E-Scooter: Kassenarzt-Chef fordert Verbot


Wieder einmal schaffen es E-Scooter in die Medien, diesmal äußert sich der Kassenarzt-Chef Andreas Gassen zu Thema. Dass die Dinger nicht ungefährlich sind, sollte in der Theorie klar sein. Ich als in einer Kleinstadt lebender hate letzte Woche größten Respekt vor den Berlinern, die sich mit E-Scootern tatsächlich in den Straßenverkehr stürzen, völlig gleich, ob da nun ein Radweg ist oder nicht. Ich bin dann doch lieber ins Taxi gestiegen, aber eben auch nur, weil ich es in der Form nicht kannte – Vernunft nennt man das wohl. Hat man sich da aber einmal eingegroovt, kann man auch durch den Großstadtdschungel scootern, allzu problematisch sehe ich das nicht.

Kommen wir aber zurück zu Kassenarzt-Chef Andreas Gassen. Er fordert einfach ein generelles Verbot von E-Scootern. Denn nur das würde helfen, Verletzungen zu vermeiden. Er dazu:

„E-Tretroller sollten komplett verboten werden. Nur das würde helfen, Verletzungen zu vermeiden.[…] Überall dort, wo diese Fahrzeuge inzwischen rumfahren, haben wir deutlich mehr Verletzte. […] Die schlimmsten Befürchtungen sind eingetreten. Aus unfallchirurgischer Sicht sind E-Tretroller eine Katastrophe.“

Und weiter in bester Stammtisch-Manier:

„Aber das war absehbar. Aus ärztlicher Perspektive war es unverantwortlich, grünes Licht für E-Tretroller zu geben. […] Es gibt auch keine Notwendigkeit für diese Gefährte. Sie gehören nicht auf die Straße und schon gar nicht auf den Gehweg. […] Aus medizinischer Sicht sind sie einfach zu gefährlich, also weg damit. Die Rettungsstellen sind schon voll genug.“

Immerhin muss ich mich gar nicht selbst bemühen, dem zu widersprechen, das erledigt nämlich Unfallforscher Siegfried Brockmann vom Gesamtverband der Versicherer (GdV):

„Ein Verbot der E-Tretroller so kurz nach der Einführung zu fordern ist ‚Quatsch‘. Es war von vornherein klar, dass, wenn wir dieses zusätzliche Verkehrsmittel auf unseren Straßen zulassen, es zu Unfällen kommen wird. Wir stellen auch schwere Unfälle unter Beteiligung von Radfahrern fest – aber es würde niemand auf die Idee kommen, sie im Straßenverkehr zu verbieten. […] Was wir brauchen, ist mehr polizeiliche Kontrolle. Es gibt zu viele Nutzer von E-Tretrollern, die zu zweit oder auf dem Gehweg fahren oder unter Alkoholeinfluss unterwegs sind.“

Mehr und bessere Kontrollen also, unter Berücksichtigung der polizeilichen Kapazitäten. Das passt zu dem, was man kurz nach Start der E-Scooter in Deutschland so hörte. Von chaotischen Zuständen war die Rede, die es zu beseitigen gilt. Da sind die Anbieter von Leihscootern und die Kommunen aber bereits auf einem guten Weg. Dass bei der Einführung neuer Transportmittel nicht alles direkt auf Anhieb klappt, das sollte jedem klar sein, auch einem Kassenarzt-Chef. Ist aber offenbar nicht so.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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130 Kommentare

  1. Als jemand, der beruflich mit Unfällen durch diese Drecksdinger zu tun hat, unterstütze ich ein Verbot sofort. Auch wenn Herr Gassen mitunter ziemlichen Müll redet, da hat er Recht.

    • Verbietet Menschen, Menschen machen Unfälle mit jeglichen Fahrzeugen 😀

    • Und was ist mit Fahrrädern? Was ist mit Autos? Mit Skiern? Mit Skateboards? Alles verbieten?

      • nachdenklich says:

        @ Jemand: Eine sehr unsachliche Antwort ! Weil sie ein komplexes Thema ins Lächerliche zieht. Solange wir in einer Zeit leben, in der die Kapazitäten des Gesundheitswesens am Anschlag sind, müssen wir uns Gedanken machen, was die Solidargemeinschaft leisten kann und was nicht.
        Solange ein Mensch an einem Asthmaanfall stirbt, weil der nächste Rettungswagen gerade einen Besoffenen fährt oder einen Scooter-Harakiri-Fahrer, haben wir ein Problem, das angegangen werden muss.
        Man kann das lösen, indem man Menschen ab 65 keine künstliche Hüfte mehr zubilligt. Finde ich jetzt unmenschlich. Oder man geht her, und belegt Risikosportarten mit einem Zuschlag für Versicherungen. Oder führt eine Pflichtversicherung für Scooter-Fahrer ein. Oder verbietet bestimmte Dinge (was für mich immer nur die letzte aller Möglichkeiten sein sollte).
        Das alles wäre übrigens überhaupt kein Problem, wären nicht immer mehr Zeitgenossen so schrecklich unvernünftig.

        • Ok, da hast du Recht. 400.000 ernsthaft Verletzte, 4.000 Tote – jedes Jahr, nur in Deutschland.
          Nach nunmehr etwas über 100 Jahren „Einführungsphase“. Wann genau wollen wir das Auto verbieten?
          Übrigens würde dann die Zahl der tödlichen Roller- und Fahrradunfälle auch drastisch sinken, ohne dass man bei Roller- oder Radfahrern irgendwas ändern müsste.
          Toll, oder?
          Als ersten Schritt könnte man generell Tempo 30 einführen.

    • Alexander Heckmann says:

      Willkommen im Land der „Bedenkenträger“

      Nur weiter so und wir werden gar keine Innovationen mehr zu tage fördern.

      • nachdenklich says:

        „Scooter“ sind eine Innovation ??? Nur, weil der gute, alte Tretroller jetzt einen Akku hat ???

        • Ja, es ist eine Innovation die unsere Mobilität verändert. Du wirst mir ja nicht erzählen wollen, dass man mit einem Tretroller 10-20 km durch die Stadt nützen würde.

          • nachdenklich says:

            @ Alexander: Danke für die Rückmeldung. Wie viele Scooter-Fahrende fahren damit 10-20 Kilometer ? Kann man von „Veränderung der Mobilität“ sprechen ? Ich denke, für diese Einschätzung ist es noch viel zu früh, dazu fehlen uns belastbare Daten. Irgendwann werden wir ja mal aussagekräftige Statistiken über die Nutzung der Dinger bekommen. Hoffe ich zumindest. 😉

          • Dazu müssten die Scooter in den Vororten stehen! In den Vororten gibt es die Probleme mit der ÖPNV-Taktung. Die ganzen Leihscooter stehen aber alle im Stadtkern und dürfen diesen auch nicht weit verlassen.

  2. „Aus ärztlicher Perspektive …“

    Damit ist doch schon alles gesagt. Er sieht es unter diesem Gesichtspunkt und da hat er Recht. Das ein Verbot natürlich nüchtern betrachtet totaler Quatsch ist, ist ein anderes Thema.

