E-Scooter-Verleiher Bird verlässt den deutschen Markt

Der E-Scooter-Verleiher Bird hat in einem Blog-Post mitgeteilt, dass er den deutschen Markt verlässt. Auch aus Schweden und Norwegen zieht man sich zeitgleich komplett zurück. Die Schuld sieht man nicht bei sich selbst und dem eigenen Management und Marketing, sondern zeigt mit dem Finger auf die Politik. Es fehle an einem soliden, rechtlichen Unterbau.

Damit meint Bird, dass es z. B. in deutschen Städten ein Überangebot an E-Scooter-Verleihern gebe und daher für einzelne Betreiber kaum ein sinnvoller Betrieb möglich sei. Lieber wäre Bird offenbar ein Modell, wie es etwa in den USA teilweise genutzt wird: Da vergeben Städte zum Teil Konzessionen an einzelne Betreiber, die dann ohne Konkurrenz für einen bestimmten Zeitraum ihr Verleihangebot in der jeweiligen Stadt anbieten können.

Laut Bird könne man jedenfalls im aktuellen Geschäftsumfeld in Deutschland, Schweden und Norwegen nicht sinnvoll investieren und Innovationen vorantreiben, da der Wettbewerb zu chaotisch sei. Jene Länder gibt man daher komplett auf. Aber auch in einigen kleineren und mittelgroßen Städten in den USA und in der EMEA-Region stelle man den Betrieb ein. Man müsse wirtschaftlich tragfähig sein und das sei derzeit nicht in allen Gebieten zu erreichen. Aufgrund der Umstellungen werde es leider auch Entlassungen / Kündigungen von Verträgen geben.

Bird sieht das Feld der Mikromobilität weiterhin als wichtigen und wachsenden Markt, auf dem man sich langfristig als Gewinner sieht. Die derzeitige makroökonomische Lage erfordere aber auch von Bird viel Selbstdisziplin und so müsse man harte Entscheidungen treffen und schauen, wo man in der nahen Zukunft bleibe. Daher fokussiere man sich nun auf Märkte mit den aus Birds Sicht „richtigen, rechtlichen Rahmenbedingungen“. Bird hatte dabei schon vor einigen Monaten fast ein Viertel seiner Belegschaft entlassen. Zumal man Gefahr läuft, aufgrund des niedrigen Aktienkurses bei der New York Stock Exchange ausgetragen zu werden. Derzeit steht der Kurs des Unternehmens bei weniger als 50 US-Cent pro Aktie.

Bird geriet auch schon für sein Geschäftsmodell in die Kritik: Man vergibt quasi Lizenzen an Vertragspartner, die von Bird dann die Scooter selbst als Flotte mieten, in den jeweiligen Städten anbieten und auch selbst warten und versichern müssen. Somit lagert Bird Teile seines finanziellen Risikos aus und die unabhängigen Vertragspartner kümmern sich um E-Scooter, die ihnen selbst gar nicht gehören. Da werden jetzt zudem viele Partner auf dem Trockenen sitzen.

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43 Kommentare

  1. Gott sei Dank. Bird war echt einer der schlimmsten und miesesten Anbieter. Ich hoffe die müssen den teilweisen Schrott, der noch auf den Straßen liegt und gemeingefährlich ist, auch wegräumen.

    • Das glaube ich nicht. In meiner Stadt haben die sich schon Anfang des Jahres zurückgezogen und die Dinger liegen immer noch überall rum. Die Stadt sagt dazu nur „Für die Entsorgung sind die Anbieter selbst verantwortlich“… wow

    • Das ist ja der Witz an der Sharing-Economy. Keine braucht es wirklich und der Müll liegt überall herum.

      Die Roller und Fahrräder lassen die Leute wahlweise auf dem Radweg liegen oder wenn der Betreiber aufgibt wirft irgendwer die Dinger in den Fluss.

      Man muss den Politikern nur irgend was von Startup und Dotcom erzählen und sie erlauben jeden Mist. Und die haben auch noch die Stirn sich über Wettbewerb zu beschweren.

      „Also wenn ich mir hier keine Monopolstellung erkaufen kann habe ich keine Lust“.

  2. Die bauen zwar recht hübsche eScooter, aber die Dinger standen irgendwie immer überflüssig in der Gegend herum… neben den anderen Anbietern.

  3. Typisch, sobald der Markt einen wegregelt wird danach geschrien, dass die Politik eingreifen und einen selbst bevorzugen soll.

