am Rythmus spontan was ändert, passe ich die Räume mit ein paar Klicks am Handy an oder eben am Thermostat. Durch externe Wandthermostate kann man auch Sondereffekte verhindern. Zum Beispiel steht auf einem Heizungsthermostat gerne die Sonne (Eckfenster) und selbst bei noch niedrigen Therperaturen im Raum hat das dann zugemacht.

    Wenn wir länger das Haus verlassen, geht das Haus mit einem Klick am Schalter an der Tür inkl Rolläden und Flurlicht in den Abwesenheitsmodus. Und falls es vergessen wurde auch vom Handy.

    Aber klar, es ist auch Spielerei, aber selbst meine Frau genießt es inzwischen sehr, wenn Sie nach der Arbeit noch was im Homeoffice machen muss, den Raum, während der Heimfahrt schonmal auf Temperatur zu bringen.

    • Also normale Heizungen senken die Temperatur sowieso nachts ab wenn man das einstellt, dann kann man das Thermostat offen lassen wie man möchte. Komfortgewinn ok, aber Einsparungen eher nicht. Es ist teurer einen Raum ständig aufzuheizen als ihn beheizt zu lassen.

      • Das Umweltbundesamt zum Beispiel empfiehlt durchaus noch eine Absenkung der Temperaturen über Nacht um 5 Grad und bei einigen Stunden ncihtbenutzung um 2 Grad (im Altbau). Einsparungen von 5 bis 10 Prozent werden genannt.

        Natürlich hat auch meine Heizung eine zentrale Nachtabsenkung.

        Ich persönlich finde aber, es schadet nicht, wenn das zum Beispiel in den Kinderzimmern früher passiert als im Wohnzimmer oder im Elternbad und wenn ich die Heizkörper, wo ich Abends keine Wärme mehr brauche, früher per Thermostat aus dem Heizkreislauf nehme, kann ich die Nachtabsenkung der Heizung früher stärker einstellen, ohne dass es im Bad genauso kalt wird wie im Schlafzimmer und damit in meiner Wahrnehmung sowohl den Komfort als auch die Kosten verbessern.

        Trotzdem geb ich Dir recht. Die Kostenschiene alleine rechtfertigt das vermutlich nicht.

        • Ich sehe das wie du. Bei mir gab es tatsächlich Kosteneinsparungen (weil ich vorher nicht optimal geheizt habe), aber auch ohne Einsparungen möchte ich persönlich nicht wieder zurück zum manuellen Drehen. Mir war es bisher gar nicht so bewusst, aber es scheint beinahe schon fanatische Anhänger der manuellen Bedienung eines Heizkörpers zu geben. Wir sind hier auf einem Technik-Blog, und trotzdem habe ich das Gefühl, man muss sich rechtfertigen wenn man im Zuge der Automatisierung seiner Hauses eben auch zentral und per App steuerbare Thermostate verwendet. Es erinnert mich tatsächlich an die Diskussion mit der Automatikschaltung bei Autos, wo es bis vor ca. 10 Jahren auch immer hieß, Automatik spare nichts an Sprit, dabei ging es immer schon um den Komfort und nicht um den Verbrauch. Trotzdem darf natürlich jeder das Auto fahren was er will. Aber bei den Thermostaten habe ich das Gefühl, für manche Kommentatoren hier ist das eine Glaubensfrage geworden und man freut sich hämisch, dass Stiftung Warentest falsch lag. Es zwingt ja keiner dazu, auf App-Steuerung umzurüsten. Ich habe wegen dem Komfort umgerüstet, deshalb zieht das Gegenargument mit den (ausbleibenden) Einsparungen m.E. nicht prinzipiell.

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