Firefox OS Ignite: Fokus auf User Experience, Unterstützung für Android Apps und mehr

Mit Firefox OS wollte Mozilla seinerzeit ein günstiges Smartphone-Betriebssystem erschaffen, das die mobilen Alleskönner auch zu Menschen bringt, die sich teurere Geräte nicht leisten können. Der Plan ging nicht ganz so auf, Android und auch Windows Phone bieten mittlerweile Geräte, die auf gleichem oder sogar niedrigerem Preisniveau liegen wie Firefox OS Smartphones. Hinzu kommt, dass Firefox OS nicht gerade für seine gute Performance bekannt ist. An Aufgeben denkt Mozilla indes aber nicht, im Gegenteil, mit Ignite will man Firefox OS nun einen Push verleihen.

FirefoxOS_Hardware

Der Fokus soll bei Firefox künftig nicht mehr auf einem niedrigen Preis, sondern einer guten User Experience liegen. Auch soll sich Firefox nicht mehr nur auf Smartphones beschränken, sondern generell auf Connected Devices. Das geht aus einer Mail hervor, die Chris Beard von Mozilla an Teilnehmer von Mozilla-Projekten geschickt hat. Das 25 Dollar Smartphone hat nicht Fahrt aufgenommen und manche Ziele von Firefox OS werden nicht mehr weiterverfolgt.

Firefox OS setzt auf Web-Apps, die theoretisch in jedem Browser genutzt werden können. Dennoch mangelt es Firefox OS an wichtigen Apps. Um diese Lücke zu schließen wird Mozilla auch versuchen, Android Apps mit Firefox OS zu unterstützen. Auf diese Weise würden unzählige Apps für die Plattform bereitstehen, außerdem müssten Wechsler von Android Apps nicht zwangsläufig erneut kaufen.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch Microsoft. Windows 10 für Smartphones wird einen AOSP-Layer bekommen, der die Ausführung von Android-Apps auf den Geräten erlaubt. Auch BlackBerry ermöglicht die Installation von Android-Apps auf den Geräten. Neu ist Mozillas Ansatz also nicht. Helfen könnte er dennoch, auch wenn es kein leichtes Spiel wird. Allerdings soll es auch nur um die Kompatibilität mit ein paar Schlüssel-Apps geben, warum dies so ist und wie die Implementierung aussehen wird, ist unklar.

Interessant ist, dass Beard mitteilt, Nutzer mit Android-Geräten könnten frühe Versionen von Ignite ausprobieren, es wird also keine Firefox OS Hardware nötig sein um Firefox OS nutzen zu können. Wir werden sehen, wann Mozilla etwas Vorzeigbares hat. Ob das dann auch zum gewünschten Erfolg führt, ist aber fraglich. Google und Apple, mit ihren Systemen die beiden unangefochtenen Marktführer im mobilen Bereich, sind sehr mächtig. Da müsste Firefox OS schon extrem gute Dinge bieten, die die anderen Plattformen nicht vorweisen können. Kein leichtes Unterfangen.

Die komplette Mail von Chris Beard könnt Ihr am Ende des Artikels bei CNet nachlesen.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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10 Kommentare

  1. Ich hatte diese E-Mail natürlich auch erhalten und weil ich die originale Mail kenne, bin ich sehr enttäuscht von CNET. CNET hat nämlich nicht die komplette Mail veröffentlicht, CNET hat den Teil rausgelöscht, in dem steht, dass diese Mail nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Und das ist ein journalistisches Armutszeugnis. Ihr könnt davon nichts, ihr bezieht euch eben auf das, was CNET geschrieben hat, aber CNET ist bei mir als seriöses Portal damit unten durch. Ich zitiere direkt den ersten Satz aus der originalen Mail:

    „You are receiving this message as a registered Mozillian – this is not a public message.“

  2. So ein Un-Disclosure wird FirefoxOS weder retten noch behindern.

  3. amyristom says:

    Firefox OS war von Beginn an dead-on-arrival

  4. Ich kann jeden Entwickler verstehen das dieses OS vernachlässigt wird… Jedes andere OS hatte bessere Firma im Rücken und bessere Marktchancen. Firefox soll bei seinen Leisten (Browser) bleiben

  5. @Sören Das ist so sicher nicht in Ordnung von CNET – allerdings auch nur eine Frage der Zeit bis eine öffentliche Meldung von Mozilla dazu gekommen wäre. Eigentlich hätte Chris Beard aber auch damit rechnen müssen dass die Mail nicht lange ’not a public message‘ bleibt.

  6. LoL die WebAPPS laufen doch schon wie der letzte Rotz o.O, das kann ja nun nur noch schlimmer werden. Irgendwann muss man sich scheitern eingestehen und Mist begraben… 🙁

    Haben die denn keine anständigen Marktanalysten die denen sagen das sowas scheitert?

  7. Sören Hentzschel says:

    @Matze.B: Genau das ist der Punkt: natürlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis eine öffentliche Ankündigung kommt. Es ist einfach unseriös, sowas nicht zu respektieren und Mozilla nicht die Chance zu geben, dies zuerst selbst zu kommunizieren. Nicht speziell hierauf bezogen sondern ganz allgemein kann man mit sowas auch einen Schaden anrichten. An sowas erkennt man, dass es am Ende nur um Besucher und Werbeeinnahmen geht. Mich enttäuscht das so, weil ich von CNET bislang ein sehr positives Bild hatte.

    Zu den restlichen Kommentatoren hier werde ich nichts sagen. Da merkt man, dass die alle noch nie mit dem zu tun hatten, worüber sie kommentieren.

  8. toll….nach dem lesen der überschrift hatte ich mit der üblichen propaganda von sören hentzschel zu diesem schrottsystem gerechnet und wurde nicht enttäuscht 🙂

  9. Sören Hentzschel says:

    @Dirk: Was soll dieser Schwachsinnskommentar? Hättest du meine Kommentare gelesen, würde dir auffallen, dass ich nicht ein einziges Wort (!) zu Firefox OS geschrieben habe. In meinen Kommentaren geht es um etwas vollkommen Anderes. Das war jetzt ein wirklich selten peinlicher Troll-Versuch.

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