  4. Die Dinger bzw. deren Nutzer sind eine Plage. Ständig liegen die Dinger im Weg rum. Neulich hat jemand seinen Leihscooter ziemlich dämlich in der Mitte der Straße abgestellt, ich war gezwungen anzuhalten und das Teil an den Straßenrand zu schieben. Aber das werden wohl die selben Menschen sein, die ihre McD-Tüten neben das Auto stellen und wegfahren.

    • der Michael says:

      Gerade letzte Woche gesehen:

      Edeka-Parkplatz

      5er BMW (ganz neu; kein Proleten-Fahrzeug sondern eher eines der Fraktion „Geschäftsmann kann das Geld scheißen“))

      Mann & Frau gehen zum Auto, Mann steigt ein.

      Frau öffnet Beifahrertür von außen, setzt sich rein …. man sieht: schicke Stiefel, schickes Leder & Holzdekor in der Tür …

      Frau wischt mit einem weißen Taschentuch etwas innen an der Tür ab … lässt es dann galant auf den Supermarkt-Parkplatz fallen …. die Tür schließt …. und der Mann fährt – vermutlich, wie auch die Frau, glücklich und zufrieden und sauber – los….

      Leider ging das alles zu schnell und ich war zu weit weg – sonst hätte ich dem an die Scheibe geklopft und gesagt: Sie haben da was verloren….
      (und innerlich wünsche ich mir da immer, mal kurz Michael Douglas spielen zu können …. in seiner Paraderolle aus „Falling Down“)

      —-> ich glaubt, SOLCHE Leute meinst du auch …. 😉

      • André Westphal says:

        „Falling Down“, muss ich einfach mal sagen: Einer meiner Lieblingsfilme. Da wirds mal Zeit für eine 4K-Version. Immer noch brandaktuell der Film in seiner Sozialkritik.

      • Hallo Michael, und was hat das mit dem Thema zu tun? Hätte der BMW auf einem fußweg geparkt und Fußgänger behindert … ja dann! Aber so – nur weil ein Tempo auf dem Boden zurückblieb? Mann Mann, … Auto-Fahrer-Bashing in Reinkultur , würdest Du eigentlich den ach so „guten“ Fußgängern die Schuhe ausziehen wollen, wenn die mal ein Tempo auf die Straße werfen?

        • der Michael says:

          „und was hat das mit dem Thema zu tun“

          Das war eine Antwort auf den Beitrag meines Vorredners („Duke“) und lieferte ein weiteres Beispiel für die von ihm kritisierte Gedankenlosigkeit vieler.

          Und es sollte verdeutlichen, daß sowas nicht nur „Unterschichten-Proleten“ machen sondern auch „feine Pinkel“.

          Keine Ahnung, wie sie erzogen worden sind – ich jedenfalls habe gelernt, daß man auf fremden Privat-Grundstücken nichts hinterlässt. Keine Taschentücher, keine Bierdosen, keine Kaugummis, keine Glasflaschen.

          Vielleicht macht Ihnen das aber alles nichts aus – ich kann dann ja gerne mal Ihr Grundstück zumüllen ….. sie „stellen Sich ja bestimmt nicht so an“ – oder?

          Vermutlich finden Sie es auch ok, wenn man Zigarettenkippen überall hinwirft oder abgelutschte Kaugummis?

          In manchen Ländern zahlt man übrigens 500 Dollar für so eine absichtliches vermüllen öffentlicher Infrastruktur – dort ist alles sauber. Dort nutzt man Abfalleimer oder nimmt seine eigenen Abfälle mit nach Hause zur Entsorgung. Bei uns sieht es teilweise aus wie im Assi-Land…..

          Haben Sie mal so eine Aktion begleitet, bei der Schüler den Dreck am Straßenrand aufsammeln?

          • Hallo Michael, „Und es sollte verdeutlichen, daß sowas nicht nur „Unterschichten-Proleten“ machen sondern auch „feine Pinkel“.“ wenn Du ernsthaft geglaubt hast , daß Geld für einen BMW haben was mit feinem Benehmen zu tun hat … nee insofern hast Du recht – aber: über ein Taschentuch stolpert niemand und es ist nach ein paar Tagen von der Witterung zersetzt – nicht schön aber weit weniger invasiv und gefährlich wie im Weg liegende massive metallgeräte. Also Dein Vergleich hat nicht nur gehinkt , er hatte nur ein Bein …

      • Cellulose ist weder giftig, noch umweltschädlich. Dosen übrigens auch nicht. Es sieht vielleicht nicht schön aus, aber das tun Lastenräder auch nicht.

