Fairphone 4 5G offiziell: Nachhaltiges Smartphone startet ab 579 Euro

Gestern noch ein Gerücht, heute offiziell: Das Fairphone 4 5G wurde bestätigt. Der Einstiegspreis fällt sogar niedriger aus, als erwartet: Ab 579 Euro ist das Fairphone 4 5G zu haben. In dieser Ausführung erhaltet ihr dann das Modell mit 128 GByte Speicherplatz und 6 GByte RAM. Ein Ladegerät und ein Ladekabel liegen dem Smartphone, das mit Nachhaltigkeit beworben wird, nicht bei.

Für 649 Euro erhaltet ihr das Fairphone 4 5G dann mit 256 GByte Kapazität und 8 GByte RAM. Der Speicherplatz ist nachträglich erweiterbar. Der Hersteller erklärt, dass man das Gerät mit Software-Updates bis mindestens 2025 versorgen wolle. In Sachen Umweltschutz wirbt man einerseits damit, dass man Komponenten und Materialien zu fairen Bedingungen und möglichst umweltfreundlich gewinne. Andererseits solle der modulare Aufbau dafür sorgen, dass das Gerät leicht zu reparieren und sogar aufrüstbar sei.

Beispielsweise bezieht man für das Fairphone 4 5G Gold mit Fairtrade-Zertifizierung, recycelte Zinn und faires produziertes / gehandeltes Wolfram. Ersatzteile will man bis mindestens 2027 anbieten und einzeln über seinen hauseigenen Online-Shop auch direkt an die Kunden verkaufen. Offenbar denkt man aber, dass das Fairphone 4 5G lange ohne Probleme halten werde, denn man gibt eine Garantie von 5 Jahren. Muss doch etwas getauscht werden, dann stellt man Anleitungen zur Verfügung.

Beispielsweise könnt ihr dann ein Display für 79,95 Euro, einen Akku für 29,95 Euro oder das Modul für die Hauptkameras für 79,95 Euro nachkaufen, um defekte Komponenten selbst zu wechseln. Ansonsten haben die Vorabmeldungen recht behalten. Das Fairphone 4 5G verwendet den Qualcomm Snapdragon 750G als SoC. Letzterer könnte sich nachträglich auch gegen einen leistungsfähigeren Chip wechseln lassen. Außerdem wird ein IPS-Display mit 6,3 Zoll Diagonale und FHD+-Auflösung eingespannt. In einem Notch sitzt die Selfie-Cam mit 25 Megapixeln.

Das Fairphone 4 5G misst 162 x 75,5 x 10,5 mm bei einem Gewicht von 225 g. Die austauschbare Rückseite besteht aus Plastik. Die Hauptkamera bietet zweimal 48 Megapixel, einmal Weitwinkel und einmal Ultra-Weitwinkel, plus einen ToF-Sensor. Der Weitwinkelsensor verfügt über optische Bildstabilisierung. Erwähnenswert ist noch, dass der Akku auf 3.905 mAh kommt und das Gerät dank Standard IP54 gegen Staub und Wasser geschützt ist. Ihr könnt das Smartphone mit bis zu 30 Watt aufladen – wie erwähnt, liegt aber kein Ladegerät bei.

Das Fairphone 4 5G setzt ab Werk auf Android 11 und bugsiert den Fingerabdruckscanner im Übrigen an die Seite. Als Schnittstellen sind neben 4G / 5G LTE, microSD und USB-C auch noch Wi-Fi 5, NFC, GPS, Dual-SIM (Nano-SIM plus eSIM) und Bluetooth 5.1 zu nennen. Das Fairphone 4 5G ist ab sofort vorbestellbar. Die Auslieferung erfolgt ab dem 28. Oktober 2021.

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23 Kommentare

  1. Ich war jetzt extra auf deren Seite. Ich verstehe nicht, warum die nicht schreiben, was da für ein Prozessor drin steckt. Oder bin ich nur blind?

  2. Die Ausstattung sieht dieses Mal wirklich gut aus. Kein absolutes High-End, aber wirklich sehr solide gehobene Mittelklasse. Was mich aber stört ist, dass wieder kein Wireless Charging dabei ist. Ich brauche die nächsten Jahre voraussichtlich kein neues Handy, aber wenn ich Mal was Neues Kaufe, dann muss bitteschön auch kabelloses Aufladen dabei sein. Dass sowas im Ultra-Low-Budget-Berweich weggespart wird, verstehe ich ja. Aber nicht in der 300+ Euro-Klasse.

    • Wireless-Charging passt aber nicht ins Nachhaltigkeitskonzept, da es sehr ineffizient ist. Außerdem belastet es den Akku zusätzlich mit Wärme wodurch die Haltbarkeit eingeschränkt werden kann.
      Somit ist es absolut vertretbar und sogar lobenswert, dass kein Wireless-Charging angeboten wird.

      • Das Argument kann ich verstehen, sehe aber Wireless Charging auch als absolute Grundfunktion an.

      • Naja, ineffizient ist bei der Strommenge nicht wirklich relevant oder? Wichtiger finde ich beim Qi laden, dass recht langsam geladen wird und der USB Port geschont wird. So hat mein LG V30 immer noch einen recht fitten Akku und keine Probleme mit dem USB Port. Und was länger hält schont die Resourcen.

  3. Verstehe ich das richtig, dass das 3. große Loch der ToF Sensor ist?
    Das sieht so irgendwie seltsam aus, aber vielleicht sind das nur die Bilder.

  4. 225g?! Das ist echt extrem schwer…

    • Hätte mit allen Nachteilen leben können, da es weiter ein Update zu meinem Pixel 3a wäre. Aber 225g sind fast zwei Pixel 3a, das geht gar nicht…

      • Und damit fast so schwer wie eine packung Butter XD
        Das gewicht würde mich aber weniger stören. Wäre mein Handy nicht erst 1 Jahr alt hätte ich mir das wohl sofort geholt

        • Exakt das Gewicht meines Xiaomi Mi MIX 3 5G. Ja, es fällt im Vergleich zu den meisten anderen Geräten wirklich auf. Aber abgesehen vom Gedanken, dass ich mein Gewicht auf dem Fahrrad eigentlich reduzieren müsste, stört es mich bei dir Bedienung rein gar nicht. Ganz im Gegenteil, es fühlt sich toll an. Und ich bin jetzt auch kein Gelegenheits-Handy-Nutzer! 😀

  5. Die Ränder oben und gerade unten sind einfach zu groß. Schade, denn ansonsten ist es ein nettes Gerät.

  6. Finde es echt gut. Schade, dass ich mir gerade erst ein neues Phone gekauft hab und es würde keinen Sinn ergeben nun auf ein faires Phone zu wechseln, aber es ist ein gutes 300-400€ Phone mit Aufpreis für die Modularität und Einfachheit bei der Reperatur. Das ist den Aufpreis schon wert.

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