Fitbit soll Pebble für rund 40 Millionen Dollar übernehmen, das Aus für die Pebble Smartwatch

artikel_pebble2hrJeder unserer Leser wird schon einmal von Pebble gehört haben, 2012 schickte sich die Smartwatch mit einer Woche Akkulaufzeit an, Rekorde auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter zu brechen. Es folgten weitere Modelle, aber der Erfolg wollte nicht so richtig anhalten. Dieses Jahr wurden bei Pebble zahlreiche Mitarbeiter entlassen, zudem der Fokus auf Fitness und Gesundheit gelegt. Wie es nun aussieht, hat auch dies nicht zum Erfolg geführt, denn The Information berichtet, dass Fitbit – Marktführer bei Fitness-Wearables – Pebble kaufen möchte. Bis zu 40 Millionen Dollar soll Fitbit dafür bezahlen.

Für Pebble dürfte dies das Ende bedeuten, denn Fitbit hat kein Interesse an den Geräten selbst, nur an der Plattform und den Eigententwicklungen von Pebble. Durch die Fokussierung auf Fitness könnte dies auch gut in das Portfolio von Fitbit passen. Die Pebble-Smarttwaches sollen hingegen einfach vom Markt verschwinden. Dass der Preis für Pebble so niedrig ist, ist hart für Pebble, denn es gab auch schon ganz andere Angebote, zum Beispiel von Citizen, die Pebble 2015 für 740 Millionen Dollar kaufen wollten.

Für Pebble selbst dürfte die Übernahme das Ende einer spannenden Reise werden. Vom Crowdfunding-Erfolg über eine aktive Community mit treuen Fans und durchaus auch die großen Hersteller herausfordernd, scheiterte Pebble dann letztendlich einfach am Geld. Oder an fehlenden Reizen für den Massenmarkt. Oder an beidem ein wenig. Offiziell ist der Kauf noch nicht, wird er aber wohl bald sein.

(via Engadget)

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Sascha Ostermaier

*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

33 Kommentare

  1. Hmm, darf/kann man unter diesen Umständen von seinem Kickstarter Banking zurücktreten? Unwahrscheinlich, oder?

  2. Und so verschwindet die einzige gute Smartwatch vom Markt 🙁

  3. Schade, ich habe die Time 2 und Core auf Kickstarter unterstützt. Mal sehen, ob es das Geld zurückgibt, oder zumindest die Time 2 schon produziert?

  4. 🙁 Ich hoffe ich bekomme meine Pebble Time 2 noch. Andere Smartwatches sind für mich im vergleich uninteressant.

  5. Da ist nun die einzig brauchbare Smartwatch am Markt aufgekauft, na super 🙁
    Evtl überrascht uns Fitbit – glaub aber fast das einfach nichts passieren wird.

  6. Man hat im Jahre 2015 ein Angebot in Höhe von 740 Mio abgelehnt? *oje*

    Ein schönes Beispiel für ein Rauf und Runter. Inzwischen sind alle normalen Uhrenhersteller in den (smarten) Startlöchern bzw. daraus gestartet. Da ist Pebbles (fast) nichts mehr wert.

    Übrig bleiben am Ende mit Glück vielleicht noch Fitbit und die alten Hasen (Uhrenhersteller).

  7. @Constantin:

    Auszug aus der Kickstarter Kampagne:
    „At anytime up until your watch has shipped, you may request a full refund by emailing support@pebble.com.“

  8. Crowdfunding

  9. Das Display war Super, hab 3 Verschiedene Uhren. Die Physischen Knöpfe waren super, aber das beste waren die apps. Da konnte man frei wählen, was einem zusagte, und den Programmierern Vorschläge machen und das wurde umgesetzt. Ich kann mir eine Welt Ohne, gar nicht vorstellen. Und dann sind ja gerade erst die neuen Modelle rausgekommen ? Alle Anderen Uhren haben schlechte Displays, Akkulaufzeiten, Handling. Ich kanns noch gar nicht glauben :S

  10. Wer ein Angebot von 740 Mio ablehnt, ist selber Schuld. Spätestens mit Eintritt von Apple in den Smartwatch-Markt war klar, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Pebble weg vom Fenster ist. Ohne großen strategischen Partner gegen Apple und Samsung anzutreten ist reiner wirtschaftlicher Selbstmord. Hätte Pebble das Angebot von Citizen angenommen, hätte man unter dem Dach einer der weltgrößten Uhrenhersteller sicherlich das Potential gehabt, weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben und die Synergieeffekte zu nutzen. Aber sicherlich waren da im Hintergrund die Gier der Geldgeber und das Ego von Eric im Weg, um noch mehr zu bekommen. Nun wird das halt bestraft.

  11. Das Unangenehme ist, damit kann man seine Pebble auch demnächst wegwerfen. Zumindest unter iOS wird es schwierig, wenn die App nicht weiterentwickelt wird. Wahrscheinlich verschwindet die auch aus dem AppStore.

  12. Traurig, ich liebe meine Pebble Steel und hatte vor, mir mit einer Time 2 im naechsten Jahr meinen Abschluss zu versuessen.

    Meiner Meinung nach ist Pebble eine perfekte SmartWATCH, immer an, immer da und 1 Woche Akkulaufzeit. Und selbst dann ist die in 20 minuten wieder voll.

    Schade, wenn das in der Versenkung verschwindet.

  13. Schade, Pebble war die einzige ernstzunehmende Smartwatch, welche über mehrere Tage funktionierte!

  14. Mist. Ich habe die Kollegen auch bei Kickstarter unterstützt. Habe mir dort den Pebble Core „gekauft“ … Nun muss ich sowas lesen. Ich hab mich verdammt auf den Core gefreut…

    Und wieder muss ich mir was überlegen um Spotify Playlists auf ein kleines „Sport“ gerät zu bekommen.

    Weiß jemand was in so einem Fall mit den Kickstarter Beiträgen passiert?

  15. Wolfgang Denda says:

    Ich mag es noch nicht glauben, die einzige vernünftige Smartuhr soll in FitBit aufgehen? Trotz der Kickstarter-Millionen?

  16. Das heißt jetzt keine Pebble 2+HR mehr kaufen oder?

  17. Das ist jetzt extrem bitter und warum? Muss Pebble verkaufen?

  18. @Sören: NOch ist Pebble nicht verkauft, wenn ich die entsprechenden Artikel richtig lese. Und so eine Übernahme dauert auch ein Weilchen.
    Und schliesslich: Nur weil eine Firma übernommen wird, lösen sich hre Verpflichtungen ja nicht in Nichts auf. Also THEORETISCH sollten wir unsere Kickstarter-Belohnungen bekommen.

  19. @esque: Klar, aber beim Start von solchen Produkten lebt das ganze ja von Updates… Gerade bei einem Produkt wie dem Core. Ich vermute mal ganz stark, dass die Updates ausbleiben… Aber erstmal abwarten…

  20. Wolfgang Denda says:

    @esque
    Und was willst du damit? Außer wenn du damit leben kannst, dass existierende und künftige Probleme mit den mobilen OS nicht mehr gefixt werden.

    Wenn es also wirklich stimmt mit der Übernahme, sollte Pebble den Backern ihr Geld zurück geben. Ich hab die Time 2 ja schon vor Wochen storniert, weil mir die Pebble 2 besser gefiel. Aber diese Bestellung habe ich wegen der Softwaregängeleien durch Pebble auch schon gecancelt. Aber anscheinend arbeitet da keiner mehr.

    Wenn dieses (noch) Gerücht allerdings eine Falschinformation sein sollte, kann das Pebble das Genick brechen.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.