FitftyThree entfernt In-App-Käufe – Die Paper-App ist ab sofort komplett umsonst

Die Zeichen-App ‚Paper‘ von dem aus vielen Ex-Microsoftlern gegründeten Unternehmen FiftyThree gehört für mich zu den genialsten und schönsten Zeichen-Anwendungen, die der App-Markt hervorgebracht hat. Bis heute war die App mit ein paar wenigen Grundfunktionen und -werkzeugen ohnehin schon umsonst zu haben. Wer allerdings Blut geleckt hat, der musste sich über In-App-Käufe weitere Werkzeuge und die Farbtabelle dazu kaufen. Wenn ich mich richtig erinnere, hat mich der gesamte Werkzeugkasten damals um die acht Euro gekostet.

Pencil_Gold

Damit ist jetzt Schluss. Ab heute gibt es die Paper-App mit allen Werkzeugen und Farben für umsonst. Diesen eher ungewöhnlichen Schritt begründet FiftyThree mit dem Erfolg seines Pencil-Zeichenstiftes, der zusätzlich zu den bekannten Modellen Walnut (ca. € 60,-) und Graphite (ca. € 50,-) auch gerade in einer Gold-Variante für € 60,- auf den Markt kommt. Seit seinem Debüt im November 2013 hat sich der Pencil über Erwartung gut verkauft und die Beliebtheit lässt nicht nach.

FiftyThree bedient sich hierbei einfacher Methoden. Grundsätzlich lässt sich die Paper-App mit jedem Stylus und auch dem Finger bedienen. Wer aber in den Genuss erweiterter Funktionen kommen möchte, wie zu Beispiel Palm Rejection (die App reagiert dann nur auf den Stift und ignoriert es, wenn Ihr z.B. mit dem Handballen auf das Pad kommt), Drucksentivität von Strichen (der Strich wird dicker, je fester man aufdrückt), oder Radieren, der braucht einen intelligenten Stift dafür, der sich über Bluetooth mit der App koppelt. Wie zum Beispiel den Pencil. Fifty Three hält die Kompatibilitätsliste solcher schlauen Werkzeuge für Paper sehr kurz. Auf der anderen Seite haben die Macher von Paper es geschafft, den Pencil mit einem Großteil der führenden Zeichen- und Sketch-Apps kompatibel zu machen.

FiftyThree gibt an, dass die Paper-App bis dato über 13 Millionen mal heruntergeladen worden sei und sich auf 5-10% aller iPads befinden würde. Bei einem derartigen Verbreitungsgrad auf ein etabliertes und akzeptiertes In-App-Modell zu verzichten, spricht für großes Vertrauen des Unternehmens in das Potenzial des Pencil. Natürlich lässt sich auch herrlich spekulieren, inwiefern neue – eventuell wieder kostenpflichtige – Dienste hinzu kommen werden. Vielleicht erwartet man aber auch nur einen gewaltigen Nachfrageschub für den eigenen Stylus, der die In-App-Käufe amortisieren wird.

Wie auch immer. Paper ist für mich eine absolute Pflicht-App für das iPad. Wunderschön gemacht und so intuitiv gestaltet, dass auch wenig zeichenbegabte ‚Künstler‘ (ich ??) erstaunliche Ergebnisse mit dieser App hervorbringen können. Wer auf schlaue Werkzeuge wie den Pencil und die damit verbundenen Funktionen verzichten kann, der bekommt auch schon für unter € 20,- eine große Auswahl an Zeichengeräten, mit denen sich allerhand bewerkstelligen lässt.

Paper von FiftyThree
Paper von FiftyThree
Entwickler: FiftyThree, Inc.
Preis: Kostenlos+
  • Paper von FiftyThree Screenshot
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Der Gastautor ist ein toller Autor. Denn er ist das Alter Ego derjenigen, die hier ab und zu für frischen Wind sorgen. Unregelmäßig, oftmals nur 1x. Der Gastautor eben.

9 Kommentare

  1. Logischer Schritt, so kurz bevor die neue Version kommt.

  2. Hab mich gestern schon bewundert, dass alle Funktionen verfügbar sind!
    Echt cooler Schritt von 53 🙂

  3. AnDieLatte says:

    Ja ich bewundere mich auch des Öfteren ;p

  4. Top, danke für die Info. Hab zwar das Update installiert, aber nicht weiter beachtet, was es beinhaltet.
    Die App war schon immer unter meiner top10.

  5. Ex MS Arbeiter die Apple Produkte entwerfen spricht leider eine deutliche Sprache 🙁
    Dabei hat das Surface doch super Stift beigelegt und die Note Reihe von Samsung ist wesentlich Funktionsreicher als Apple Geräte…

  6. Gibt es eon solchen Stift eigentlich auch für iPad und Android (für Android auch eine passende App?)

  7. Ärgerlich, wenn man den Artikel in der offiziellen Android App liest, merkt man erst nach lesen eines halben Artikels dass es hier nur um iOS geht.

  8. @Sean
    Man braucht keine Stifte und tausend Funktionen sondern einfach nur einen fähigen Künstler und eine gute App.