Facebook Messenger soll 2016 auftrumpfen

facebook messenger

Der Facebook Messenger ist mittlerweile für viele Menschen unterwegs ein alltägliches Kommunikations-Tool geworden. Zum Start des Jahres 2016 hat das soziale Netzwerk deswegen eine kleine Bilanz gezogen: Ende 2015 verbuchte man den Meilenstein, dass ca. 800 Mio. Menschen den Facebook Messenger monatlich genutzt haben. Laut Facebook sei dies „eine gute Zahl“. Doch es gebe noch etliche Möglichkeiten für den Messenger, die man im neuen Jahr nutzen wolle. Die Einführung von Video-Chats, Emojis oder die Messenger Requests – allesamt Neuerung des Jahres 2015 – seien nur der Anfang. 2016 wolle man bei Facebook noch eins draufsetzen.

Facebook prophezeit als allgemeinen Trend für 2016, dass die Telefonnummer eine immer geringere Rolle spielen werde: Klassische Telefonate oder SMS seien mittlerweile nahezu bedeutungslos, da man über Messenger oder Telefonie-Funktionen selbiger deutlich vielschichtigere Text-, Audio- und Videonachrichten austauschen könne. Für den Facebook Messenger benötige man nicht einmal mehr ein Facebook-Konto, so dass das soziale Netzwerk hier eine Art Nachfolger klassischer Telefonnummern zu erkennen vermag. Nun ja, etwas kritisch will ich dazu anmerken, dass Facebook hier stark aus US-Perspektive denkt: In Deutschland sieht es etwas komplizierter mit mobilen Breitbandverbindungen, Datenvolumen und Preisgestaltung aus, so dass hierzulande Messenger trotz aller Funktionen zumindest die klassischen Audio-Telefonate wohl nicht so schnell ersetzen werden.

facebook messenger 2016 trends

Als Trend habe man bei Facebook zudem erkannt, dass Messenger-Threads langsam Apps ersetzen. Bei Facebook wolle man an diesem Punkt ansetzen und den Nutzern noch mehr Möglichkeiten geben, um sich im Messenger quasi ein eigenes Nest einzurichten. Das soll sowohl für intime Gespräche mit dem Partner, Klönen mit der Oma oder Business-Talk mit dem Chef gelten. Dafür seien auch die Messenger-Gruppen laut Facebook bestens geeignet.

Um den Messenger interessant zu halten, wolle Facebook laut eigenen Aussagen zudem seinen virtuellen Assistenten „M“ erweitern, der einigen Usern in den USA bereits testweise unter die Arme greift. Die K. I. ähnelt vom Prinzip her Microsofts Cortana. Leider ist noch offen, wann „M“ in Deutschland zur Verfügung stehen wird. Allerdings kündigt Facebook für die Zukunft große Pläne mit der K. I. an. Da darf man gespannt sein.

Ich selbst nutze den Facebook Messenger durchaus häufig, aber meistens beschränke ich mich auf die Kernfunktionen: Nachrichten tippseln, mal ein Bildchen verschicken oder in einer Gruppe über irgendein gerade aktuelles Thema schnacken. Gerade „M“ würde ich jedoch gerne mal genauer kennenlernen. Bleibt zu hoffen, dass der digitale Assistent uns hier in Deutschland vielleicht noch 2016 erreicht.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

6 Kommentare

  1. […]Facebook prophezeit als allgemeinen Trend für 2016, dass die Telefonnummer eine immer geringere Rolle spielen werde:[…]
    Sagt ein Unternehmen, dass mich in penetranter Regelmäßigkeit darum bittet, meine Handynummer – angeblich – aus Sicherheitsgründen zur Verifizierung meines Accounts anzugeben. Genauso, wie ich in penetranter Regelmäßigkeit darum gebeten werde, doch meine Kontakte abzugleichen. Lass mich kurz überlegen… Nein!

    Ansonsten bin ich gespannt. Telefonieren geht mit erstaunlich guter Qualität über den Messenger. Und mit meinem neuen Tarif mit 3 GB Volumen sowie VoIP Unterstützung kann ich das theoretisch sogar hinreichend nutzen. Allerdings denke ich nicht immer daran.

    Auf der anderen Seite hoffe ich, dass Facebook den Messenger nicht überlädt und anschließend nichts richtig funktioniert. Kennt man ja von der Facebook App selbst. Wie oft wird da nach einem Update alles zähflüssiger, was dann erst zig Updates später wieder besser/behoben wurde? Und nicht mal ein aussagekräftiges Changelog gibt’s dazu, so dass man überhaupt mal direkt wüsste, was verändert wurde.

  2. Die sollen einfach endlich mal die Facebook Messanger App für Windows 10 rausbringen, dann muss ich nicht ständig auf messanger.com oder aufs Handy schauen 🙂

  3. Hätte nie gedacht das so viele den messenger nutzen. Dachte da mehr an WhatsApp.

  4. Karl Kurzschluss says:

    @Steffen Zustimmung! Ich hoffe, Facebook bekommt eine Universal-App für Windows 10 bald hin. Und dann die Sache mit den Telefonaten: Das lässt selbst im Berufsleben immer mehr nach. Intern wie extern erlebe ich, daß vor allem Mails verschickt werden. Privat telefoniere ich so wenig, daß ich die Flatrate-Option dafür bei meinem Mobilfunkvertrag nicht mehr gebucht habe. Was immer mehr zunimmt: WhatsApp und Chats über den Facebook-Messenger.

  5. Also ich konnte bislang ganz gut ohne diesen Messenger leben. Seit FB den ausgegliedert hat, chatte ich via FB nur noch im Browser (aber auch eher sehr selten). Am Handy hab ich Whatsapp, da sind auch meine meisten Chat-Kontakte und ich hatte keinen Bock auf noch eine Messenger-App. Daran hat sich bislang nichts geändert und wird es 2016 vermutlich auch nicht – bei mir trumpft also wohl eher nix auf.

  6. 800 Mio. Menschen nutzen den wohl unsichersten Messenger überhaupt? Es gibt doch genug sichere Alternativen, z.B. Threema und Signal. Was geht in den Köpfen dieser Leute nur vor?