        • der Michael says:

          Darf ich dann auf IHREN Privatgrund kommen und dort Taschentücher und Metalreste abladen?

          Machen Sie das auch immer gerne, den Privatbesitz anderer zumüllen – natürlich vollkommen umweltfreundlich….?

  5. Wenn das eigene Geschäftsmodell angeblich nur ohne Konkurrenz mit einem staatlich/öffentlich-rechtlich gesicherten Monopol funktioniert sollte man in einem freien Markt vielleicht mal sein Geschäftsmodell hinterfragen.

    • Hallo Grainger, „Wenn das eigene Geschäftsmodell angeblich nur ohne Konkurrenz mit einem staatlich/öffentlich-rechtlich gesicherten Monopol funktioniert sollte man in einem freien Markt vielleicht mal sein Geschäftsmodell hinterfragen.“ gebe Dir da vollkommen Recht , das macht die Taxi-Lobby ja wenn es um Einführung weiterer Fahrdienstleister wie UBER geht .. da klatschen dann alle Beifall – und wir zahlen die enorm hohen Taxitarife. Hier wäre ich auch für De-Regulierung, z. B. Wegfall der Begrenzung der Taxianzahl pro Versorgungsgebiet. Das soll dann auch der Wettbewerb regeln. Aber die TaxifahrerInnen und ihre Lobby sind ja zu gut organisiert und verhindern seit jahrzehnten jede marktliberalisieerung – und melken damit uns KunddInnen systematisch ab – und das mit Unterstützung der Politik. Und auch – u. a. hier im Blog – oft lautem Beifall wenn es um dieses Thema ging. Mal wieder messen mit zweierlei maß. Und ja ich bin für ein Verbot von e-Scootern – zu viel Wildwuchs, und eine Gefahr für Fußgänger da sie auf den Gehwegen unterwegs sind, zu leise um sie rechtzeitig zu hören wenn sie von hinten herankommen, rücksichtslose – meist Jugendliche – NutzerInnen und wenn sie irgendwo fallengelassen werden, wenn man sie nicht mehr braucht eine Stolperfalle per Excellence. Aber alles angeblich „wegen die Umwelt“ – Danke nein!

  6. Konstantin L. says:

    Ich empfand meine wenigen Fahrten mit Bird immer als sehr gut. Das Fahren auf den Bird-Rollern war wesentlich komfortabler ( weichere Reifen, besseres Fahrwerk?) als bei den Konkurrenten. Bird war aber am teuersten und hatte nie Rabattaktionen wie die meisten anderen Anbieter. Daher habe ich Bird fast nie genutzt.
    Preis > Komfort

  7. Den einzigen Markt, der mit E-Scootern Profitiert wird sind Verwerter vom Schrott für die Entsorgung.
    Was soll ich mit so einem E-Scooter anfangen hier auf dem Land? Habe ein E-PKW damit bin ich zufrieden und auch Sicher und schneller unterwegs.

    • Welcher E-Scooter-Verleiher stellt denn seine E-Scooter „hier auf dem Land“ auf? Die sieht man doch fast nur in Städten ab einer gewissen Größe.

    • Hi Flori, „Den einzigen Markt, der mit E-Scootern Profitiert wird sind Verwerter vom Schrott für die Entsorgung.“ Du vergißt Ärzte und Krankenhäuser die die leute behandeln die in Unfaälle mit diesen Geräten verwickelt werden, entwweder selber als Nutzende oder als Fußgänger bei Karambolagen / Remplern oder weil sie über die dinger stolpern.

  8. Ich finde das absolut nicht gut. Ein Rückschlag für die E-Mobilität. Konkurrenz belebt das Geschäft. Ich kann aber den Schritt durchaus nachvollziehen. Die Städte sind ja noch nicht mal in der Lage die Schilder an die E-Scooter anzupassen. Überall in den Großstädten werden die Anbieter ausgeschlossen, gegängelt und mit immer mehr Auflagen belegt. So richtig wollen, tut man die E-Scooter anscheinend nicht, ist ja klar, ein Auto bringt mehr Steuern. Ich würde jeden verpflichten mal einen E-scooter Probe zu fahren, dann wäre die Meinung in Deutschland vielleicht eine andere. Die Dinger sind einfach nur geil aber leider mit einer 20 km/h Sperre belegt.

