Für 1,5 Milliarden Euro: Telefónica Deutschland verkauft über 10.000 Mobilfunkmasten an Telxius

Zum spanischen Konzern Telefónica gehört unter anderem seit 2016 auch zur Hälfte das Telekommunikations-Unternehmen Telxius mit Sitz in Madrid. Wie die Telefónica Deutschland nun mitteilt, habe man dorthin jetzt die passive Infrastruktur von 10.100 ihrer Funkmasten für einen Kaufpreis von 1,5 Milliarden Euro verkauft. Hierbei handle es sich vorrangig um Masten, „die sich zum allergrößten Teil auf Gebäudedächern befinden“ . Dabei verbleibe das Eigentum an der aktiven Funktechnik bei der Telefónica, um diese weiterhin zum Betrieb des Mobilfunknetzes zu verwenden.

Man verspricht, dass sich Telxius in den kommenden vier Jahren um zusätzlich 2.400 neue Standorte kümmern und diese erschließen will. Man stärke durch diese Transaktion seine „finanzielle Stabilität“, sprich: Das Unternehmen will damit seine Bilanzen entlasten. Ganz abgeschlossen ist der Handel noch nicht, derzeit fehle noch die finale Zustimmung der zuständigen Behörden – vor allem die des Bundeskartellamtes, heißt es weiter.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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10 Kommentare

  1. Wolfgang D. says:

    „verkauft. Hierbei handle es sich vorrangig um Masten, „die sich zum allergrößten Teil auf Gebäudedächern befinden„. Dabei verbleibe das Eigentum an jenen Masten weiterhin bei der Telefónica“

    Verkauft, aber bleiben Eigentum? Wofür hat Telxius jetzt Geld bezahlt? Dass die künftig Masten bauen dürfen? Da steht irgendwas auf meiner Leitung.

  2. Das kann doch langfristig kein gutes Geschäft sein? Aber bis dahin sind die Verantwortlichen wahrscheinlich schon mit dicken Boni auf und davon.

    • Macht die Telekom schon lange so. Da gehören die Masten der Deutschen Funkturm GmbH, was wiederum eine Tochtergesellschaft der Telekom selbst ist. Wird auch in vielen/etlichen anderen Ländern so gemacht.

      • Siemens hat seit Jahrzehnten keine Gebäude, die gehören der Tochtergesellschaft die ihnen diese Untervermieten, so schiebt man schön fette Steuergelder ein die ja von Siemens absetzbar sind. Das machen alle die es sich leisten können, je Fetter sie sind desto mehr hinterziehen diese der Bevölkerung die Steuern, der arme von der Straße ist wie immer der Depp vom Dienst und darf hübsch alles schönglauben was man ihnen vorsetzt. So wie einen Job zu haben sonst würden sie auswandern und der ganze Bullshit. FAIR ist man auch im Sozialstaat noch laaaaaaaaange nicht, von Demokratie will ich lieber nix sagen sonst wird mir noch kotz übel

  3. „Sale und Lease Back“ ein beeindruckend kurzsichtige Strategie, mit der für eine kurzfristige Finanzspritze dauerhafte laufende Kosten produziert werden. Besonders beliebt bei Politikern zur Haushaltsschönung. Macht wohl eigentlich nur Sinn, wenn man kurzfristig Liquidität braucht und die auf dem Kreditmarkt nicht sinnvoll bekommen kann.

    Das Gebäude in dem ich arbeiten darf ist vom Staat für 7,5 Mio verkauft worden und dann für 1,1, Mio € pro Jahr mit einer Laufzeit von 25 Jahren gemietet worden. Der Vermieter ist nur für die äußere Gebäudehülle verantwortlich. Schäden zum Beispiel an Heizung, Wasser- oder Stromversorgung zahlt der Mieter. Bei 10 % Zinsen kann man sich das vielleicht noch „schönsaufen“, aber die haben wir schon lange nicht mehr.

    Bleibt zu wünschen, dass die Rechnung bei Telefonica besser aussieht.

  4. 1. Der Käufer muss mit den Masten den Kaufpreis generieren. Er wird darum eine höhere Miete verlangen. Für den Verkäufer wirkt das wie ein Kredit, die höheren Kosten durch die Miete ist der Zinssatz.
    2. Der Gewinn wird so gesplittet, zum Teil nach Spanien transferiert. Freut die Anleger und den spanischen Staat.
    3. Die 1,5 Milliarden sind natürlich viel Geld. Da werden sich viele freuen und um Aufträge reißen. Man wird großzügig bei der Auftragsvergabe sein und natürlich mit den Bonis. Ist wie mit den Ablösen für die Fußballspieler, Am Ende verdienen alle Mehr. Vom Spieleberater bis zum Platzwart. (der kriegt ein Donut und ein Bier, aber freut sich mehr als der Manager über 10000 Euro.)

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