Firefox: Update-Mechanismus wie Google Chrome

Bei Mozilla skizziert man gerade ein Szenario, in dem Firefox einen Update-Mechanismus  wie Google Chrome bekommen könnte. Dies heißt, dass man verschiedene Channels abonnieren kann, bei Firefox wären dies mozilla-central (Nightly-Builds), firefox-experimental, firefox-beta und Firefox (offizielle Releases). Neuerungen werden erst in den Nightly-Builds eingepflegt, die dann  immer einen Step nach oben wandern. Updates laufen automatisch im Hintergrund ab, können aber von den Benutzern deaktiviert werden. Das Kuriose: sollte es wirklich dazu kommen, dann wird auch Firefox rasant die Versionsnummern bumpen, denn eine Version könnte so nur noch 16 Wochen „Bauzeit“ in Anspruch nehmen.

Zitat Golem.de: Neue Funktionen werden unabhängig von den vier Channels entwickelt und landen, sobald sie fertig sind, im Zweig mozilla-central, aus dem täglich automatisiert sogenannte Nightly-Builds erzeugt werden. Dieser Kanal hat dadurch die geringste Stabilität. In regelmäßigen Intervallen wandern die Neuerungen dann in den Zweig firefox-experimental, wobei einzelne Funktionen aber blockiert werden können, wenn sie noch nicht reif genug sind. Im Betakanal landen nur neue Funktionen, die in die kommende Firefox-Version einfließen sollen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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29 Kommentare

  1. fänd ich ne gute sache!!

  2. Ich hör die „Nachmache“ Rufe schon durch die Republik hallen. Aber warum nicht? Den Otto Normal Surfer wird’s eh nicht interessiern.

  3. Ist doch eine gute Sache eigentlich. Über das Versionshopping freue mich allerdings weniger – dies habe ich auch schon auf der Cebit am Mozillastand gefragt – es schaut leider alles danach aus…

  4. Na gut, es hat nur einen Vorteil für den, der Ausprobieren möchte. Dass die Versionszahlen so wie beim Chrome steigen sollen, finde ich schlecht. Viel besser wäre 4.1 -> 4.2 -> 4.3 und wenn was richtig neues kommt der große Sprung.

  5. ich denke nicht dass mozilla in diesem fall google beispiel folgen kann. bei chrome sind selbst die dev builds sehr stabil. (ich bin seit jeher auf dev und kann mich nicht an viele oder außergewöhnliche abstürze erinnern).

    Firefox 4 hingegen ist selbst im RC nicht wirklich rund und hakelt auf verschiedenen PCs mit verschiedenen Hardwarekomponenten und verschiednen OS.

    Chrome 11 würde ich jetzt als „reale“ Version 1.1 sehen (wobei der Standard schon sehr hoch ist).
    Aber FF fehlen schon sehr viele Features die selbst ein IE mittlerweile implementiert hat. (spätestens dann wirds peinlich)

    FF4 ist leider nicht konsistent aufgebaut (Download und Bookmarksfenster sind keine Tabs usw.) und hat für ein halbes Jahr verspätung leider noch zu viele Fehler. Hoffentlich wird da mit FF 4.1 noch nachgebessert.

  6. Andreas Holzapfel says:

    Ich muss mich Stardust da anschließen. FF 4 wirkt immer noch „unfertig“.

    Es ist so als würde man einen alten Wagen fahren, in den immer wieder neue Teile eingebaut wurden. Die Kiste fährt, die Leistungsdaten sind auch okay bis super – aber es fühlt sich nicht nach stimmigem Gesamtpaket an. Wisst ihr, was ich meine?

    Oder ist die im System installierte Version „runder“ als die portable?

  7. Ich selbst nutze kein Chrome, aber so wie die Beschreibung klingt, ist es nachvollziehbar und logisch. Ich würde diese Änderung begrüßen, denn teilweise wirkt es derzeit so, als ob das Projekt nur schleppend vorankommt.
    Auch Gimp erwägt ja einen Wechsel, der den Entwicklungszyklus verkürzen soll.

  8. Bei Linux-Derivaten mit zentraler Programm- und Update-Verwaltung (also alle Debian/Ubuntu-Derivate) ist das sowieso schon immer so. Da kann man z.B. in der Update-Bibliothek eine Quelle für Beta-Releases eintragen und schwupps, kriegt man auch alle Betas. Genaugenommen hat also nicht Firefox bei Chrome geklaut, sondern alle bei Ubuntu – und die haben das Rad der zentralen Updateverwaltung bestimmt auch nicht erfunden/entwickelt 😉

  9. Gute Idee, ich hantiere ja auch oft mit den Nightly-Builds rum, da könnte diese Idee evtl. die Updaterei etwas eindampfen – wechseln zw. den verschiedenen Channels sollte dann natürlich problemlos möglich sein!

