E-Scooter: Kraftfahrt-Bundesamt listet Modelle mit ABE

Infografik Anforderungen an verkehrssichere E-Scooter. Grafik: TÜV Rheinland

Wir berichteten neulich über die Tatsache, dass E-Scooter von Segway-Ninebot die TÜV-Prüfung durchlaufen haben. Mittlerweile ist ja in Deutschland das Fahren von E-Scootern erlaubt, sofern diese bestimmte Bedingungen erfüllen – und somit eben die Allgemeine Betriebserlaubnis haben. Zahlreiche Hersteller bemühen sich natürlich um diese, aber die Mühlen der Bürokratie sind in Deutschland nicht die schnellsten. Und schaut man sich um, dann gibt es derzeit noch gar nicht so viele unterschiedliche E-Scooter, die vom Kraftfahrt-Bundesamt zugelassen sind. Das Kraftfahrt-Bundesamt erteilt auf Antrag der Hersteller Genehmigungen für die reihenweise Produktion von Elektrokleinstfahrzeugen, sofern die genehmigungsrelevanten Voraussetzungen der eKFV erfüllt sind. Auf der entsprechenden Seite listet das Amt allerdings ein paar wenige e-Scooter:

Überblick der erteilten ABE durch das KBA (Stand: 02.08.2019)
ABENr. Genehmigungsdatum Typbezeichnung Handelsbezeichnung Genehmigungsinhaber
N997 21.06.2019 ES 200G Tier ES 200G Tier Mobility GmbH
N996 21.06.2019 Voiager 1 VOI Voiager 1 VOI Technology AB
N998 21.06.2019 Sparrow IO Hawk Sparrow IO Hawk Invest GmbH
P002 21.06.2019 B1D B1D, FLASH, CIRC LMTS Holding S.C.A.
P004 25.06.2019 Lime-S 3.0 Lime-S 3.0 LimeBike Germany GmbH
N999 26.06.2019 Exit-Cross IO Hawk Exit-Cross IO Hawk Invest GmbH
P010 15.07.2019 WUE10 EGRET TEN Walberg Urban Electrics GmbH
P005 18.07.2019 ES145A Moovi Kaufmann Sortimentsgroßhandel GmbH
P012 26.07.2019 e-floater efloater Floatility GmbH
P026 29.07.2019 WUE8 EGRET EIGHT;
THE-URBAN #BRLIN
Walberg Urban Electrics GmbH
P001 02.08.2019 Bird One Germany Bird One Bird Rides Europe B.V.

Sicher werden da bald noch ein paar Modelle hinzukommen, zum Beispiel die oben erwähnten E-Scooter von Segway-Ninebot.

Besitzer von Elektrokleinstfahrzeugen ohne ABE können laut Kraftfahrt-Bundesamt auch den Hersteller des Fahrzeugs anschreiben und sich über die Möglichkeiten einer Betriebserlaubnis erkundigen. Grundsätzlich wäre eine Einzelzulassung denkbar, jedoch liegt die Zuständigkeit dafür nicht beim Kraftfahrt-Bundesamt – und sicher lohnt sich das kostentechnisch nicht.

  • Danke Ramón!

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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18 Kommentare

  1. Ich denke, daß sich das ganz flott wieder legen wird.

    Außer Touris und Idioten die zu zweit unterwegs sind, sieht man niemand damit fahren.

    Aktuell ist es Hip, aber eine sinnvolle Art, sich fort zu bewegen sieht anders aus.

    • Als Hamburger, der die Hobel als sehr störend empfindet, 100 % Zustimmung.

      • Hier auch so. Im Grunde sind mit den Dingern nur Idioten unterwegs die damit von links nach rechts über Rad- und Fusswege gurken. Dann werde sie irgendwo abgelegt wo sie nur im Weg sind. Jemanden, der damit die letzte Meile zum Büro oder so nimmt habe ich noch nie gesehen.

        • omg natürlich siehst keine der ins Büro fährt, die haben es dann dort untergebracht und sind bevor du vermutlich aufstehst schon bei der Arbeit.

    • Idioten gibt es leider überall und führen alle möglichen Fahrzeuge oder gehen zu Fuß…
      Gehärlich wird es wie immer überall solange man keine Rücksicht aufeianander nimmt und seine Geschwindigkeit den Verhältnissen rundum anpasst.

  2. Auf Dauer wird sich das durchsetzen. Aktuell nur Hype und viele Touris damit unterwegs aber so langsam merken die Leute wie sinnvoll es ist, sich damit forrzubewegen.

    • Davon gehe ich auch aus. Sobald es mal entsprechend Modelle zu vernünftigen Preisen (unter 300 Euro) gibt werden sich die Dinger alleine schon in den Städten durchsetzen.