  3. Ich habe zwar beruflich nichts mit Unfällen zu tun, aber die Anzahl der E-Scooter-Fahrer die mir privat vors Auto gurken OHNE zu schauen wo sie rumfahren ist in den letzten Wochen drastisch gestiegen. Erst heute musste ich wieder eine komplette Vollbremsung hinlegen, da ein Scooter meinte er müsste den Radweg verlassen um auf der Strasse ein Fahrrad zu überholen. Dieser Vorgang wurde OHNE Anzeichen oder Beachtung der Fahrbahn durchgeführt…

    • Bei einem Sicherheitsabstand von 1,5 Meter zu beiden Personen passt der Scooter-Fahrer locker zwischen Auto und Fahrradfahrer, auch wenn er dies selbstverständlich nicht darf.
      Oder hast du den Sicherheitsabstand etwa nicht eingehalten? Dann bist aber du für die Gefährlichkeit dieser Situation stark mitverantwortlich gewesen.

      • Natürlich halte ich den Sicherheitsabstand (zwischen den Autos) im fließenden Straßenverkehr ein. Dieser bewegt sich bei ca. 50 km/h. Wenn nun aber ein E-Scooter mit ca. 20 km/h plötzlich und ohne Vorwarnung nach links komplett auf die Fahrbahn zieht, dann reichen 1,5 Meter zum Radweg bei 50 km/h auch nur noch für eine Vollbremsung.

        • Weiter unten hast du geschrieben, dass der Radweg auf dem Bürgersteig verlief. Diese Information fehlte oben. In dem Fall hast du alles richtig gemacht, und ich ziehe meinen Kommentar zurück. Der Scooter-Fahrer ist hier scheiße gefahren.

    • Die Straße gehört allen gleichermaßen, nicht nur Dir alleine! Wenn er den „Radweg“ verlassen konnte, war das nur eine Schutzmarkierung, da gilt 1,5m Sicherheitsabstand beim überholen. Wenn die Situation das nicht zulässt, gelassen, mit entsprechendem Abstand hinterher fahren, bis man sicher überholen kann. Danke!

      • Der Scooter war in meinem Fall erst auf dem normalen Radweg unterwegs und hat dann, ohne Vorwarnung, auf die Straße gewechselt. Die Radwege sind bei uns im Ort mit auf den Fußwegen und haben dann einen Kantstein zur Straße. Sie sind nicht auf die Straße gemalt.

      • Wohl noch nie in der Großstadt Suto gefahren, oder? Ok, das war eine Provokation. Die Dinger sind eben kreuzgefährlich für die Typen, die damit rumgurken.

      • Fritz Mukula says:

        Was stimmt mit Dir nicht? „Wenn er den „Radweg“ verlassen konnte…“. Ich kann als Fußgänger den Gehweg ebenfalls jederzeit verlassen, trotzdem laufe ich als geistig gesunder Mensch nicht einfach quer über die Strasse, ohne zu schauen ob ein Auto kommt.

        Vor allem warum setzt Du bitte Radweg in Anführungszeichen? Ob es ein Teil der Strasse ist und durch eine Markierung gekennzeichnet, oder ein Teil des Fußweges, spielt absolut keine Rolle. Wenn es einen Radweg gibt, hat jedes Fahrrad und jeder E-Scooter darauf zu fahren und nicht einfach aus Lust und Laune einfach auf die Strasse zu fahren, ohne sich um den Verkehr zu kümmern. Was für ein Blödsinn.

        • Bitteschön: https://de.wikipedia.org/wiki/Radverkehrsanlage

          „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten…“ D. Nuhr

          • ???

            Was möchte uns der Autor damit sagen? Das es Radwege gibt?

            Im ursprünglichen Posting ging es um einen Scooter-Fahrer, der praktisch einen Spurwechsel vorgenommen hat, ohne Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer zu nehmen. Das ist einfach gefährlich. Was hat das mit den baulichen Details von Radwegen zu tun?

            • max ging wie er selbst schrieb von einem Schutzstreifen aus (deswegen 1,5 Meter Sicherheitsabstand). In dem Fall ist den Schutzstreifen verlassen kein Wechsel der Fahrbahn, da dieser Teil der jeweiligen Fahrbahn ist. Regelungen bezüglich Fahrbahnwechsel (Hintermann auf entsprechender Bahn hat Vorrang z.B.) sind deswegen nicht anwendbar.

          • Fritz Mukula says:

            Ich kann mir nicht helfen, aber mit jedem Post machst Du Dich noch lächerlicher. Was soll ich jetzt mit dem Wikipedia-Link genau anfangen? Auf welche Ahnungslosigkeit bezieht sich denn Dein Zitat? Wenn Du schon klugscheißerisch daherkommen willst, dann mach es bitte mit Dingen, die Deine ursprüngliche Aussage beweisen, anstatt irgendeinen Unsinn hin zu werfen.

            Laut Deiner ursprünglichen Behauptung müssen Autofahrer es akzeptieren, wenn ein Fahrradfahrer oder E-Scooter-Fahrer plötzlich vom Fahrradweg auf die Strasse fährt „weil die Strasse allen gleichermaßen gehört“, und sie es somit jederzeit dürfen, wenn ihnen danach ist. Zeig mir bitte ganz genau wo so etwas geregelt ist. Vor allem aber in Bezug auf Deine Differenzierung zwischen Fahrradweg und „Fahrradweg“.

            • > wenn ein Fahrradfahrer oder E-Scooter-Fahrer plötzlich vom Fahrradweg auf die Strasse fährt „weil die Strasse allen gleichermaßen gehört“

              Nein. max sprach explizit von einem Schutzstreifen. Inzwischen hat Stefan ja konkretisiert, dass dies nicht der Fall war, aber im Falle eines Schutzstreifens hat max durchaus recht. In dem Fall würden sich Auto, Scooter und Fahrradfahrer auf derselben Fahrbahn befinden. Natürlich darf der Scooter dann überholen und muss nicht erst das Auto vorbeilassen.

              > Vor allem aber in Bezug auf Deine Differenzierung zwischen Fahrradweg und „Fahrradweg“.

              Diese Differenzierung kommt eben von den verschiedenen Arten von Radwegen. Alleine ob die Linie gestrichelt oder durchgezogen ist ändert die hypothetische Situation komplett. In einem Fall ist der Radweg als Schutzstreifen nämlich Teil der jeweiligen Fahrbahn (deswegen wie oben alle auf einer Bahn), im anderen Fall ist der Radweg eine eigene Fahrbahn, und nur dann macht der Scooter-Fahrer einen Fahrbahnwechsel zum überholen!

  4. Leider kann man Beiträge nicht mehr editieren…

    Und wenn ich dann die Typen sehe, die mit dem Miet-Sprinter die Dinger einsammeln/hinstellen, die „Juicer“ – das ist ein toller Beitrag zur Reduzierung der Abgasbelastung in Innenstädten. Facepalm. Ok, man muss sich klarmachen, in Weltstädten wie Hamburg dienen die Dinger in erster Linie Touris als Fungerät. Drauf gepfiffen. Gott sei Dank ist bald Winter

  5. Er soll sich selbst verbieten! Danke!

  6. Mit der gleichen Polemik kann man auch ein Verbot von Fahrrädern und Skateboards fordern.

    Dann alle ab in gepanzerte SUV, denn nur darin ist man richtig sicher.

    • Bis Du auf ein noch größeren Stadtpanzer triffst! Yeah, wir brauchen Kreuzfahrtschiffe der Straßen!!

    • Skateboards sind im Straßenverkehr und in Fußgängerzonen eigentlich nicht zugelassen.

      Fahrräder sind durch die großen Räder im Vergleich zu den Scootern deutlich stabiler bezüglich Schlaglöchern oder anderen Unebenheiten.

