Gazelle Avignon C380 HMB Limited vorgestellt: E-Bike kostet 4.500 Euro
Koninklijke Gazelle aus den Niederlanden hat ein neues E-Bike vorgestellt. Der Hersteller verspricht sein „komfortabelstes E-Bikes“ bis dato. Das Avignon C380 HMB Limited hat einen Rahmen, in dem ein Großteil der Komponenten verborgen sind. Dort hat man möglichst viele Kabel verbaut und auch die Batterie findet im Unterrohr Platz. Der Akku (bis 625 Wh) versorgt den Mittelmotor aus der Bosch Performance Line, der sich mit 65 Nm Drehmoment für jedes Gelände eignen soll.
28,6 Kilo wiegt das Gazelle Avignon C380 HMB Limited mit seinem Alu-Rahmen, der Hersteller erwähnt separat in seiner Ankündigung die Reifen (Scalato Mondano, 55-622, recht pannenresistent), die Lederhandgriffe und den Gel-Sattel (Selle Royal Essenza Plus). Auf das Display, den Motor und den Akku gibt’s 2 Jahre Garantie, während der Rahmen 10 Jahre bekommt – die Gabel wird mit 5 Jahren veranschlagt. Nutzer im Eco-Modus können bis zu 155 Kilometer radeln, im Turbomodus werden bis zu 65 Kilometer angegeben. Vier Stufen sind wählbar, wie immer unterscheidet sich die Reichweite – da gibt’s mehrere Faktoren:
- Gewicht: Das Gesamtgewicht des Fahrrads, des Fahrers und der Ladung beeinflusst die Reichweite.
- Schaltverhalten: Aktives Schalten vergrößert die Reichweite. Genau wie beim Auto sollten Fahrer zum Anfahren den kleinsten Gang wählen. Fahrt nie nie mit dem schwersten Gang an, das geht auf Kosten der Reichweite.
- Sensortyp: E-Bikes sind mit einem Tretkraftsensor oder Rotationssensor ausgestattet. Ein Tretkraftsensor vergrößert eure eigene Kraft, während ein Rotationssensor nur dann Unterstützung bietet, wenn getreten wird. Mit anderen Worten: Bei einem Rotationssensor bekommt der Fahrer immer maximale Unterstützung, was die Reichweite verringert.
- Straßenbelag: Auch der Untergrund, auf dem ihr fahrt, hat großen Einfluss auf die Reichweite. So reduziert sich beim Fahren auf unbefestigten Wegen die Reichweite.
- Wind und Wetter: Rückenwind oder Gegenwind sorgt für eine größere oder kleinere Reichweite. Auch die Temperatur wirkt sich aus. So kann der Akku bei extrem niedrigen Temperaturen (unter 0 °C) weniger Energie speichern, sodass Fahrer weniger Kilometer hinter sich bringen.
- Hügelige Landschaft: Auf flacher Strecke kommen Fahrer weiter als in hügeligem Gelände. Wie stark sich dies auswirkt, hängt auch vom elektrischen System ab. So eignet sich ein Mittelmotor wegen seiner besseren thermischen Stabilität eher für hügeliges Gelände.
- Reifendruck
Gazelle gibt das Ganze ganz nett an, was viele Hersteller nicht tun. Da ist dann mal ersichtlich, wie sich das Ganze auswirken kann (nicht muss):
- Wenn man auf gut asphaltierten Wegen in hügeligem Gelände unterwegs ist und 95 kg wiegt, muss man mit bis zu 20 % weniger Reichweite rechnen als dem angegebenen Durchschnittswert.
- Bei starkem Gegenwind kann die Reichweite um bis zu 40 % abnehmen.
- Beim Fahren auf unbefestigten Wegen büßen Fahrer gegenüber asphaltierten Wegen ca. 30 % Reichweite ein.
Preis? 4.500 Euro werden für den City-Flitzer fällig.
- Das Zündapp EBike Z510 ist ein tolles Elektrofahrrad mit Rücktrittbremse und tiefem Einstieg. Das E...
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Super für Fahrten in Berlin. Einmal damit einkaufen, und weg ist es.
Das passiert dir in Berlin doch aber mit jedem Rad. Und wenn du mit dem Auto unterwegs bist, ist es danach von vorne bis hinten verkratzt. Was ist also dein alternativer Lösungsvorschlag? Zuhause bleiben?
Aus Berlin weg bleiben 😛
Anfang des Jahres ein Riese Müller Nevo für meine Frau gekauft. 700€ teurer mit Zanriehmen, nuVinci Nabe gefederter Sattelstütze, Luftgabel, Reifen die auch für Waldwege geeignet sind, 625Wh Akku und Bosch CX. Wüsste nicht warum ich für das Rad 4.500€ ausgeben sollte.
Ok, nuVinci und Zahnriemen hat das wohl auch.
Weil es 700€ günstiger ist 😛
Also wenn man auf unbefestigten Wegen in hügeligen Gelände mit starkem Gegenwind unterwegs ist, und 95 kg wiegt, gehört man eher nicht mehr in die Zielgruppe 🙂
Im Ernst: Ich hätte nicht gedacht, dass das so viel ausmacht.
Bin über Notebookcheck zu diesem Artikel gekommen. Sehr schönes Rad. Leider hat die ansehnliche Integration von Gepäckträger und Rahmen auch einen Nachteil. Wenn die Gepäcktaschen im Laufe der Zeit den Lack des Gepäckträgers abgescheuert haben, kann man diesen nicht einfach durch einen neuen ersetzen. Wäre schön wenn der Hersteller Schutzfolien in vernünftiger Dicke mitliefert und als Ersatz anbietet.
Desweiteren möchte ich noch ein großes Lob für die konsistent korrekte Schreibweise der physikalischen Einheiten aussprechen. Sogar zwischen Zahl und Prozentsymbol ist – wie es sein sollte – ein Leerzeichen. Danke, Carsten!