Facebook verklagt App-Entwickler wegen Werbungsmissbrauch


„Ad Fraud“ – so wird die missbräuchliche Verwendung von Werbung in Apps genannt. Die Ausführung ist dabei relativ simpel. Entwickler verpacken die Werbung in ihren Apps so, dass die der Nutzer gar nicht erst sieht. Die Werbung wird dann durch die App selbst „geklickt“, sodass es den Anschein macht, der Nutzer wäre es gewesen. Dieser Klick kostet Geld, das dann zum Teil an die Entwickler geht, „Click Injection Fraud“ heißt die Methode genau. Google entfernt immer wieder Apps aus dem Play Store, die dieses Vorgehen nutzen, aber schafft es irgendwie auch nicht, den Play Store frei von solchen Apps zu machen.

Nun geht ein Google-Konkurrent, nämlich Facebook, gegen zwei Entwickler vor, die sich Einnahmen via Ad Fraud verschaffen. LionMobi und JediMobi sind die beiden Entwickler. Als Facebook die missbräuchliche Verwendung von Werbung mitbekommen hat, wurden die Entwickler direkt von Facebooks Werbenetzwerk ausgeschlossen und sehen sich nun mit einer Klage konfrontiert.

Die entstandenen Werbekosten hat Facebook den Werbenden wieder erstattet. Als wäre das Vorgehen der beiden Entwickler nicht schon schlimm genug, haben sie ihre Apps auch via Facebook beworben, was gegen Facebooks Werbevorschriften verstößt. Facebook lässt wissen, dass es sich bei der Klage um eine der ersten ihrer Art handelt.

Sicher ein ganz guter Weg, um eventuell den einen oder anderen Entwickler von der Nutzung der Methode abzuhalten, sollte es einer gerade geplant haben.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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Ein Kommentar

  1. Jaja, was Leute früher mit AdButler und EBesucher gemacht haben machen diese halt heute mit Apps…
    Aber interessant dass das mal jetzt noch mehr Konsequenzen als nur den Ausschluss aus der Werbeplattform nach sich zieht.
    Ist ja auch echt schlecht fürs Geschäft 😀

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