  7. Vielleicht sollte der Herr mal lieber die Probleme mit der Homöopathie (deren Mittel ja mitunter auch von Krankenkassen übernommen werden), der Esoterik und den Impfgegnern angehen. Dann würde er wenigstens etwas sinnvolles leisten.

    • Du hast das Ironie Tag vergessen 🙂

    • nachdenklich says:

      @ Micha: Der Herr kümmert sich sehr wohl um die Homöopathie. Und weiss, was die Kassen für Homöopathie ausgeben (und bei sachgerechtem Umgang mit den Präparaten Geld sparen) – und was Unfälle mit Scooter-Fahrern kosten.

      • Damit kann man kein Geld sparen. Das ist Hokuspokus und kostet nur mehr.
        Wenn man Glück hat, greift der Placeboeffekt.

        • nachdenklich says:

          @ Micha: Ob Hokuspokus oder nicht, spielt hier in der Bewertung gar keine Rolle. Und wenn es nur der Placebo-Effekt ist – ein Fläschchen (oder gar nur ein Röhrchen) Globuli kostet im Schnitt viel weniger als verschreibungspflichtige Arznei. Zudem zahlen zumindest Erwachsene homöopathische Arzneimittel in der Regel zu 100 % selbst. Lediglich bei Kindern zahlt die GKV, aber da gibt es ganz andere Kostenblöcke, die die Solidargemeinschaft belasten. Es ist leider eine ideologische Diskussion, die um Homöopathie geführt wird, weil sich da zwei Lager unversöhnlich gegenüberstehen.
          Und es – leider – auch im Lager der Homöopathiefreunde Leute gibt, die unverantwortlich handeln. DANN können natürlich hohe Folgekosten entstehen. Aber das löse ich auch nicht durch die Herausnahme aus der Erstattung …

          • Globuli kosten jedoch im Schnitt viel mehr als reine (Milch)Zucker-Placebo-Tabletten (und mehr ist es ja nicht) und damit sind die Globuli überteuert und es entsteht der Solidargemeinschaft ein Schaden!

            Und wenn die Versicherten Homöopathie selbst zahlen müssten, dann würden sie vielleicht auch mal überlegen, was sie da zu sich nehmen. Aktuell ist es ja so, der „Arzt“ verschreibt es, die Kasse bezahlt es, wird schon gut und ausreichend sein…

            • @ GooglePayFan: Ein Auto kostet auch weit mehr als den reinen Materialwert ! Solange Homöopathie wissenschaftlich nicht bewiesen werden kann, geht es rein darum, bei Patienten mit dieser nebenwirkungsarmen Möglichkeit Beschwerden zu lindern, wenn eine realistische Möglichkeit besteht. Und damit ist der Vergleich „ist aber teurer als Zucker“ unzulässig, sondern man muss fragen, welche Kosten die Patienten verursachen, wenn sie sich nicht behandelt fühlen. Entscheidend ist eine Nutzen-Risiko-Bewertung, In der Hand des verantwortungsbewussten Heilberuflers kann mit Homöopathie richtig Geld gespart (!) werden. Und wie ich bereits schrieb: Die Mehrzahl der Homoöpathie-Anwender sind Selbstzahler – das tut der Beliebtheit der Homöopathie keinen Abbruch. Das Phänomen „Arzt verschreibt, Patient schluckt“ haben wir bei den verschreibungspflichtigen Präparaten viel ausgeprägter, und aktuelle Zahlen zum Schmerzmittelkonsum in Deutschland zeigen beängstigende Tendenzen. Die Folgeschäden sind VIEL teurer für die Solidargemeinschaft. Übrigens: Alle, die sich über die (Teil-)Erstattung der Homöopathie durch KK aufregen, sollten mal die absurden Verwaltungskosten der KK hinterfragen …

              • Das ändert alles nichts daran, dass Homöopathie Humbug ist. Sie selbst wirkt nicht.
                Wenn einmal die Schleuse für solch Blödsinn geöffnet ist, kommt nach und nach noch mehr, was angeblich heilt.

                Wenn Homöopathie angeblich so toll wirkt, wieso muss sie dann nicht die selbe Zulassung wie richtige Medikamente durchlaufen? Um die Antwort vorweg zu nehmen: Weil man dann die Wirksamkeit belegen müsste.

                • @ Micha: „Wenn Homöopathie angeblich so toll wirkt, wieso muss sie dann nicht die selbe Zulassung wie richtige Medikamente durchlaufen? Um die Antwort vorweg zu nehmen: Weil man dann die Wirksamkeit belegen müsste.“

                  Etwas weniger Polemik – dafür mehr Sachkunde wäre hier hilfreich. Schon mal was vom Unterschied zwischen „Zulassung“ und „Registrierung“ gehört ? Bedeutung der Begriffe „Wirksamkeit“ und „Unbedenklichkeit“ ? Wieso sollte für ein Präparat, für das noch nicht einmal eine Indikation im Beipackzettel steht, ein Zulassungsverfahren durchgeführt werden ? Nutzen für den Patienten ? KEINER. Nur Kosten im dreistelligen Millionenbereich.

                  Womit ich den Kreis schliessen möchte: Unfälle mit eScootern aufgrund unsachgemässen Umgangs mit den Dingern haben beängstigende Dimensionen angenommen. DAS hat Gassen thematisiert und damit zu einem aktuellen Thema Stellung bezogen.
                  Die Diskussion um Homöopathie ist uralt, neue Argument pro / kontra sind seit Jahren Fehlanzeige. Ich sehe keinen Grund, dass Gassen das Thema neu aufrollt, so wie Du das hier gefordert hast.

              • „Ein Auto kostet auch weit mehr als den reinen Materialwert !“

                Du stimmst mir doch zu, dass ein Auto mehr ist als nur die Summe seiner (losen) Einzelteile?
                Homöopathie ist das aber nicht. Homöopathie ist tatsächlich nichts mehr als eine Zuckerkugel, die man für den Bruchteil des Preises z.B. als P-Lichtenstein bekommt.

                Homöopathie profitiert extrem von der „Schulmedizin“, denn es blieben ohne diese gar nicht mehr so viele Patienten übrig, die mal etwas anderes als Medikamente mit (Neben)Wirkungen verschrieben bekommen wollen.

                Homöopathie hat nur einen wirklichen Nutzen: Dort, wo der Patient unbedingt etwas verschrieben haben möchte, was aber ohne Medikamente von allein wieder weg gehen würde. (Ja, ich weiß, der Placebo-Effekt ist schon etwas stärker als die reinen Selbstheilungskräfte…)

                „Solange Homöopathie wissenschaftlich nicht bewiesen werden kann, “
                Man merkt schon, du gehst an das Thema völlig falsch ran: Es wurde schon lange wissenschaftlich bewiesen: Homöopathie wirkt eben NICHT. Das ist wissenschaftlich bewiesen, es fehlt kein Wissen um eine nicht vorhandene Wirksamkeit zu beweisen…

