Flow: Samsungs Android-Alternative zu Apples Continuity geht an den Start

Bereits im vergangenen November präsentierte Samsung Flow, eine Plattform, die übergreifend ein nahtloses Arbeiten an Samsung-Geräten möglich machen sollte. Heißt, Ihr lest gerade einen Artikel auf dem Tablet und könnt diesen an Euer Smartphone senden, wo Ihr den Artikel an der gleichen Stelle fortsetzen könnt.

samflow

Klingelt bei Euch was? Richtig, klingt stark nach Apples Continuity-Feature, nur dass Samsung den Ansatz etwas anders, wenn nicht sogar etwas besser gestaltet. Während Apple die „Übergabe“ des offenen Browser-Tabs, E-Mail, etc. in iOS eingebacken hat, setzt Samsung auf eine separate Flow-App, die als Hub für die jeweiligen Tasks dient.

Das bedeutet, dass Ihr die offenen Tasks per Tap auf ein entsprechendes Symbol in die Cloud schickt. Nehmt Ihr dann ein Tablet in die Hand erhaltet Ihr in der Flow-App eine Übersicht der Tasks und könnt ihn jeweils entweder öffnen oder an ein spezielles Gerät wie Samsungs Gear S-Smartwatch (unser Testbericht) senden und öffnen.

Klingt im ersten Moment umständlich, jedoch erscheint Samsungs Flow in der Theorie sogar etwas umfangreicher und mächtiger zu sein als Continuity, da man beispielsweise (Video-) Anrufe auf dem Tablet entgegennehmen und sie von dort aus an ein anderes Gerät weiterschicken kann, von wo man nahtlos weiter telefonieren kann – sogar am Fernseher, sofern dieser eine kompatible Hard- und Software besitzt.

Zudem gibt es eine Snooze-Funktion, die ein wenig an Pocket oder diverse E-Mail Dienste wie Mailbox oder Google Inbox erinnert. Seht Ihr beispielsweise einen interessanten Artikelhinweis bei Twitter, könnt Ihr den Link für später in Flow speichern und am heimischen PC oder Tablet lesen.

Momentan ist die Flow-App noch im Beta-Stadium im Google Play Store für eine Handvoll Samsung-Geräte erhältlich, doch Samsung arbeitet daran, die App und die Funktionen auch für weitere Android-Geräte zur Verfügung stellen zu können. Die momentan kompatiblen Geräte sind:

  • Galaxy S5, S6 and S6 Edge
  • Galaxy Alpha
  • Note 4 and Note Edge
  • Galaxy Tab S
(Quelle: Engadget)

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Nerdlicht in einer dieser hippen Startup-Städte vor Anker. Macht was mit Medien... Auch bei den üblichen Kandidaten des sozialen Interwebs auffindbar: Google+, Twitter, Xing, LinkedIn und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

12 Kommentare

  1. Peter Sidler says:

    Schön gemacht. Leider muss ich sofort entscheiden, auf welches Gerät ich einen Artikel senden will, obwohl ich vielleicht noch nicht weiss, auf welchem Gerät ich später den Artikel später fertig lesen möchte.

  2. DanielJackson85 says:

    @peter sidler
    Naja bei der Handvoll geräten ist die Auswahl die man selber dann noch hat wohl eher gering. Und sollte man wirklich zwei S6 oder co als sein eigen nennen so sollte das datenvolumen wahrscheinlich eh reichen um den Artikel zweimal zu lesen! 🙂

    Schade nur für MS, da wird wohl Flow by Outlook umbenannt werden müssen!

  3. bitte samsung, lässt die finger davon, ihr könnt es nicht. diese funktion wird ebenso erfolgreich wie s-voice oder samsung wallet… nämlich gar nicht. diese funktionen müssen direkt von google kommen und in android integriert werden… und nicht von samsung.