  3. Fahre die Dinger von Circ, Lime, Voi und Tier jetzt dank der Gratiscodes seit 6 Wochen. Und ehrlich gesagt sind die Dinger anstrengend zu fahren. Auf der Straße gehts, auf Radwegen, zumindest in Berlin ist das ein Geratter und Geklapper, da sieht man beim Fahren kaum noch was, so wird man durchgeschüttelt. Meiner Meinung nach, wären auch Blinker sehr sinnvoll, denn mit einer Hand fahren und Richtung anzeigen wie beim Fahrrad ist auf den Dingern schlicht unmöglich. Dazu kommen dann die ganzen Idioten die sich nicht an die Regeln halten.

    • Bob (der andere) says:

      @ Jens:
      Das beschei**dene Fahrverhalten auf Untergrund der nicht topfeben ist, kommt von den Mini-Rädern. Und aufgrund der kompakten Bauweise kann das auch von den Federelementen nicht ausgeglichen werden (zu klein/Federweg zu kurz, falls überhaupt vorhanden).
      Das an die Dinger eigentlich zwingend Blinker dran gehören, hab ich hier schon mal geschrieben, kurz bevor die e-Scooter zugelassen wurden. Eben gerade aufgrund der Bauweise sind diese Teile höchst instabil zu fahren, da gehören beide Hände an den Lenker.
      Wenn man das jetzt alles mal zusammennimmt, muß die Nase ganz schnell als Knautschzone herhalten.

      Übrigens mal ein Tipp/Empfehlung an alle Zweiradfahrer (e-Scooter, E-Bikes usw.):
      Bevor ihr euch so einen bedingt brauchbaren Fahrradhelm aufsetzt*, kauft euch ein paar gute Lederhandschuhe und zieht die IMMER an.
      Bei einem Sturz streckt man automatisch die Hände vor, als Schutzreflex (mit den Händen abfangen, um den Kopf zu schützen). Schürfwunden an Händen gehören bei jedem Zweiradsturz dazu.

      * Die Fahrradhelme schützen nur die Oberseite des Schädels, nicht aber den Schläfenbereich oder das Gesicht. Aber genau diese zwei Bereiche des Kopfes werden fast immer verletzt bei einem Sturz, während man eher selten genau auf der Fontanelle landet. Nicht umsonst tragen Motorsportler (und die meisten Motorradfahrer) einen Integralhelm, der den Kopf rundum schützt

      • Wie ist es mit Breitreifen, würde die einiges mehr wegschlucken als die harten schmalen? Bei Fahrräder läuft das wohl recht gut, gibt immer mehr breitere Reifen… spart sich manch einer die Federung…

        • Alles, was die Reifen „wegschlucken“, musst du zuerst in die Pedale treten. Da pumpe ich meine Reifen lieber mit 4 Bar oder mehr auf und rolle damit besser…

        • Bob (der andere) says:

          @ DOT2010:
          Breitreifen machen da nur bedingt einen Unterschied. Da kommt es weniger auf die Breite als auf den Luftdruck an. Diese Breitreifen findet man für gewöhnlich an geländegängigen Zweirädern. Da werden sie mit “etwas zu wenig“ Luftdruck gefahren. Aber auch nicht wegen der Federung/Dämpfung, sondern wegen des Grips (wenn der Reifen nicht so prall aufgepumpt wird, vergrößert sich die Aufstandsfläche die Kontakt mit der Straße hat. Das geht aber wieder zu Lasten des Kurvenfahrverhaltens, und das was George99 sagt.

          Je kleiner der Raddurchmesser, (Felge+Reifen), umso holperiger wird die Fuhre eben. Und auch sonst sind diese e-Scooter konstruktionsbedingt nicht zu unterschätzen was das Unfall/Verletzungsrisiko angeht.
          Bin Motorräder mit über 150PS gefahren, die um die 270km/H Spitze gemacht haben. Habe mich da immer sicher gefühlt.
          Aber ein e-Scooter einhändig mit 20km/H oder mehr? – Lieber nicht!

    • Blinker vielleicht aus Asien kaufen und anbauen, gibt ja fürs Fahrrad solche Dinge. Ist zwar nicht StVo konform aber die Polizei drückt denk ich da auch ein Auge zu wie beim Licht. Lieber eines haben das vielleicht kein StVo hat als gar keines wie leider viel viel viel zu häufig… bei Erwachsene oder schlimmeres Papa hat eines, Kind daneben keine Beleuchtung… sowas könnt ich von früh bis spät mit dem Kopf gegen die Wand kanllen

  4. Was zum Teufel ist ABE?!

    • ABE = Amtliche Betriebserlaubnis
      Ohne diese darf man in Deutschland keine Kraftfahrzeuge auf öffentlichen Grund nutzen.
      Montierst Du etwa Felgen ohne ABE für Dein Fahrzeug, dann erlischt die Betriebserlaubnis für Dein Auto, Du verlierst den Versicherungsschutz. Das wird dann teuer.

  5. Roger Bergamt says:

    Grade beim TÜV Nord angerufen : ABE Einzelzulassung kostet ~4000€

    • Danke für die Info. Ich vermute du meinst tatsächlich nur eine Einzelzulassung. Eine „ABE Einzelzulassung“ entspricht nämlich dem WLAN-Kabel im IT-Bereich. 😉

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