                • @ GooglePayFan: Nachdem wir hier weit OFF-Topic sind, will ich nicht auf alle Details eingehen, obwohl ich schon zu den P-Tablinen Einiges sagen könnte.. Aber der letzte Absatz ist doch einen Kommentar wert, weil er typisch für die Gesellschaft ist: „Es wurde schon lange wissenschaftlich bewiesen: Homöopathie wirkt eben NICHT. Das ist wissenschaftlich bewiesen, es fehlt kein Wissen um eine nicht vorhandene Wirksamkeit zu beweisen…“ Das ist eine unendliche Überheblichkeit – Arroganz pur !!! Wissenschaft ist IMMER der gerade aktuell vertretene Irrtum !!! Ich habe lange genug wissenschaftlich gearbeitet, um in aller Bescheidenheit einräumen zu können, dass schon viele tolle Thesen über mehr oder weniger lange Zeit Bestand hatten und dann doch irgendwann als FALSCH widerlegt zu werden.
                  Und was die Homöopathie im Besonderen anbelangt, haben die Homöopathie-Basher Eines gemeinsam: Sie meinen erklären zu können, dass oder auch warum Homöopathie nicht wirkt. Dumm nur, dass „Heilkunde“ nicht nur aus beweisbarer Wissenschaft besteht. Das aber weiss man nur, wenn man tagtäglich mit Patienten zu tun hat und deren Bedürfnisse versucht, zu erkennen und zu berücksichtigen.
                  Und so will ich auch hier den Kreis zu den eScootern schliessen: Bedürfnis der Menschen ist, dass sie nicht sinnlos vermeidbaren Gefahren ausgesetzt sind. Der unsachgemässe Gebrauch von eScootern ist ein gesellschaftliches (High-)Risk-Phänomen geworden. Und das hat Gassen thematisiert. Dass ich persönlich Verbote allenfalls als ultima ratio sehe, möchte ich nicht verschweigen. Aber einfach weiter so, als wäre das kein Problem, ist halt auch nicht gut …

                  • „Sie meinen erklären zu können, dass oder auch warum Homöopathie nicht wirkt. Dumm nur, dass „Heilkunde“ nicht nur aus beweisbarer Wissenschaft besteht.“
                    Das Homöopathie wirklich einen Wirkmechanismus hat, verbietet die Logik, unabhängig davon, wie weit das Wissen heute ist, dazu forschen zu können.

                    Denn: Homöopathie hat ja eine Wirkung. Nur ist diese eben etwa genau so groß, wie der Placebo-Effekt.
                    Das bedeutet also, dass es entweder doch keinen Placebo-Effekt gibt und auch reine Kochsalz-Lösung die nicht geschüttelt wurde irgendwelche magischen, bis jetzt unverstandene Effekte hat oder dass Homöopathische Mittel erst einmal beim Patienten den Placebo-Effekt außer Kraft setzen und dann in etwa genau so stark wirken wie selbiger.

                    Oder eben, dass schütteln und verdünnen im Endeffekt nur bedeutet, dass die Konzentration eines Stoffes in der Trägerlösung geringer wird.

                    Was ist da wohl wahrscheinlicher?

                    • @ GooglePayFan: Sorry, diese Diskussionen gehen völlig am eigentlichen Problem vorbei !!! Einfach mal unvoreingenommen die Ausgangslage anschauen: Vor mir steht ein Patient, der eine Befindlichkeitsstörung xy schildert. Den interessiert dieses ganze Gezerre um „Logik“ und „Placebo“ oder sonstwelche Elaborate über das Für und Wider der Homöopathie NULLKOMMAGARNIX. Und wenn der Patient selbst schon mal die Erfahrung gemacht, hat, dass eine Schwellung mit Arnica C30 nicht so schlimm wird oder Euphrasia Augentropfen eine Bindehautentzündung lindern – warum sollte man ihn dann an der Anwendung hindern, solange dadurch keine Therapie verzögert wird, die unter Umständen angezeigt wäre ???
                      Mal ganz ehrlich: Wir haben chemisch-synthetische Präparate für stolze Verkaufspreise im Handel, deren Wirkmechanismus bis heute nicht geklärt ist.
                      Im Vergleich dazu – wo nicht einmal die Unbedenklichkeit geklärt ist – ist die Diskussion über Homöopathie einfach nur Zeitverschwendung. Rechthaberei, die vom eigentlichen Ziel ablenkt: Patienten zu helfen.

                    • @nachdenklich: Je nachdem an wen er geraten wäre, hätten besagtem Patienten wahrscheinlich auch Heilsteine, informiertes Wasser oder eine Orgontherapie geholfen. Oder du hättest dich einfach mal ausgiebig mit ihm beschäftigt, ihm zugehört und nicht mit dem erstbesten „Medikament“ nach Hause geschickt. Ich weiß, dass dir unser Gesundheitssystem das praktisch unmöglich macht. Und das ist das eigentlich Schlimme an der Geschichte. Aber deswegen Esoterik-Humbug von den Krankenkassen bezahlen zu lassen, kommt gleich danach.

                    • @ tim: ich erlaube mir, Deinen Beitrag mal umzuformulieren bzw. hoffentlich auch in Deinem Sinne auf den Punkt zu bringen: Die Solidargemeinschaft muss sich gut überlegen, was finanzierbar ist und was zielführend aus dem Topf der Allgemeinheit finanziert werden sollte. Ich habe DIch so verstanden udn unterschreibe das sofort. Nicht alles, was was wünschenswert ist, ist finanzierbar, aber eine „ausreichende“ Versorgung (wie es viele Politiker formulieren) ist halt nur Schulnote vier. Wenn es einem Heilberufler gelingt, mit beispielsweise Homöopathie einen Patienten wieder in einen „gesunden“ Zustand zu versetzen, dann ist das eine sehr kostengünstige Methode, die bei etlichen Beschwerdebildern auch durchaus als „Evidenz-basiert“ angesehen werden kann. Ich gebe ununmunden zu, dass es verdammt schwierig ist, die Grenze zwischen Arnica C30 bzw. Präparaten wie Viburcol oder Euphrasia Augentropfen und auf der anderen Seite Lux D200 oder X-Ray C1000 zu ziehen. Und ich ecke in naturheilkundlichen Fachforen immer wieder an, wenn dort „alternative“ Methoden diskutiert werden, von denen ich als Naturwissenschaftler einfach sagen muss, dass sie unseriös bei allem Wohlwollen schlicht unseriös sind.
                      In der ganzen Diskussion (die hier ja noch vergleichsweise harmlos abgelaufen ist) vermisse ich einen gesunden Pragmatismus und ein Stück Toleranz.
                      Wenn wir ganz ehrlich sind, schleudern die Kassen über ihre explodierenden Verwaltungskosten, Sponsoring von Sport- und sonstigen Veranstaltungen, aber auch Finanzierung von Bauchtanzkursen & Co ganz andere Summen unseres sauer verdienten Geldes aus dem Fenster, als dass wir uns über die Kosten für Homöopathie zu Lasten der Kassen einen schweren Kopf machen müssten 😉
                      Und die Menschen tragen durch ihre Lebensweise dazu bei, krank zu werden – beginnend bei Nahrungsaufnahme und noch lange nicht endend beim falschen Gebrauch unschuldiger eScooter, womit die Diskussion hier ja begann 🙂

  8. Stefan König says:

    Ich glaube ich habe in München in 10 Jahren noch nicht soviele Radfahrer auf der Fresse liegen sehen, wie Elektroroller Fahrer nach ein paar Monaten.

    Würde es auch sehr begrüßen, wenn dieses Fortbewegungsmittel wieder von der Straße verschwindet – wird von zuvielen (betrunkenen) Idioten genutzt.

  9. Nicht vom Thema ablenken. Und „Argumente“, von wegen, dann kann man ja gleich alles verbieten, sind Scheinargumente. Etablierte Verkehrsmittel werden nicht verboten werden, auch wenn ich das teilweise begrüßen würde. Es geht hier explizit um die Scooter, und um nix anderes.