  4. Das einzig interessante daran ist, wie absolut lernresistent Samsung offenbar ist. Die wievielte Kopie eines Dienstes (ob im Original von Google oder Apple) ist das wohl? Und es hat bisher noch NIE funktioniert und wird auch jetzt nicht finden. Aus zwei Gründen:

    – Samsung ist einfach nicht in der Lage, irgendwas sinnvolles zu programmieren. Es klappt nicht und wird niemals klappen.
    – Samsung hat kein entsprechendes Ökosystem, die solche Alleingänge in irgendeiner Form rechtfertigen lassen. Die Kunden, die tatsächlich darauf achten, dass Computer, Handy, Tablet, Fernseher etc. nur von Samsung sind, gibt es nicht.

    Es ist eine Totgeburt. Mit Ansage.

  5. I'm not a Superhero™ says:

    @HO teilweise sind solche Funktionen auch schon eingebaut, also von Google selbst. Bei Samsung features bleibt ein großer Haken.. man müsste wahrscheinlich ein ganzes Samsung setup haben damit das richtig funktioniert.
    Ich wäre da mit meinem setup bestehend aus Galaxy S6, moto g² &‘ MacBook Pro schonmal völlig außen vor.

  6. Ich habe zum Beispiel einen Samsung Laptop und ein s6, wobei das echt Zufall ist, denn der Rechner hat schon zwei Jahre hinter sich. Trotzdem würde ich mich über eine Lösung freuen die auch den PC mit einbezieht.

    Kann mir schon vorstellen, daß es eine gute Software werden könnte, da Samsung ja nicht nur Schrott programmiert. (z.B.: Multiwindow bei Android ist eine echt feine Sache, die auch glaube kein anderer Hersteller bis jetzt besser lösen konnte)

  7. Ich wüsste nicht, wo ich Samsung Flow gebrauchen könnte…
    Der einzige (sinnvolle) Anwendungszweck wäre die Synchronisierung der Browsertabs, kann Chrome jedoch schon lange, auch mit dem PC.
    An einem anderen Gerät weitertelefonieren? Wer braucht das?
    Emails am Tablet/anderen Handy weiterlesen?
    Der einzige Grund wäre die Displaygröße, doch Samsung Floß unterstützt doch erstmal eh nur die großen Samsung-Flagships.
    –>Die nächste Speicherplatz Verschwendung auf Samsungs Schrott-Software und Hardware

  8. Florian Nibbes says:

    Was denkt ihr denn alle wer ihr seit? Ich finde die Idee gut und ich finde es auch gut das sich Samsung sich an siwas ran traut. Es heißt doch so schön probieren geht über studieren. Das passt hier sehr gut das Samsung endlich was wagt und guckt wie das so ankommt. Und noch was da ihr hier ja anscheinend alle Hauptberufliche Programmierer seit habt ihr ja bestimmt alle Recht

  9. @Florian Nibbes
    Ich denke jeder hier kann sich seine Meinung bilden wie er will, da musst du dich nicht groß aufregen und es hat nicht viel damit zu tun das wir alle „Programmierer“ sind aber leider ist man es gewohnt das vieles was Samsung „kopiert“ hat nie wirklich Fuß gefasst hat und danach auf der Strecke blieb. Klar sollte man sich an alles einmal rantrauen aber man sollte dies gut planen. Beim Wallet und S-Voice war dies ein Reinfall und grad wie einige schon sagten sich nicht jeder unbedingt drauf auslegt alles von Samsung zuhaben ist dieses Feature wohl zum verstauben verurteilt.

  10. Mir reicht Pushbullet, nicht so viele Features aber gut genug.

  11. Es gibt genug Leute die sich wegen sowas ein Samsung Setup zulegen und dann enttäuscht werden wenns eingestellt wird. Aber da es ja nich Apple ist gibts mit Android OS den Google Plan B… Oder Microsoft die ja auch für Google Apps machen

  12. Wieso pusht der auf ein Tab Pro und kann trotzdem mit einem Stift arbeiten?!! WHAAT?! MAGIC?!