    • Hier wird ja gerade von Bird kritisiert, dass zu wenige Anbieter ausgeschlossen werden.

    • Für mich sind die E-Scooter eher ein Rückschlag für die Bewegungs-Mobilität.

    • Bob (der andere) says:

      @ Legomio:
      Wie immer, kommt es auf den (eigenen?)Standpunkt an: Du findest es wird zu viel gegängelt usw.

      Ich finde das nicht. Als diese e-Roller eingeführt/erlaubt wurden gab es ja so gut wie keine Regulierung (bis auf die 20Km/H Begrenzung). Jetzt sehen die Städte aber, daß es so nicht funktioniert. Die Teile werden am Ziel einfach hingeworfen, egal ob Gehweg, Straße, Grünanlage usw. und behindern andere (Fußgänger). Da der Großteil dieser Nutzer offensichtlich nicht über genügend Ver- und Anstand verfügt, auf andere Rücksicht zu nehmen, wird nun eben reguliert (ob das mit Verstand oder lösungsorientiert geschieht, steht auf einem anderen Blatt). Den Umweltnutzen sehe ich auch nicht wirklich. Die meisten Fahrten werden nicht von Auto-Umsteigern gemacht, sondern von jungen Leuten, die sonst zu Fuß gegangen wären oder mit Bus gefahren wären. Jetz fährt man halt mit dem e-Sooter zur Party und fährt vollgesoffen zu Zweit wieder heim (und landet dann öfter mal mit Schädelbruch im Krankenhaus).
      Auch so ein Thema: Wer entsorgt die Teile wenn sie kaputt sind oder sich ein Anbieter zurückzieht, aber die Teile nicht abholt/entsorgt? Sie werden in Flüsse geworfen oder einfach liegengelassen. Die Stadt muß sie letztendlich einsammeln (bzw. rausfischen). Die Kosten trägt also am Ende der Steuerzahler…

      Das ist ein großes Thema, das man hier nicht wirklich ausführlich behandeln kann. Der Fehler war/ist m.M. n., daß es eben vor der Einführung KEINE Konzepte gab, wie man das alles regeln will. Jetzt wird eben reguliert (manche Städte in der EU haben die e-Roller bzw. das vermieten inzwischen komplett verboten). Wenn es mit Vernunft und Rücksichtnahme nicht fuznktioniert, wird eben eingeschränkt und/oder verboten.
      Ach ja, dir reichen 20 Km/H nicht? Ich finde das ist mindestens 10Km/H zu schnell. Besonders für ungeübte reicht das um sich schwer zu verletzen. Und, es ist auch ungerecht. Wer nur 5Km/H schneller fahren will, muß eine Prüfung ablegen:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Mofa-Pr%C3%BCfbescheinigung
      und es besteht eine Helmpflicht.

      Ich bin nicht gegen e-Mobilität oder gegen Die e-Roller generell, aber so wie das jetzt läuft kann das nicht weitergehen. Da müssen vernünftige Konzepte von Seiten der Städte auf der einen Seite, und Einsicht und Rücksichtnahme von den Benutzern auf der anderen Seite, her. Ansonsten werden die Teile entweder ganz verboten oder mit sovielen Auflagen belegt, daß sie uninteressant werden.

  9. Ich kann jeden empfehlen sich einen eigenen Scooter zuzulegen. Bei mir ist es der Scotex H20 geworden. Hab noch Pannensichere Reifen, Schloß und Rucksack angepasst dazugekauft und bin begeistert. Die Leihscooter sind so viel schlechter.
    Mein Scoter hat mein Leben verändert. So viel mehr Lebensqualität.

  10. Na, hoffentlich entsorgen die Ihre Roller auch ordentlich…

  11. Das immer gleiche Gejammer vieler Unternehmen: „Der Staat soll sich raushalten, der Markt regelt das … Wie, zu viel Markt, zu starke Konkurrenz? Der Staat muss eingreifen“. Ja was denn nun??

  12. „Innovationen voran treiben.“

    Ein Marketing-Satz aus der Hölle.

  13. Einder weniger. Vielleicht werden wir die anderen auch noch los.

  14. Na gut, der erste Anbieter verschwindet und die anderen dürfen es dem gerne gleich tun, denn es gibt nichts nervenderes als diese Dinger, die überall rumstehen und irgendwo abgestellt werden.