    • So viel wie die E-Scooter – trotz der erhöhten Preise von 20 Cent pro Minute – gemietet werden, SIND E-Scooter etabliert.

      Und spätestens wenn man E-Scooter nächstes Jahr zu vertretbaren Preisen kaufen kann, wird es noch mehr Nutzer davon und eine Lobby geben. Dann werden die auch für den Weg zur Bushaltestelle/Arbeit genutzt.

      Die Dinger werden aus dem Straßenbild nicht mehr verschwinden. Da kannste dich auf den Kopf stellen. Die Zeiten ändern sich. Du wirst alt. Geh heulen. 😀

      • Ich denke, man kann noch lange nicht davon sprechen, dass diese Teile etabliert sind. Und ich kann mir auch nur schwer vorstellen, dass das in absehbarer Zeit ändert. Tatsächlich sehe ich auch, dass E-Scooter nicht mehr aus dem Straßenbild verschwinden, aber meist nicht auf der Fahrbahn, sondern am Rand, wo sie abgestellt sind. Denn das sieht man deutlich häufiger als welche, die tatsächlich gefahren werden.

      • Dann wird es Zeit für einen Führerschein.

      • Du bist mutmaßlich jung und meinst, dass du zu denen gehörst, die die Welt verändern. In zehn Jahren wirste merken, dass ein Hype unbedeutend ist.

        Vor zehn Jahren sollte die Mobilitätswende mit dem Segway unweigerlich kommen, letztlich hat sich nur das Leben eines der Gründer geändert, als dieser von einer Klippe gerollert ist.

        Und beim eroller werden die Fanboys nach Darwin aussortiert und nächstes Jahr spielen die keine Rolle mehr.

        Der Akku alleine machts ja nicht, da vorher schon niemand auf Rollern unterwegs war, wird es da Gründe für geben, die auch mit Akku gelten.

        Insofern ist klar, alles wird so bleiben, wie wir alten weißen Männer es gerne haben. Und jetzt geh tweeten oder shitstormen, uns doch egal 🙂

      • Da ist noch lange nichts etabliert. Momentan bist es ein wenige Wochen alter Hype.

        Lass Mal den Winter kommen und den kommenden Sommer. Dann kann man evtl von etabliert sprechen. Momentan gehe ich persönlich davon aus, dass spätestens im Sommer 2021 kaum noch einer drüber redet.

        • Nächstes Frühjahr werden die bezahlbaren E-Scooter in den Verkauf kommen und dann wirst du mehr davon sehen.

          Dann werden auch viel mehr Leute merken, wie ungemein praktisch die sind.
          Ein Fahrrad ist im Vergleich riesig groß, man kann es nirgendwo mit hinnehmen und muss es deshalb ständig draußen abschließen.

          Nen E-Scooter klappt man zusammen und nimmt man morgens mit ins Büro. Oder man schiebt den mit eingeklappter Lenkstange durch den Supermarkt. Nen E-Scooter nimmt man kurz mit einer Hand hoch, trägt ihn über ne Treppe.

          In den Kofferraum vom Auto passen problemlos zwei oder mehr. Fahrradständer fürs Auto sind Geschichte.

          Ihr habt einfach allesamt keine richtige Erfahrung damit. Das merkt man. 😉

  10. Sorry, aber nicht der E-Scooter ist das Problem. Es liegt immer am Fahrer. Ich hatte letztes Jahr das Erlebnis in Barcelona, wo die Dinger schon länger unterwegs sind. Auch dort die gleichen Probleme wie jetzt hier. Das war Mal wieder absehbar und ist auch ein Problem der nicht vorher nachdenkenden Politiker die solchen Mist dann hier zulassen. Wenn das Knie Dick ist, dann ist das schreien gross. Dummerweise nur ein Thema in unserer heutigen Zeit. Wo ist der gesunde Menschenverstand geblieben? In diesen Lande stirbt er nach und nach aus.

    • nachdenklich says:

      @ Schultz: Ein wunderbar differenzierender Kommentar ! Ja, wieder einmal springen Leute in Deutschland auf einen „Trend“ auf, ohne von den Erfindern lernen zu wollen. Scooter an sich sind in der Tat kein Problem, und man könnte mal in andere Gegenden schauen, was dort klappt und was nicht. Aber das würde ja bedeuten, ERST das Hirn einzuschalten, und DANN etwas zu tun oder zu sagen. Ob aber jemand, der hier als Kommentar „bla, bla, bla“ schreibt, bereit ist, über den eigenen Tellerrand zu schauen ? Wohl eher nicht …

      Das ist wie das Thema „Klima“ … die Schweden möchten ihre Gretel mittlerweile selber loswerden … aber in Deutschland wird die junge Frau als Guru gefeiert, und kaum jemand erkennt, dass das Wort „Klimaschutz“ eine dümmliche Trivialisierung des Kernproblems „vernünftiger Umgang mit Ressourcen aller Art“ ist.

      Womit wir wieder bei den Scootern sind … so viele Akkus, wie mittlerweile in Marseille im Hafenbecken liegen, sprechen wir mittlerweile von einer echten Umweltgefahr. Von dem Raubbau an Menschen und Natur, wo Lithium für die Akkus gewonnen werden muss, ganz zu schweigen.

      • Peter Brülls says:

        Erst mal: Die Frau heißt „Greta“. Die Namen anderer zu verunstalten ist ziemlich schlechter Stil.

        Zum anderen: Es gibt zwei Arten von Ressourcen: Welche, bei denen es im wesentlich ein rein wirtschaftliches Problem ist ob sie aufgebraucht sind oder nicht und welchen, bei denen es lebensbedrohlich ist.

        Kein billiges Erdöl mehr? Ist ziemlich wurscht, es gibt genug Alternativen. Ebenso Sand.

        Bei den Ressourcen „Trinkwasser“ , „Regenwald“, „Nicht übersäuertes Meer“ und „normaltemperiertes Klima“ sieht es aber nun mal anders aus. Wenn weg, dann erst mal weg. Kriegt man nicht so schnell wieder und ist bedauerlicherweise auch nicht zu ersetzen.

        • nachdenklich says:

          @ Peter Brülls: „Gretel“ verwenden unsere schwedischen Freunde in Anspielung auf das Theater, für das sie sich hergibt, ist keine Erfindung von mir :-). Und was die Ressourcen anbelangt, lasse ich persönlich wirtschaftliche Aspekte grundsätzlich weg, weil ich der Meinung bin, dass manche Güter (hier: Ressourcen) unbezahlbar sind. „Klima“ und ein eventueller „Wandel“ des Klimas ist die Folge von kurzsichtigen Veränderungen mit langfristigen Auswirkungen – die von Dir erwähnten Beispiele treffen den Nagel auf den Kopf. Aber genau Dein Weitblick fehlt denen, für die es nur das Wort „Klimawandel“ gibt, und das sind momentan verdammt viele Leute. Ich kenne einige „Klimaaktivisten“, die ganz stolz sind, jedes Jahr das neueste Wischbrett zu bekommen, weil es ihr Vertrag so hergibt – egal, welche Schäden angerichtet werden, um Seltene Erden für die Hardware zu fördern. Oder wenn es darum geht, Regenwasser für Gartenbewässerung zu sammeln oder 2000 Euro für eine Grauwasseranlage zu investieren, um kein Trinkwasser für die Toilettenspülung zu vergeuden. Der Fokus auf „Klima“ ist viel zu kurz gesprungen, aber wir hören nur noch dieses Wort, während allerorten die Umwelt vernichtet wird … alleine das CO2-Bashing ist fachlicher Schwachsinn, weil man in keiner Bilanz (und hier meine ich die Öko-Bilanz) nur eine Seite sehen darf.
          Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich schätze Menschen, die sich für etwas einsetzen. Aber ich habe unsere FFF-Schüler oft gefragt, warum sie ihre Demos nicht auf Samstag Vormittag legen, wo Eltern und Grosseltern mitmachen könnten, weil unsere Umwelt UNS ALLE angeht. Die Antworten waren desillusionierend …

    • Bob (der andere) says:

      @ Schultz:
      Wie recht du hast, vor allem die letzten zwei Sätze!

