Facebook: Algorithmus gegen Spam lief kurzzeitig Amok

Erst gestern hatte ich darüber gebloggt, dass Facebook, gemeinsam mit anderen Online-Plattformen, schärfer gegen Falschinformationen rund um den Coronavirus vorgehen möchte. Offenbar ist man dabei aber versehentlich etwas über das Ziel hinausgeschossen. So häuften sich gestern abend Beschwerden von Nutzern und Journalisten, weil ihre Posts zu Unrecht als Spam markiert wurden.

Es handelte sich aber eindeutig nicht um Spam, sondern um ungefährliche, seriöse Beiträge. Dabei wurden im Übrigen nicht nur Posts zu COVID-19 als Spam markiert, sondern auch andere Posts, die sich um völlig andere Themen gedreht haben. Facebook hat den Fehler bereits wahrgenommen und laut dem zuständigen Vizepräsidenten für Integrität, Guy Rosen, mittlerweile behoben.

Betroffene Beiträge seien wiederhergestellt worden. Es habe sich um einen Fehler mit der automatisierten Moderation gehandelt. Der Fehler hänge also nicht damit zusammen, dass man sein menschliches Moderationsteam als Vorsichtsmaßnahme gegen die Verbreitung des Coronavirus etwas habe verschlanken müssen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. Eigentlich lese ich die Artikel hier sehr gerne aber die Wortwahl im Titel ist doch sehr unpassend

    • Ich bin auch #empört!

    • Blacky Forest says:

      Das ist genau meine Wortwahl, um so etwas zu beschreiben.
      Im englischen „go haywire“.
      Was ist da so unpassend?

      • Wolfgang D. says:

        @Blacky Forest „Was ist da so unpassend“
        Nach (seuchenbedingter) Schliessung von meta.tagesschau schlagen die bisher dort schreibenden sensiblen empfindsamen Seelchen jetzt hier auf, und vermissen die dort herrschende heftige Zensur. Vermute ich mal ganz frech.

  2. Wolfgang D. says:

    Da sieht man wieder, Zensur in diesem chinesischen Ausmaß ist Mist.
    Weder Automatiken noch Menschen sollten bei Plattformen zum Meinungstausch eingreifen dürfen, solange nichts deutlich sichtbar illegal ist. Die Privatisierung von Prüfungen auf Unrecht muss der Job des Staates bleiben – statt vorsichtshalber alles nach Gutdünken oder Tageslaune selber zu löschen.

  3. Vor einem Jahr war artikel 13 & uploadfilter thema…
    Ein Jahr später zeigt sich dem letzten Zweifler der sich damit beschäftigt in der Krise weshalb das nicht funktionieren wird

  4. Der mit dem Aluhut says:

    Ich find’s lustig. 😀
    Es ist eine Frechheit Meinungen zu zensieren. Wenn man zu diesem Zweck dann Algorythmen schreibt, die dann freidrehen, ist das Instant-Karma. 😀

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