Facebook: Neue Maßnahmen im Kampf gegen Falschmeldungen

artikel_facebookVor gut drei Wochen kündigte Facebook CEO Mark Zuckerberg an, gezielter gegen Falschmeldungen bei Facebook vorzugehen, da man das Thema sehr ernst nehme. Nun stellt Facebook erste Lösungen vor, die im Kampf gegen Fake-News eingesetzt werden sollen. Nutzern wird es einfacher gemacht, solche Nachrichten zu melden, der Ablauf soll zügiger sein. Gleichzeitig wird man gegen Fake-News-Spammer vorgehen, diese in ihrer „Arbeit“ stören. Auch werden Algorithmen eingesetzt, die Fake-News aus den News-Feeds entfernen sollen. So wird beispielsweise berücksichtigt, ob ein Beitrag nach dem Lesen noch geteilt wird, ist dies vermehrt nicht der Fall, kann dies ein Hinweis auf eine Falschmeldung sein.

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Die größte Neuerung ist jedoch die Integration von IFCN (International Fact-Checking Network). Unabhängig von Facebook werden so News auf ihren Wahrheitsgehalt hin untersucht und entsprechend gekennzeichnet. Auch „Fact-Checking“-Links werden bereitgestellt, sodass man selbst sehen kann, warum es sich um eine Falschmeldung handelt. Außerdem werden die Nutzungsbedingungen so angepasst, dass solche markierten Posts nicht beworben werden können.

Diese Vorgehensweise wählte Facebook, um nicht selbst als Vermittler der Wahrheit dazustehen, sondern das Ganze von Dritten mit Wahrheiten anreichern zu lassen und so den Facebook-Nutzern mehr Kontext zu einem Thema geben zu können. Diese Neuerungen stellen aber nur den Anfang dar, Facebook ist sich bewusst, dass es ein langer Weg ist, über den man allerdings auch bei kleineren Schritten informieren möchte.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

7 Kommentare

  1. Sehr sinnvoll, bin leider nicht bei Facebook und damit ungeschützt im Internet unterwegs.

  2. > So wird beispielsweise berücksichtigt, ob ein Beitrag nach dem Lesen noch geteilt wird, ist dies vermehrt nicht der Fall, kann dies ein Hinweis auf eine Falschmeldung sein.

    Nicht eher anders herum? Wie verbreiten sich Falschmeldungen sonst massenhaft?

  3. Danke Kalle,
    hatte mich bei diesem Satz auch sehr gewundert.

  4. Ganz großer Bullshit. Weil die Leute null Medienkompetenz besitzen wird ne riesen Zensurkeule rausgeholt.

    Ich frage mich auch was aus dem Postillion wird, irgendwie befürchte ich da schlimmes 🙁

    Müssen die Menschen von allen miesen Lösungen immer gleich die schlimmste wählen?

  5. und facebook entscheidet was falsch und was richtig ist. da haben die bestimmt unser aller vertrauen 🙂

  6. Maas und Kahane Regelwerk um ihren DDR 3.0 Bullshit durchziehen zu können.

  7. Wieso erinnert mich der ganze FAKENEWS Kram an Don Quijote?
    …oder an Politiker…