      Vlt. sollte man so etwas wie einen 1-2 stündigen Einweisungskurs mit Nachweis anbieten. Allein schon um ein Fahrgefühl zu vermitteln. Denn so ein Teil fährt sich völlig anders als ein Fahrrad (wesentlich instabiler, “freihändig“ endet garantiert mit Sturz) oder gar ein Mofa/Moped/Motorrad.
      Ohne den Nachweis dann kein Versicherungskennzeichen.
      Und vor allem gehören Blinker an die Teile ran.

      Gegen alle anderen Ursachen wie besoffen oder zu zweit fahren usw. kann man eben nix machen. Sind halt Anwärter für den Darwin-Award.

  11. Was für ein Blödsinn, was soll denn das alles zu verbieten? Schon einmal was von natürliche Auslese gehört, lässt die doofen doch doof sein. Es gibt genug Möglichkeiten sich zu verletzten und dennoch wird nicht alles Verboten.
    Sorry aber mir ist das relativ Wurst wenn jemand sich damit überfahren lässt weil er besoffen mit seinem Kumpel zusammen nachts auf solch einem Teil unterwegs ist. Ich weiß die Ansicht ist sehr radikal aber man muss halt auch nicht alle in Watte einpacken.

  12. Das einzige, was diese Dinger machen, ist sämtliche anderen Verkehrsteilnehmer zu behindern. Sei es im.Verkejr selber, oder weil sie einfach überall einstehen und liegen. Einfach weg damit, braucht kein Mensch.

  13. Zigaretten und Alkohol sind auch noch immer erlaubt.

  14. Was wir aktuell mit den Dingern erleben, ist Anarchie auf unseren Straßen und v.a. Gehwegen! Dass es am Ende die Nutzer sind, die damit so rücksichtslos unterwegs sind, ist klar. Aber wenn der Gesetzgeber nicht in der Lage ist, eine (weitestgehend) sichere Teilnahme am Straßenverkehr zu gewährleisten (wo auch immer er da ansetzen will, ob durch mehr Kontrollen beim Nutzer oder bei den Verleihern), dürfen E-Scooter nicht zugelassen werden. Man stelle sich nur mal vor, ein Autofahrer würde in gleicher Weise am Straßenverkehr teilnehmen.

    Jeden, der das Gegenteil behauptet, lade ich auf einen Nachmittagsspaziergang durch Berlin-Mitte ein. Das sollte ausreichen, um sich ein eigenes Bild der Situation zu machen (insofern man nicht bereits über ein unachtsam abgestelltes Gefährt dieser Art stolpert, die Gehwege sind größtenteils damit zugeparkt).

    PS: Dieser Beitrag stammt von jemandem Mitte 30, der sich selbst als Techie bezeichnen würde.

  15. allzu problematisch sehe ich das nicht.
    Das ist aus deiner Sicht klar, da du ja Werbung für dieses betreibts und damit Geld verdienst !
    Zu allen anderen Beiträgen nur soviel, wer möchte kann bei mir das kostenlose Tool GSMV ordern !

  16. Wer mit solchen Dingern freiwillig unterwegs ist hat eh die Kontrolle über sein Leben verloren. Außerdem, wie wäre es mit normalen Tretrollern, wiegen weniger, kosten weniger und sind später leichter zu entsorgen. Bloß keinen Muskel mehr bewegen müssen, das ist das wichtigste

    • Dazu passend hab ich mal irgendwo ein Video gesehen, in dem es u.a. sinngemäß hieß: „Selbst wenn wir uns bewegen, bewegen wir uns nicht.“

  17. Aha, also was der Kollege vom Bundesverband sagt, mehr polizeiliche Kontrollen, ist also gut und das was der Kollege der Kassenarzt-Chef sagt, ist schlecht weil es angeblich Stammtisch Manier hat? Und die Deutungshoheit hat der Nerd-Stammtisch?

    Warum bitte soll die Gesellschaft entweder in Form von Krankenversorgung oder in Form von erhöhter Arbeitslast bei der Polizei dafür sorgen, dass dieses völlig nutzlose Verkehrskonzept von irgendwelchen ausländischen Start-Ups existieren kann?

    Der Schrott steht auf den Fußwegen, er ersetzt in Form von Lime eher Wege zu Fuß oder per Fahrrad, sorgt also nicht nur in der Produktion sondern auch im Betrieb für zusätzliche Umweltbelastung und er gefährdet Menschen.

    Die Dinger im Gefahrenpotential mit dem Fahrrad zu vergleichen – das ist Stammtisch.

    • Angestellte Fahhraäder stehen noch viel mehr und überall auf den Fußgängerwegen im Weg herum. E-Scooter fahren dort wo Fahrräder fahren. Im Vergleich zu Fahrrädern sind E-Tretroller harmlos. Stimmt. 😉

      • Komisch, ich habe mit Ausnahme von in dafür vorgesehenen Fahrradständern und bei Veranstaltungen selten Fahrräder in 10er Reihen schräg auf Gehwegen gesehen. Jep, gerne mal an einer Hauswand, Laterne oder einem Straßenschild – ist halt doof wenn in Autoschland jeglicher Platz für Autos reserviert wird. Escooter sind aber schlicht nicht notwendig fürs Verkehrskonzept der Zukunft, sie ersetzen selten oder gar keine Autofahrten, vor allem in der Mietform und v.a. in Lime-Form sind sie massenhafter Elektroschrott zum Spaß von ein paar Gutsituierten in Erst-Welt-ländern auf Kosten aller möglichen Beteiligten.

        Fahrräder dagegen sind Teil der Zukunft des innerstädtischen Verkehrs. Was nicht heißt, dass man jetzt zusätzlich auch noch ofo bikes auf den Gehwegen in deutschen Großstädten braucht.

        • Genau so ist es.

        • Was hat das mit Fahrradständern zu tun? Die Fahrräder stehen im Weg! Genauso wie die Massen von Fahrradständern! Weg damit!

          • Hier ist der Unterschied von Privatbesitz und Mieten bzw. Sharing das Problem.
            Bei den Scootern hat der Mieter am Mietende keine Verwendung mehr und keine Verantwortung, somit wird das Gefährt einfach wild abgestellt.
            Bei Privatfahrrädern hingegen, möchte man es später wieder benutzen, somit stellt man es gesicherter ab.

            • Den privaten E-Scooter braucht man gar mixt nicht irgendwo hinstellen, sondern die sind mit eingeklapptem Lenker so klein, dass sie problemlos durch den Kaufhof oder den Supermarkt gerollt werden können. Die passen auch leicht in den Kofferaum von Auto, in Bus und Bahn und ins Büro.

