eLEAP: Neue OLED-Technologie soll Leuchtkraft und Lebensdauer steigern

Der Zulieferer Japan Display Inc. (JDI) hat eine neue Technologie vorgestellt: eLEAP soll potenziell bei OLED-Displays die Leuchtkraft, Lebensdauer und auch Effizienz steigern – bei reduzierten Fertigungskosten. Die Bezeichnung ist ein Akronym und steht für: Environment positive; Lithography with maskless deposition; Extreme long life, low power, and high luminance; Any shape Patterning.

JDI will jedenfalls neue Partner für das Fertigungsverfahren gewinnen, das Ende 2022 in die Pilotphase gehen soll. Sol läuft es bei eLEAP auf Optimierungen der OLED-Herstellung hinaus. Man streicht die sogenannten Feinmetallmasken. Jene kommen bei der Herstellung zum Einsatz, um die Verschmelzung von Subpixeln zu verhindern, wenn man es einmal vereinfacht. Mit dem eLEAP-Verfahren sind jene nicht mehr notwendig Dadurch kann man mehr eigentliches OLED-Material verwenden – bei gleichbleibender Fläche. Dadurch lässt sich mehr Leuchtkraft erreichen und die Langlebigkeit und Effizienz fällt höher aus.

Laut JDI könne man dank eLEAP die doppelte Spitzenhelligkeit konventioneller OLED-Panels erzielen. Wiederum steige gleichzeitig die Lebensdauer um das bis zu Dreifache. Allerdings sind diese vollmundigen Aussagen derzeit natürlich nicht überprüfbar. Laut JDI eigne sich eLEAP nicht nur für OLED-TVs, sondern auch für OLED-Bildschirme in Smartwatches, Smartphones, VR-Brillen und mehr. Man könne also sehr unterschiedliche Diagonalen fertigen.

Auch wenn JDI hier von einem Durchbruch spricht, sollten wir abwarten, wie die Adoption des Verfahrens verläuft und ob sich tatsächlich alle versprochenen Optimierungen reibungslos einstellen. In diesem PDF des Herstellers findet ihr noch weitere Angaben zur neuen Technologie.

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Ein Kommentar

  1. Wenn ich den Vergleich im Beispielbild sehe Frage ich mich, wie sich OLED am Markt mit jetzigem Technologiestand durchsetzen konnte.
    Nach 5 Jahren, was für mich ca. der Hälfte der Lebensdauer eines TV entspricht, ist die Helligkeitseinbuße ja signifikant.

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