    Dem Stadtbild sind diese Dinger auch kein Wohlgefallen aber vielleicht hilft es ja, wenn man die Regeln und Gesetze für diese Teile etwas erhärtet und diese nicht mehr als hippe Teile sieht, sondern wirklich als das, was es eigentlich sein soll.

    Motorisierte Fahrzeuge und da sollte es zur Sicherheit eine Helm- und Kennzeichenpflicht geben.

    Da bin ich doch gespannt, welcher selbsternannte Hippster, dann noch mit diesen Teilen fahren will.

    Ich fahre seit Jahren überall mit Rad hin und das hält fit. Vielleicht hat aber auch die Gesellschaft das Treten verlernt und steht lieber faul auf dem Brett um von A nach B zu kommen.

    Dann aber wie erwähnt, bitte mit Helm- und Kennzeichenpflicht.

    Ich wette, dann verschwinden diese sehr schnell von der Fläche!

    • Nach deiner Logik müsste dann für Radfahrer aber auch Kennzeichen- und Helmpflicht eingeführt werden. Da gibt es auch genügend die planlos und verstrahlt gegen jegliche Verkehrsregeln durch die Gegend fahren. Und jedes Oma-Rad hängt doch so einen Stehroller ab. Nur weil da ein Motörchen drin ist, ist doch die Gefährdung nicht höher. Und das sage ich als Fahrrad-Pendler.

      • Hallo Markus, „Nach deiner Logik müsste dann für Radfahrer aber auch Kennzeichen- und Helmpflicht eingeführt werden. Da gibt es auch genügend die planlos und verstrahlt gegen jegliche Verkehrsregeln durch die Gegend fahren. Und jedes Oma-Rad hängt doch so einen Stehroller ab. “ Da bin ich voll bei Dir, und das als Fußgänger – überall da wo keine Radwege sind wird oft auf dem Bürgersteig gefahren und dann mit weniger als einem Meter Schutzabstand , den Radfahrende ja gern für sich selber einfordern , überholt. Kennzeichen, melden und dann Bußgeld. Das würde helfen . Ebenso bei Rot über Ampeln – gilt doch nicht für’s Fahrrad – oft hier in der Stadt selber mitbekommen – fußgängerampel hat Grün , man muß als fußgänger den Radweg überqueren und da schießt einem dann ein Rad fast über die Füsse , obwohl das Rot auch fürs Rad gilt. Rüpel gibt es eben überall – und Mieträder liegen oft auch irgendwo rum oder werden mitten auf Gehsteigen abgestellt – auch da wie bei Miet-Scootern: nicht nur Kennzeichen- und Helmpflicht sondern die Leute die die Dinger mieten müssen sich elektronisch mit Namen ggf. über den e-Perso registrieren und sozusagen ein elektronisches Fahrtenbuch generieren, damit man weiß wann wer von wo bis wo so ein ding genutzt hat. Wenn Beschwerden kommen ist dann Roß und Reiter eindeutig identifizierbar und kann nötigenfalls für Fehlverhalten zur Verantwortung gezogen werden.

        • „Kennzeichen melden und dann Bußgeld“ danke für den Lacher. Ich weiß ja nicht in welchem Land du lebst, aber zumindest in Deutschland würde der Fahrer dann einfach sagen „stimmt nicht“ und die Sache wäre erledigt. Und wenn du dann deinen Videobeweis auspackst würdest du eher noch selbst eine Strafe kassieren, weil du unerlaubt gefilmt hast.

          Und das ist auch gut, dass es so ist. Sonst könnte man den verhassten Nachbarn ja einfach so oft wegen ausgedachten Verkehrsdelikten melden, bis er im Gefängnis sitzt.

          • Hallo TR , „auch da wie bei Miet-Scootern: nicht nur Kennzeichen- und Helmpflicht sondern die Leute die die Dinger mieten müssen sich elektronisch mit Namen ggf. über den e-Perso registrieren und sozusagen ein elektronisches Fahrtenbuch generieren, damit man weiß wann wer von wo bis wo so ein ding genutzt hat. Wenn Beschwerden kommen ist dann Roß und Reiter eindeutig identifizierbar und kann nötigenfalls für Fehlverhalten zur Verantwortung gezogen werden.“ Zitat aus meinem Beitrag – steht doch alles da wie es geht – für Mietscooter und -fahrräder , und für das eigene Gerät: wie beim Auto: wenn der eindruck entsteht „ich bin nicht gefahren, sondern habe das fahrzeug verliehen“ ist nur eine Schutzbehauptung, muß eben der entleihende vom halter benannt werden , sonst gibt es – auch für Fahrräder und Scooter – wie beim Auto eine Verpflichtung zum führen eines Fahrtenbuches. Alles fürs Auto möglich , also muß man die entsprechenden Gesetze nur auf diese Verkehrsmittel ausweiten. Wo ist das problem?

