Flipp: Kickstarter-Projekt möchte Steuerung von Sonos- und Spotify Connect-Speakern vereinfachen

Die Multiroom-Lautsprecher von Sonos sind beliebte Hardware, um seine Räumlichkeiten mit Sound auszustatten. Die Bedienung ist bereits sehr bequem, erfordert aber die Nutzung einer App, meist auf dem Smartphone installiert. Mal eben leiser machen, oder den Titel wechseln ist mal nicht eben auf Knopfdruck möglich. Wer dies vermisst, für den könnte das Kickstarter-Projekt „Flipp“ vielleicht etwas sein. Eine kleine Fernbedienung für Sonos-Boxen, die ohne Smartphone-App arbeitet und zweiseitig bedient werden kann.

Der Funktionsumfang von Flipp ist begrenzt – und das ist gewollt. Denn so kann die kleine Scheibe ohne komplizierten Button-Aufbau die wichtigsten Funktionen steuern. Auf beiden Seiten von Flipp kann man per Druck jederzeit die Wiedergabe pausieren. Dann hören die Gemeinsamkeiten der beiden Seiten aber auch schon auf, die sich auch optisch unterscheiden.

Die eine Seite dient lediglich zur Regelung der Lautstärke. Fährt man im Uhrzeigersinn über Flipp, wird es lauter, in die andere Richtung leiser. Damit man auch weiß, dass man auf der richtigen Seite ist, sind diese eben unterschiedlich gestaltet, die „Lautstärke-Seite“ weist eine Musterung auf.

Auf der zweiten Seite kann man dann Songs wechseln (drehende Bewegung) oder durch Playlisten scrollen (Druck und Drehbewegung), man kann also im Prinzip seine komplette Musiksammlung durchforsten. Das geht nicht nur mit Songs-Boxen, sondern mit allen, die auch Spotify Connect unterstützen. Dazu gehören Produkte von Bose, Sony, Amazon und anderen.

Flipp verbindet sich allerdings nicht direkt mit den Boxen, sondern erfordert einen im Lieferumfang enthaltenen Hub. Man kann auch mehrere Flipp Remote mit einem Hub verbinden oder die Reichweite durch mehrere Hubs erhöhen. Bei einer Reichweite von 40 bis 90 Meter sollte ein Hub allerdings in vielen Fällen ausreichen.

Noch gibt es Flipp zum Early Bird Preis für 70 Euro, im November soll das Ganze geliefert werden. Im Doppelpack werden für die ersten 500 Unterstützer 132 Euro fällig, der normale Kickstarter-Preis für ein Einzelmodell beträgt 88 Euro.

Das Projekt ist mit der Hälfte der Finanzierung durch und hat noch 27 Tage Restlaufzeit (evtl. weniger, je nachdem, wann der Artikel online geht), die Chancen stehen also gut, dass Flipp verwirklicht wird. Solltet Ihr an einer solchen simplen Fernbedienung interessiert sein, findet Ihr das Projekt auf dieser Seite.

Während ich für eine solche Fernbedienung bestimmt empfänglich wäre, wäre mir der Preis wohl doch etwas zu happig, weil so viel kann die Fernbedienung dann eben auch nicht. Hättet Ihr dafür Verwendung und seid auch bereit, an die 100 Euro dafür auszugeben?

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

9 Kommentare

  1. Zwar hat genau das gefehlt, meines Erachtens… aber zu dem Preis?¿ Ich weiß nicht. Trotzdem, der Leidensdruck der App-Bedienung könnte hoch genug sein, es trotzdem zu tun.

  2. Biff Tannen says:

    So etwas fehlt mir total bei meinen Chromecast Audios. Aber der angepeilte Endpreis ist jenseits von gut und böse…

  3. Aus meiner Erfahrung mit den Sonos heraus im Alltag kann ich für mich sagen: Brauche ich nicht. Denn eines haben diese Fernbedienung und mein Smartphone gemeinsam. Die liegen garantiert immer dann nicht in Reichweite, wenn man sie braucht.
    Ich nehme an der Beta von Sonos Teil und warte darauf, dass die Boxen endlich mit dem Skill verbunden werden können. Dann wird sich zeigen, ob die Sprachsteuerung was taugt. Und mit 60€/Dot bin ich da zumindest günstiger. Und auf Zuruf reagiert Alexa bei uns in den großen Räumen zumindest gut. Dann kann ich hoffentlich die Sonos bald im Vorbeigehen per Sprache steuern.

  4. Ich warte viel mehr und dringender auf ein externes Interface/ Display, über das ich Zugriff auf die Sonos App habe (dann eben mit Android o.ä. als Betriebssystem). So einen Kontroller braucht doch wirklich niemand.

  5. Chris Burgh says:

    Ich kann doch auf meinem Smartphone Sonos laut/leise per Lautstärke-Tasten ändern, ohne es aufzuwecken. Wo liegt denn da der Vorteil bei diesem Produkt? Songs ändern kann ich aus dem Lockscreen. Man kann’s auch zu Tode optimieren.

  6. Sascha, was hältst du denn von Darlite? Das finde ich schon wesentlich spannender als diese in meinen Augen sehr überteuerte Fernbedienung

  7. Ein Display fehlt dem sonos System. Und nicht so ein bescheidenes flipp. Flipp = flop

  8. agentum13 says:

    @Clekis: Darlite? Das sieht ja mal genial aus! Ich habs sofort gebacked.

  9. @agentum13 finde ich auch und habe es daher als einer der ersten 100 gebacked. Allerdings habe ich ein wenig Sorge, dass Sonos da gegen vorgehen kann und wird… Aber ein bisschen Risiko hat man ja immer.

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