  10. Ich dachte schon ich wäre der einzige, bei dem der FF4 noch etwas hackelt. Vor allem bei vielen Tabs offen wird es leider nicht mehr flüssig – hatte ich bei FF 3.x nie – wirklich niemals.

  11. Jetzt nur noch Erweiterungen ohne Restart installieren können… dann wärs perfekt…

  12. @Andreas Holzapfel & stardust

    Euren Eindruck hab ich bisher garnicht. Ich hab vor ca. nem Monat zu FF4 gewechselt und war schon mit den Testversionen sehr zufrieden.
    Vom Seitenaufbau tun sich bei mir FF, Chrome und Opera nichts, auch wenn ich gern glaube, dass Chrome bei Nachkommazahlen schneller ist, hat das auf mein Subejektives Empfinden keine Auswirkung.
    Mag sein, dass bei langsamerem Internet und schwächerer Hardware der Unterschied eher zu sehen ist.
    Am Ende gewinnt darum für mich immer FF, weil ich einige Addons brauche um beim browsen glücklich zu sein.

  13. Nachmacher? Unterschiedliche Quellen mit Paketen von unterschiedlicher stabilität sind doch nichts neues. Jeder der z.B. Debian nutzt, wird es kennen – man muss die für sich passenden Quellen wählen, zwischen stabilität und aktualität.

  14. Ich würde die Versionsnummern umstellen auf Datumsbenennung
    z.B.
    2011.03 oder
    03/2011 würde mir besser gefallen als
    FF 27.1

    Just my 2 Cent´s

  15. Andreas Holzapfel says:

    @ breed

    Oh, ich bleib definitiv bei Firefox – die Addons sind für mich auch der größte Pluspunkt. Aber selbst bei 6 GB RAM und FF auf einer RamDisk hakts.

    Sei’s drum, back to topic ^^ Die neue Trennung in vier Channels find ich gut. So bekommt jeder genau das, was er will. Da ist Chrome echt mal ein gutes Vorbild.

  16. Ich finds auch super. Und was das Versionshopping angeht: Mein Gott, sind doch nur Zahlen! 🙂

  17. Ich schließ mich Erli an.
    Das Problem mit Versionsnummern gibt es bei vielen Programmen, die kontinuierlich und fließend entwickelt werden (bestes Beispiel: der Linux-Kernel).
    Von daher wäre eine Benennung nach Datum eigentlich optimal. Nach dem Schema JAHR.MONAT.PATCH (der Patch dann zum Nachtragen von Sicherheitspatches ohne neue Features).
    Denn eigentlich interessieren Versionsnummern eh kein Schwein. Wie viele schauen zum Beispiel bei ihren Android-Apps auf die Versionsnummer?

  18. Gute Sache das!
    Ich bin vor kurzem von Caschys beta auf den installierten RC gewechselt und damit sehr zufrieden. Die Channel find ich echt gut! Ich würde dann ohne zu zögern auf beta wechseln, na ja, vielleicht auf experimentell 😉

    Und zum Thema Versionierung:
    Mir ist es eigentlich ziemlich egal, welche Versionsnummer mein Browser hat. Und mal ganz im Ernst, die Leute, die wissen welche Browserversion sie haben, kennen sich so gut mit der Materie aus, dass sie sowohl von kleinen als auch von großen Entwicklungssprüngen wissen. Und der Rest? Der weiß, dass er Firefox, Chrome, IE, etc. benutzt und da hört es dann auch auf. Zumindest in meinem Bekanntenkreis.

    Schönen Gruß!

  19. Sorry für noch mehr OT: Woher kommt denn mein Avatarbild? Ich weiss, dass ich das irgendwo mal eingestellt habe (ein Charakter aus der grossartigen Serie „The Wire“ übrigens), aber nicht mehr wo.

    Mal was zum Thema: Ich finde die Idee klasse, auch wenn Mozilla die meinetwegen nicht erfunden hat. Ich teste oft die FF Betas und ab und zu mal ein Problem nehm ich gern in kauf für weitere Features. Vielleicht lasse ich auch auf ner Portable experimental laufen und auf der instlaiert die normalen Builds. Dann hat man eigentlich alles.

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