              • Gegen privaten Gebrauch habe ich nichts, solange die Leute halbwegs vernünftig fahren. Wer sich das privat zulegt, hat vielleicht tatsächlich einen Nutzungsvorteil, achtet auf sein Eigentum (und seine Gesundheit) und lässt es nicht an jeder x beliebigen Stelle stehen, nur weil es so klein ist. Er beschäftigt sich auch mit dem Ding und fährt nicht alle 2 Monate mal 5 Minuten – gut für die Erfahrung mit den Dingern. Fahrradfahren kann quasi jeder seit klein auf und hat viele 100, 1000 Kilometer auf dem Buckel, der Umgang mit brenzligen Situationen, seien es nur 5cm Kanten, ist ein viel erfahrenerer.

                Das Problem sind free-floating Roller, die mal eben zum Spaß für 5 Minuten benutzt werden können. Aber kein lime Nutzer nimmt jetzt statt dem Auto den Roller zur S-Bahn oder Arbeit. Diesen Weg ist er vorher gelaufen oder mit dem Fahrrad gefahren. Oder wollt ihr mir erzählen, Leute sind in der Innenstadt bekloppt genug für 3km Auto vom Haus zum Bahnhof fahren. Angesichts der Abstellgebiete kann es ja keine lime Nutzer in der Peripherie geben, die wirklich das Auto ersetzen.

                • Die Leute fahren bisher 3 km mit dem Auto von zu Hause durch die Stadt zum Banhof.
                  Und zwar deshalb, weil man dann nicht bis zur Haltestelle laufen und auf den Bus warten muss.
                  Hierfür können Miet-E-Scooter eine sinnvolle Akternative sein.

                  Für den täglichen Weg zur Arbeit oder regelmäßige Nutzung muss man sich einen E-Scooter kaufen.

                  Da es noch keine E-Scooter zu kaufen gibt, kann man diese also gar nicht beurteilen.

  18. Killer-scooter sind Landminen für die Seele!

    „Killerspiele sind Landminen für die Seele“ und „aktives Kriegstraining“. „Wissenschaftler, die dies leugnen, machen sich zu Komplizen und sind Profiteure des militärisch-industriellmedialen Komplexes“, ist im sogenannten „Kölner Aufruf gegen Computergewalt“ zu lesen.
    https://www.golem.de/0812/64247.html

  19. Würd beides verbieten. Also E-Scooter, aber auch Fahrräder. Der einzige der sich hier in Berlin wenigstens gelegentlich an Verkehrsregeln hält sind Autofahrer.

    Mobilität ohne Verbrennungsmotor ist ein Irrweg.

    • Elektroautos gehören auch Verboten! Gemäß den Rechenkünsten des Info-Instituts und ADAC erzeugen die mehr Schadstoffe als Dieselpkws. Außerdem fahren die eh nur linke Ökos!

  20. „Ich als in einer Kleinstadt lebender hate letzte Woche größten Respekt vor den Berlinern, die sich mit E-Scootern tatsächlich in den Straßenverkehr stürzen, völlig gleich, ob da nun ein Radweg ist oder nicht.“

    Ich denke, die Scooter-Fahrer sehen sich da den Radfahrern gleichgestellt. Und die müssen sich hier in Berlin schließlich nicht an Verkehrsregeln halten, haben immer Vorfahrt und dürfen fahren, wo immer sie wollen. Egal, ob Straße, Fußweg, Park oder Kinderspielplatz – man muss immer mit Radfahrern und nun auch Scootern rechnen.

    • Also hier in Köln ist es schon legendär und gehört quasi zum guten Ton, dass Fahrradfahrer in der Nacht ohne Licht in falscher Richtung bei Rot über die Ampel fahren und dazu noch Stinkefinger zeigen…

      • Aber die genießen – anders als E-Scooter – politischen Schutz als moralisch überlegene Form der Mobilität.

        Deshalb erntet man böse Blicke, wenn man auf die Gemeinsamkeiten zwischen E-Scootern und Fahrrädern hinweist. 😀

        • Die E-Scooter Kritiker sterben irgendwann aus. Wir setzen einfach beruhigt auf eine biologische Lösung… 😀

          Über „Killerspiele“ regt sich ja auch keiner mehr auf. Und als die Eisenbahn erfunden wurde, hieß es auch, so hohe Geschwindigkeiten von über 30 km/h seinen gesundheitsschädlich… tzzt

          Die Menschen haben sich kein bisschen geändert. Sobald es etwas Neues gibt, kommen alle reaktionären Hinterwäldler aus ihren Löchern und versuchen sich wichtig zu machen… XD

        • „politischer Schutz“ …. oh man …..

    • Sascha Ostermaier says:

      Ich war letzte Woche paar mal in Berlin als Autofahrer unterwegs. Ja, die Situation ist nicht optimal, aber es ist auch viel besser als vor 2 Jahren noch – trotz der zusätzlichen E-Scooter. Generell sind die Autofahrer in Berlin die größeren Arschlöcher im Verkehr und das sage ich in diesem Moment als Autofahrer.

      • Dankeschön!
        Ich fahre Auto, Motorrad, Fahrrad, und kann das glatt bestätigen! Die aggressivsten und rücksichtslosesten Verkehrsteilnehmer sind die Autofahrer! Sogar wenn ich mit dem Motorrad unterwegs bin und mit dem Verkehr mitschwimme, versuchen manch Autofahrer mich um jeden Preis -egal wie riskant- zu überholen. Auch wenn es klar ist, dass ich bei der nächsten Gelegenheit nur kurz am Gas ziehen brauch und schon ist die Blitzbirne im SUV nur noch als Pünktchen im Rückspiegel zu sehen…

        • Ich bin kein regelmäßiger Autofahrer (ab und zu mal Carsharing, so notwendig, ansonsten hauptsächlich Fahrrad & zu Fuß) und als Fußgänger im Berliner Kern wird man eigentlich täglich geschnitten, Scooter & Radfahrer wechseln bei Rot fließend in den Bürgersteig, man wird angeklingelt weil man auf die Straße ausweichen solle, usw. usf.

          Man hat den Eindruck, es fehlen denen ganz wesentliche Grundkenntnisse der Straßenverkehrsordnung. (Da hat bsplw. noch nie jemand was von Vorrang gehört. Das durchschnittliche Fahrrad biegt ab ohne Rücksicht auf Verluste.)

          Im Berliner Diskurs kann man da aber nicht offen drüber sprechen. Es gibt da eine strikte Trennung in Teams und alle üben fleißig Kulturkampf. Alle Argumente werden da immer nur als Teamgesang interpretiert.

  21. Das ist doch der Typ, der auch eine Strafe für unnötige Arztbesuche möchte… Man sollte man prüfen ob man seinen Posten nicht streichen kann.

    • Deswegen meinte ich, dass er sonst viel Müll erzählt. Ist in der Apparatschik-Riege der Ärzteschaft umstritten.

    • nachdenklich says:

      @ Cris: Es ist natürlich sehr einfach, jemanden, der sich traut, Kritik an unguten Entwicklungen zu äussern, zu „streichen“. Was er zum Thema „unnötige Arztbesuche“ gesagt hat, ist in fast allen Arztpraxen Realität – die Praxis-Hopper nehmen denen, die echt Hilfe brauchen, die Kapazitäten weg. Insofern bin ich durchaus froh, dass Gassen sich aus dem Fenster lehnt. Er ist jemand, der Probleme erkennt und anspricht, bevor sie eskalieren.

