Facebook informiert über aktuellen Sachstand bezüglich der geplanten Sicherheitsverschärfungen

Mit einem neuen Beitrag informiert Facebook seine Nutzer nun darüber, inwieweit sich die eigenen Sicherheitsvorkehrungen innerhalb der Plattform und der App bereits geändert haben und was wir in Zukunft noch alles zu erwarten haben. Es ist zu spüren, dass dem Unternehmen sehr daran gelegen ist, die Wogen noch in irgendeiner Form zu glätten, auch wenn das mittlerweile viel zu spät sein dürfte.

So sei man aktuell dabei, diverse APIs und Funktionen des Dienstes anzupassen und einzuschränken, damit Entwickler von Drittanbieter-Apps über jene Schnittstellen nicht mehr so einfach Zugriff auf so sensible Daten erhalten können, wie es bisher noch der Fall zu sein schien. Dazu zählen unter anderem die Groups API, die Events API, die Pages API, die Instagram API, der Facebook Login, die Call and Text History, die Suche und Account-Wiederherstellung, als auch die Partner Categories.

Beim Facebook Login hat sich beispielsweise nun geändert, dass sämtliche Apps, die Informationen wie Likes, Fotos, Beiträge oder ähnliches einsehen können möchten, erst noch separat von Facebook überprüft werden müssen. Das passiere in ähnlicher Form zwar wohl bereits seit 2014, allerdings verschärfe man nun noch einmal den Review-Prozess. Leider wird nicht weiter erläutert, worauf nun im Detail noch mehr geachtet wird. Jene Apps müssten „strengeren Richtlinien“ folgen, heißt es. Persönliche Informationen wie die Religion, der Beziehungsstatus oder ähnliches, dürften von Apps von nun an jedenfalls gar nicht mehr angefragt werden. Ab kommender Woche soll außerdem die bereits genannte Änderung eintreten, dass Entwickler nicht mehr auf die durch Nutzer ihrer Apps geteilten Daten zugreifen können, sobald jene die Apps länger als drei Monate nicht mehr verwendet haben.

Zusätzlich zu den ganzen nun genannten Änderungen, wird Facebook seinen Nutzern einen Link oben in ihrem Newsfeed zeigen, damit sie sehen können, welche Apps sie verwenden – und welche Informationen sie mit diesen Apps geteilt haben. Wie bereits erwähnt, ist es zwar lobenswert, dass man sich endlich Gedanken macht, wie man seinen Nutzern wieder mit mehr Sicherheit begegnen möchte. Dennoch bleibt die Frage, warum das alles so lange dauern musste und es erst eines großen Daten-Skandals bedurfte? Klar ist, dass es sich hier ebenfalls nur um Schadensbegrenzung des Unternehmens handelt und auch weiterhin genug Schindluder mit Nutzerdaten betrieben werden könnte, denkt also bitte weiterhin daran, einfach nicht zu viel über euch im Netz preiszugeben.

via Facebook Newsroom 

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Benjamin Mamerow

Blogger, stolzer Ehemann und passionierter Dad aus dem Geestland. Quasi-Nachbar vom Caschy (ob er mag oder nicht ;D ), mit iOS und Android gleichermaßen glücklich und außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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2 Kommentare

  1. In den letzten Tagen bestätigten sich die negativsten Befürchtungen über den Umfang der abgegriffenen Userdaten. Mit Missbrauch durch böse Partner kann das nur teilweise erklärt werden. Und auch nicht damit, dass beim wie ein Kleinunternehmen geführten Unternehmen Facebook Sicherheit von Anfang an vernachlässigt wurde. Das war anscheinend entweder Geschäftsmodell mit Marks Wissen oder wurde von Mark als Kollateralschaden hingenommen oder Mark war von Anfang an mit der Unternehmensführung überfordert.

  2. An keiner Stelle war bisher die Rede davon, dass Facebook selbst auf Daten verzichtet. Facebook hat schlicht beschlossen, dass Nehmen seliger denn Geben ist. Vor einigen Jahren wären die nun angekündigten Änderungen noch ein Opfer gewesen, das Facebook bringt. Heute sind sie vielmehr ein Zeichen seiner Macht und seiner Stärke.

    Denn keiner der bisher verkündeten Schritte – darunter auch die beendete Zusammenarbeit mit bestimmten Datenhändlern – tut dem Unternehmen weh. Facebook hatte sich einst zur mehr oder weniger offenen Plattform für externe App-Entwickler erklärt und den Facebook-Login zur zentralen Identität im Internet, um zu wachsen. Um jedem Internetnutzer einen Grund zu geben, sich ein Profil einzurichten. Um ein eigenes Internet zu werden.

    Das hat es mittlerweile geschafft. Deshalb ist es für Facebook jetzt auch kein Problem, das selbst jahrelang beschworene „Teilen“ zu beenden oder zumindest zurückzufahren. Die angekündigten und zum Teil schon wirksamen Beschränkungen treffen nur jene, die selbst noch wachsen wollen.

    Sichtbar wurde das schon in der vergangenen Nacht, als die Umstellungen in Facebooks Login-Funktion dazu führten, dass sich Nutzer von Tinder nicht mehr in der Dating-App anmelden konnten. Das Problem war nach einigen Stunden behoben, zeigt aber, wie abhängig sich manche Onlinedienste von Facebook gemacht haben.

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