  15. der Michael says:

    Das ist schon seltsam, daß sich ein Unternehmen aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit purer freier Marktwirtschaft ….. über zu viel Marktwirtschaft beschwert….. 😉

    Sonst beschweren sich US-Unternehmen (wie Uber) doch eher, wenn es hier mal Regeln & Konzessionen gibt (wie bei den Taxis) …. man kann es diesen neumodischen „ich-bau-schnell-was-auf-und-werd-Milliardär“-Buden gar nicht recht machen….

    „Bird geriet auch schon für sein Geschäftsmodell in die Kritik: Man vergibt quasi Lizenzen an Vertragspartner, die von Bird dann die Scooter selbst als Flotte mieten, in den jeweiligen Städten anbieten und auch selbst warten und versichern müssen. Somit lagert Bird Teile seines finanziellen Risikos aus und die unabhängigen Vertragspartner kümmern sich um E-Scooter, die ihnen selbst gar nicht gehören. Da werden jetzt zudem viele Partner auf dem Trockenen sitzen.“

    Das klingt für mich aber normal:
    Das scheint eine Transaktion unter Kaufleuten / Gewerbetreibenden zu sein. Das gleiche, wie wenn sich ein Spediteur einen LKW vom Herstellers least oder aus einem Pool mietet. Diesem Spediteur gehört (Eigentum) der LKW dann ja auch nicht.

    Und beim üblichen Leasing ist der Leasingnehmer für Wartung & Versicherung zuständig – und bei Miete kann man das unter Gewerbetreibenden sicherlich auch frei vereinbaren …. (was es letzten Endes wieder zu Leasing macht – Leasing ist eine atypische Form des Mietens)

  16. Ich sehe da, besonders im Hinblick auf die teilweise nur auf wenige Monate Lebensdauer kalkulierten Lebenszyklen der Räder, kein wirklich profitables Geschäftsmodell.
    Das ist erstmal jahrelanges Geldverbrennen bis man, hoffentlich, der einzige Überlebende ist.

    Ich denke es werden nach und nach noch andere Player verschwinden, einfach weil die nicht wirklich profitabel sein werden.

  17. Morgenmicha says:

    ich bin vor einigen Tagen sowieso das letzte Mal mit Bier gefahren. freiwillig. ersten waren es hier in Cottbus die unkomfortabelesten Leihscooter. und die teuersten. freischalten kostete zum Schluss 1 Euro, dazu jede Minute horrende 29 Cent plus eine neue Betriebsgebühr von 24 Cent. klingt ja nicht viel, summiert sich bei einer kurzen 3 Minuten Fahrt aber auf 2,11 Euro! das ist in der Tat kein tragfähiges Geschäftsmodell. Tier und lime machen es hier doch auch zu fairen Konditionen und Minutenpreisen ohne Abzocke durch eine Bezriebsgebühr die Mal klammheimlich dazukommt. tschüss bird.

  18. Bird hat für mich den Marketing- und Kooperationstrend verschlafen und schiebt es jetzt auf die Politik.

    Plötzlich standen sehr selten Roller da, dass war es dann auch. Während Tier, Lime, Voi entweder Kooperationen mit Sixt Share, FreeNow, und anderen Shared Mobility Apps eingegangen sind, oder vor allem mal Voi Geschenke in Form von Freifahrten, kostenlose Freischaltungen oder Guthaben für eine Meldung eines defekten Rollers herausgaben, verschwindet Bird jetzt einfach wieder so klanglos, wie sie kamen.

    Sie hätten sich durch solche Aktionen analog VOI einen Namen machen können. Man versuchte da auf Krampf etwas durchzusetzen was wohl in einem anderen Land funktionierte in dem wohl die Konkurrenz durch so eine Entscheidung ausgeschalten wird. Gottseidank können wir uns den Anbieter hier frei aussuchen.

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