Electronic Frontier Foundation: Benutzerdaten und Unternehmen, WhatsApp pfui, Apple hui

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Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat mal wieder den jährlichen „Who has your Back“-Bericht veröffentlicht. In diesem geht es darum, wie nach Ansicht der EFF Unternehmen mit Benutzerdaten umgehen. Wer die EFF nicht kennt, hier einmal die Informationen seitens Wikipedia: Die Electronic Frontier Foundation (EFF) ist eine im Juli 1990 von John Perry Barlow und Mitchell Kapor gegründete nichtstaatliche Organisation mit Sitz in San Francisco, die sich mit den Bürgerrechten im Cyberspace beschäftigt.

Ziel ist eine mediale Selbstbestimmung des Bürgers. Die Initiativen der Organisation behandeln Themen wie Zensur im Internet, Überwachung, Software-Patente, Urheberrechte und Tauschbörsen.

Doch zurück zum Thema. Die EFF hat unter fünf verschiedenen Gesichtspunkten Dienste bewertet. So geht es unter anderem darum, ob ein Unternehmen Transparenz-Berichte veröffentlicht, ob die Benutzer über Anfragen seitens der Behörden informiert werden oder aber auch, ob der Dienst seinen Benutzern mitteilt, wie es mit Behörden-Anfragen umgeht. Ebenfalls ein Kriterium: setzt sich die Firma gegen die staatliche Überwachung ein und bezieht Position?

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Da die EFF hauptsächlich in Amerika aktiv ist, ist es nicht verwunderlich, dass wir Dienste wie Verizon und AT&T vorfinden, die für uns wenig spannend sind. Aber wir finden auch die global agierenden Unternehmen und hier gibt es dann schon recht interessante Einblicke.

In Kurzform: es gibt Firmen, die konnten alle Sterne in der Bewertung durch die Electronic Frontier Foundation (EFF) bekommen: Adobe, Apple, CREDO, Dropbox, Sonic, Wickr, Wikimedia, Wordpress.com und Yahoo.

Erstmalig ist auch WhatsApp dabei, hier kann man zum derzeitigen Stand noch nichts zu Behördenanfragen sagen – und auch sonst sieht es da noch mager aus: einer von fünf Sternen. Laut EFF hatte man WhatsApp einige Dinge vorgeschlagen, beispielsweise Verfahren zu nutzen, die die Mutterfirma Facebook umsetzt. Bislang ist davon aber offenbar nichts umgesetzt worden. Den einen Stern gab es für das Standing von Facebook gegen Backdoors und staatliche Überwachung.

Die hier in Deutschland auch aktiven und bekannten Anbieter sehen wie folgt aus: Amazon 3/5, Facebook 4/5, Google 3/5, LinkedIn 4/5, Microsoft 3/5, Pinterest 4/5, Reddit 4/5, Slack 3/5, Snapchat 3/5, Tumblr 3/5 und Twitter mit 4/5.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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10 Kommentare

  1. Das ist so als ob ich sage: Das Auto hat eine wunderschöne haltbare Lackierung! – (Verbraucht aber 10 L.)

    ‚discloses‘ muss man dann schon auf alle möglichen Kriterien anwenden.

  2. Wann kommen wir endlich von Whatsapp weg…

  3. Threema gibts gerade für 0,99€ statt 1,99€.

    Für alle, die Interesse haben.

  4. Interessant dürfte sein, dass Dropbox somit besser da steht, als Google, Microsoft und Amazon. Nur mal so am Rande bezüglich Cloudspeicher. Eine nützliche Information, müsste ich jetzt sensiblere Daten in die Cloud auslagern.
    Deutet für mich auf langfristiges Denken und Handeln hin. Ist mir sympathisch.

  5. Threema ist immer noch klasse gemacht, relativ sicher und ein guter Messenger, aber aus meiner Whatsapp-Liste benutzen ihn gerade mal 2. Die eigene Familie und Verwandschaft: 0, da helfen auch alle Apelle und Erklärungen nichts.. von daher, alles toll aber komplett unnütz.

    Die Tabelle würde ich nicht als Grundlage meiner Cloud Entscheidung wählen, einfach sensible Sachen nicht in die Cloud sondern auf eine mobile HDD und fertig (Ja auch die kann man angreifen etc, aber alles schon mal schwieriger)

  6. @icancompute

    Schau dir mal an wie EFF u.a. finanziert wird …
    Jeder kennt sicher die ‚Werbung‘: ‚Fleisch ist ein Stück Lebenskraft‘ – (Nein ich bin kein Vegetarierer/Veganer)

  7. Tell User about government data demands

    Ist das nicht bei in den USA ansässigen Firmen verboten ? Gibt es da nicht ein Anti-Terror Gesetz oder solchen Schwachfug ?

  8. @Fabian Schlögl
    Habe ja theoretisiert: ‚müsste‘. Ich muss ja zum Glück nicht. Ich kann, darf, möchte, will. 🙂 Außerdem würde ich das bei sensiblen Daten eh verschlüsselt tun.

    @Matze.B
    Von Spenden anderer Unternehmen? https://www.eff.org/thanks Die Liste sieht für mich allerdings nicht sonderlich bedenklich aus. Auch wenn ich natürlich nicht weiß – und nicht willens bin, das jetzt zu recherchieren – ob nicht irgend eines der dort gelisteten Unternehmen mit einem derer zusammen hängt, die in der Bewertung auftauchen.
    Und: Nein, ich kenne die Werbung nicht.

  9. Eisenheim says:

    Threema ist der grösste Schrott. Kostet Geld, hässliches UI und auch kein Desktop Client. Leute, wechselt zu Telegram! Echt. Mag vielleicht etwas unsicherer sein als Threema, aber immer noch um Meilen Whatsapp voraus und in Funktion und UpThreema ist der grösste Schrott. Kostet Geld, hässliches UI und auch kein Desktop Client. Leute, wechselt zu Telegram! Echt. Mag vielleicht etwas unsicherer sein als Threema, aber immer noch um Meilen Whatsapp voraus und in Funktion und Updates allenMessengern einiges voraus.dates allen anderen Messengern einiges voraus.

  10. eisenheim says:

    Ach Scheiss Copy+Paste. Bitte den Kommentar löschen!

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