Firefox OS gefloppt: Mozilla streicht Stellen

Laut Quellen, die mit der Situation vertraut seien, soll Mozilla aktuell gezwungen sein, 50 Personalstellen streichen zu müssen. Diese Stellen betreffen demnach das Team, welches Firefox mit „connected devices“ – also dem Internet der Dinge – kombinieren sollte. Hier sollte das mobil gescheiterte Firefox OS eine zweite Chance bekommen. Doch auch führende Köpfe würden das Team verlassen, heißt es.

So werden unter anderem auch Ari Jaaksi („senior vice president in charge of the effort“) und Bertrand Neveux, der Software-Director gehen müssen.

Mozilla selbst bestätigt inzwischen die Gerüchte.

Mozilla

„We have shifted our internal approach to the internet-of-things opportunity to step back from a focus on launching and scaling commercial products to one focused on research and advanced development, dissolving our connected devices initiative and incorporating our internet-of-things explorations into an increased focus on emerging technologies.“

Im Gegensatz zu anderen Unternehmen handelt Mozilla als Non-Profit-Organisation, will also mit seiner Arbeit in erster Linie kein Geld verdienen, sondern das Internet grundsätzlich besser und sicherer machen.

Löste der Browser Firefox damals erfolgreich Microsofts Internet Explorer dank zahlreicher Innovationen und besserer Bedienbarkeit ab, so ist dieser heutzutage auf gerade einmal noch 14,9 Prozent der PCs und 6,8 Prozent von allen Geräten insgesamt vertreten. Gerade Googles Chrome hat diesem vielerorts längst den Rang abgelaufen.

Das liegt vor allem auch daran, dass Chrome auf den mobilen Plattformen zum Standard wurde, ein Sektor, den Firefox nie wirklich für sich behaupten konnte. Auch das hauseigene Smartphone mit Firefox OS konnte nicht lange überzeugen, zu groß die Konkurrenz mit anderen Betriebssystemen.

Und Firefox OS? Die Initiative auf dem Smartphones startete schon schlecht, um dann letzten Endes ganz zu floppen. Firefox OS auf anderen Geräten kamen auch nicht wirklich beim Nutzer gut an.

Teile der betroffenen Belegschaft sollen laut Mozilla aber die Möglichkeit haben, an anderen Projekten weiterzuarbeiten oder aber sich intern anderswo zu bewerben. Andere wiederum bekämen gewisse Vorteile beim anstehenden Bewerbungs-Marathon angeboten. Was genau man sich darunter vorzustellen hat, ist nicht genauer erklärt worden.

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Benjamin Mamerow

Blogger, stolzer Ehemann und passionierter Dad aus dem Geestland. Quasi-Nachbar vom Caschy (ob er mag oder nicht ;D ), mit iOS und Android gleichermaßen glücklich und außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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13 Kommentare

  1. Wolfgang Denda says:

    Einfach traurig, dieser Niedergang. Statt Mail und Browser ordentlich weiter zu entwickeln, tanzte man auf allen Hochzeiten, und jetzt erwacht man mit Kopfschmerzen in den Trümmern. Schade.

  2. Das neue Logo ist einfach nur Hölle. Ein typisches Nerd-Logo das sonst keinem was sagt und nur unnötig Fragen aufwirft. In der blauen Version sieht es dann nur noch schlimmer aus.

  3. Gerade kurz auf die Seite von Mozilla gegangen. Sie schaffen es nicht einmal die ganze Web Präsenz einheitlich zu gestalten. Mehr als die hälfte der Seiten hat noch den alten Schriftzug. Auch wenn es nach nicht viel aussehen mag, so sagt es trotzdem über ein webspezifisches Unternehmen sehr viel aus..

  4. Tja, so bleiben am Ende nur Google, Apple und Microsoft. Schöne neue Welt.

  5. Sie waren mal ganz vorne. Und haben es vergeigt. Open Source. Free Software. Immer derselbe Kram. Loser!

  6. Das Logo finde ich auch sehr suboptimal.
    Aber abgesehen vom Logo entwickelt sich Firefox schon länger in eine Richtung in der vollkommen falsche Prioritäten gesetzt werden.
    Dies hat letztendlich dazu geführt, dass ich Firefox ebenfalls schon vor einiger Zeit mit dem erscheinen von Vivaldi komplett den Rücken zugekehrt habe.

  7. eigenartig:
    auf dieser Seite (http://www.4kfilme.de/panasonics-smart-tv-plattform-firefox-os-ist-tot/) stand schon im
    September 2016, dass die SmartTV Plattform Firefox OS tot sei. Konnten die in die Zukunft sehen?
    Weiß jemand, was Panasonic in den aktuellen TVs einsetzt und was es taugt?
    SmartTVs die nicht softwareseitig gepflegt werden, sind leider nicht mehr so smart, wie ich am eigenen UHD-TV von Panasonic aus dem Jahr 2014 erfahren mußte:
    das werden Apps, wie die ZDF Mediathek plötzlich nicht mehr gepflegt und Panasonic schiebt es dem Ersteller der App in die Schuhe (in diesem Fall dem ZDF).

  8. Der Line-Up für die 2017er Panasonic-Viera-Modelle ist noch nicht bekannt. Im Januar wurde auf der CES in LasVegas ein neuer Panasonic OLED mit Firefox-OS vorgestellt. Dabei wurde auch mitgeteilt, dass die 2017er-Modelle wieder mit Firefox-OS kommen. Siehe dazu hier: https://www.soeren-hentzschel.at/firefox-os/panasonic-stellt-4k-ultra-hd-oled-fernseher-mit-firefox-os-vor/

  9. Habe mein ZTE-SmartPhone mit FireOS auf Android 6 (cyanogenmod – als es das noch gab) geflasht und anschließend verschenkt, da Monitor zu klein. Das FireOS empfand ich lediglich als Abklatsch fürs Android. Wie sagt man „Datt war nix!“

  10. Überrascht nicht und war zu 99% vorauszusehen.. hab ja schon beim erscheinen geschrieben das die das eh nicht hinbekommen und es massiv floppen wird 😀

  11. รครςђค (@SysworX): Du toller Hecht du.

  12. Bitte, ein bisschen Recherche ist doch nicht zu viel verlangt, oder? Man nenne mir bitte nur eines der Connected Devices-Projekte, an denen Mozilla gearbeitet hat, die mit Firefox OS zu tun hatten. Vaani? Sensor Web? Lighthouse? Magnet? Das Connected Devices-Team war ursprünglich aus dem Firefox OS-Team hervorgegangen, hat mit Firefox OS aber nichts am Hut. Die Aussage, Mozilla hätte damit Firefox OS eine zweite Chance geben wollen, ist keineswegs eine aktuelle Aussage. Auch entspricht es nicht den Tatsachen, dass 50 Mitarbeiter ihre Stelle verlieren. Solche Schlampigkeit bei der Recherche nervt mich, weil das wirklich einfach herauszufinden gewesen wäre.

  13. Sorry, zu früh gesendet. Der Satz „Auch entspricht es nicht den Tatsachen, dass 50 Mitarbeiter ihre Stelle verlieren“ gehörte nicht in diesen Kommentar, das wurde hier durch „Teile der betroffenen Belegschaft sollen laut Mozilla aber die Möglichkeit haben, an anderen Projekten weiterzuarbeiten“ abgedeckt. Ich war mir sicher, den Satz entfernt zu haben, der für ein Forum bestimmt war. Da hab ich mich geirrt. Aber der Rest bleibt gültig. Mit Firefox OS hat das nichts zu tun.

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