Electronic Frontier Foundation setzt sich für alte Videospiele ein

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) setzt sich mehr oder weniger erfolgreich für eine freie digitale Welt ein. Diesmal setzt sich die Organisation für Gamer ein, genauer gesagt für solche, die alte Spiele erhalten, welche von den Publishern längst nicht mehr unterstützt werden. Die Entertainment Software Association (ESA) möchte nämlich nicht, dass solche dahingehend verändert werden, dass sie auch heute noch nutzbar sind.

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Die EFF fordert eine Ausnahme in Sektion 1201 der Anti-Umgehungs-Regelung des Digital Millennium Copyright Acts. Diese Sektion bereitet Communities, die beispielsweise Games lauffähig machen, deren Server bereits abgestellt wurden, rechtliche Probleme. Forscher, Museen oder auch das Internet Archive sind von dieser Regelung betroffen. Für diese Gruppen soll die Ausnahmeregel geschaffen werden.

Die ESA sieht derartige Veränderungen an den Games allerdings als Hacking, etwas das nach der Ansicht von ESA mit Piraterie in Verbindung gebracht wird. Gleichzeitig stellt man sich auch gegen die Umgehung von DRM (Digital Rights Management) in diesem Zusammenhang. Die Electronic Frontier Foundation fordert deshalb vom Copyright Office eine entsprechende Ausnahme, damit das Kulturgut Videospiele auch erhalten werden kann.

(Quelle: EFF)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Naja. Ich sag mal so. Wenn ich ein Spiel wie Battlefield oder WoW kaufe und spiele, gehe ich schon davon aus, dass die Entwickler irgendwann die Server abschalten. Anders wäre es, wenn in der mittleren Zukunft Steam abgestellt wird und ich keine Möglichkeit habe, meine dort gekauften Spiele auch ohne den Dienst spielen zu können. Eben weil davon die meisten Singleplayerspiele sind, die keine Server wie WoW oder Battlefield brauchen.

  2. @icancompute da gibt es aber noch die Spiele, wie z.B. anno 2070 dort wird während des spielens dringend eine internetverbindung vorrausgesetzt. Egal ob online, oder offline gespielt wird! Und hier kann und will ich mich nicht darauf einstellen, dass ich dass spiel irgendwann nicht mehr spielen kann, nur weil die Server abgeschaltet werden. Schlieslich habe ich den vollen Preis dafür gezahlt. Wenn es zum ende der „server-Zeit“ nich einen patch gibt, der diese Prüfung nicht mehr vorsieht ist ja alles ok. Aber bei ubisoft bezweifle ich dass.

  3. Leute, hier geht es nicht um Eure privaten Games. Manchmal hab ich das Gefühl das keiner mehr die Texte versteht die er liest! Hier geht es um den Erhalt, die Portierung und die Archivierung vergangener Spiele die Teil der Populärkultur waren/sind. Eure individuellen Erwartungshaltungen und Kaufabsichten sind dabei für einen entsprechenden Archivar/Museum sekundär, um nicht zu sagen uninteressant.

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