      • Das heisst, die Erstdiagnose, um festzustellen ob ich zum Arzt sollte oder nicht, soll dann der Patient selber machen? Soso…

        • nachdenklich says:

          @ Uwe: Ich glaube, Du hast den Ansatz von Gassen nicht ganz verstanden. Es geht ihm eben NICHT um die Erstdiagnose, sondern um das Gehüpfe von Arzt zu Arzt (vor allem „Fach-Arzt“) wegen ein und derselben Erkrankung. Gab es früher nicht, als es noch die klassische „Überweisung“ gab.
          Das „Hausarztmodell“ war gar keine so schlechte Erfindung …

          • eine „Strafe“ für unnötige Arztbesuche wäre super. Nur Gassen hatte doch vorgeschlagen das ALLE die frei wählen wollen mehr zahlen sollen…..

            • nachdenklich says:

              @ h4lfh0nk: Nach den mir vorliegenden Informationen will Gassen eine Art (Hausarzt-)zentrierte Versorgung – nur das Recht, Hopping bezahlt zu bekommen, soll auf Wahltarife verlagert werden. Wobei es insofern Ausnahmen geben dürfte, dass jemand mit Splitter im Auge gleich zum Facharzt für das Auge gehen darf. Natürlich muss auch „unbestraft“ bleiben, wenn eine ärztlich angeratene Abklärung erforderlich ist. Nur eben das „ich gehe solange zum Arzt, bis ich höre, was ich möchte“ muss endlich der Solidargemeinschaft vom Leibe gehalten werden. Ganz schlimm ist ja, dass viele Patienten am Wochenende in die Ambulanzen und Notaufnahmen rennen, weil sie unter der Woche keinen Bock hatten, sich ins Wartezimmer zu setzen.

  22. Irgendwo menschlich die Schuld immer beim anderen zu suchen, sei es an den technischen Mitteln oder an den anderen Verkehrsteilnehmern. Meines erachtens ist dabei das Hauptproblem der Mensch selbst. Sicherlich ist es manchmal notwendig die Probleme technisch oder gesetzlich zu lösen, aber auch dann, wenn die Ursache eine technische ist oder Regeln fehlen. Beides ist m.E. nicht der Fall. Das einzige was hilft wäre, die Menschen halt zu mehr Vernunft erziehen. Ja ist schwer, aber am Ende des Tages ist es m. E. auch das nachhaltigste für unsere Gesellschaft. Und wenn die Vernunft mit den technischen Möglichkeiten nicht mitwächst, wird das auch der limitierende Faktor für den Fortschritt sein.

  23. Naja. Das ist wieder typisches Verhalten. Alles bzw. jeden über einen Kamm scheren……

    Nicht die Scooter sind gefährlich sondern die Leute die damit fahren wie die Sau. Es gibt aber auch mehr als genug Leute die damit ordentlich umgehen und auf Fußgänger bzw. andere Verkehrsteilnehmer achten. Nur redet natürlich niemand darüber sondern nur über die schlechten Vorfälle. Wie immer und überall halt.

    Das ist wie bei Fahrrädern. Ich denke mal das die Unfälle durch den E-Bike Boom ebenfalls ziemlich in die Höhe gegangen sind. Dort trifft es aber eher die Fahrer selber durch Überschätzung und einem daraufhin folgenden Sturz bei dem natürlich weitaus seltener andere involviert sind.

  24. Hatten wir auch schon mal, nur geringfügig anders… https://youtu.be/uBiWAve6ijg

  25. Der Mann hat nicht unrecht. Diese Geräte stellen ein Risiko dar. Unausgreifte Technik trifft auf unreife Fahrer. Wenn sich die Faherer und Fahrerinnen dieser gefährte nur selbst verletzen würden, sähe ich da weiger Probleme, aber sie gefährden auch andere. Schlußsendlich verursachen sie noch Kosten die die Krankenkassen tragen dürfen. Und das alles nur weil ein paar Lobbyisten der Hersteller und Vermieter dieser Horrorgeräte, auf das Verkehrsministerium, einfluss genommen haben. Dort scheint man von der Materie keine Ahnung zu haben, sonst hätte man diese Geräte nie zugelassen. Zudem unterstützt man noch die Ausbeutung der Mitbürger. Das ZDF berichtete vorige vWiche darüber, wie sich die Verleihfirmen um Sozialabgaben und Mindestlohn drücken. Und dieses „Geschäftsmodell“ wird dann noch mit „modern“ genannt. Egal, der Winter wird kommen und dann ist erst mal Ende mit dem Hype, bleibt zu hoffen dass das auch so bleibt. Übrigens Cashy, früher hat Mann sich eine Harley gekauft, wenn er in die Midlife Krise kam, die war nicht weniger gefährlich als so ein eRoller, aber viel cooler. Wenn gestandene Männer auf so einem Spielzeug durch die Gegend rollern, finden das Frauen eher lächerlich. Glaub mir.

  26. Solange die Dinger solche Spielzeugreifen haben und keine ausreichenden Bremsen, gehören die Dinger nicht in den öffentlichen Straßenverkehr.. Mediamarkt hatte hier in Oldenburg mal einen Testtag.. Nee danke dafür würde ich nicht 1 Cent ausgeben. Egal welches mmodell ich getestet habe immer mit dem gleichen Ergebins.. wo man mit nem Fahrrad locker über Unebenheiten auf den Radwegen oder Straßen drüber fährt muss man mit dem Rollern aufpassen, dass man nicht auf die „Stürze Schnauzt“..

    Weiterhin stört mich die Dinger taugen ja nicht mal zum Einkaufen.. Gibt kein Gepäckträger kein Korb Satteltaschen o.ä. ..

    Was mach ich mit dem Ding, genau man fährt damit wo man sonst zu Fuß geht. Genau deshalb halte ich es auch für Schmarrn, dass da irgendjemand sein auto für stehen läßt..

    Die E-Roller sind in der Herstellung bestimmt nicht so umweltfreundlich wie vernüftige Schuhe und bei der Entsorgung schon zweimal nicht.

    Was die Kontollen der Polizei oder Ordnungsamt angeht, die müssten mehr als doppelt soviele Beschäftigte haben.

    Aber typisch unser Politik versagen auf ganzer Linie. Erlassen ein Gesetz, welche nicht mal ansatzweise kontolliert werden kann.. Das ist wie in der Erziehung mit kindern, was soll ich Regeln aufstellen für die Kids, welche ich dann selber nur schwer oder garnicht kontrolliern kann?

    Bin ich froh, dass Oldenburg eine Fahrradstadt ist. Ich habe bis jetzt erst 2 von diesen Spielzeugen aufnem Radweg gesehen.

  27. Liebe Ilse, die meisten Verkehrsunfälle und dadurch impliziert die meisten Verletzen/Toten/Kosten verursachen nach wie vor, bei weitem, die Autos. Es wäre also logisch, erst da anzusetzen und verbieten/verbessern.

    • Prozentuell?

      • Kann man ergoogeln, hab nicht mehr alle Zahlen im Kopf. Auto/ Fahrrad war auf jeden Fall 70%(!) von Autofahrer verursacht, die restlichen 30% teilen sich in von Radfahrer verursacht und selbstverschuldet.

    • @ max: Es ist sehr selten, dass Autos Unfälle verursachen. In der Regel sind es deren Fahrer (m/w/d). OJK, Sarkasmus beiseite, Thema ist zu ernst: Die meisten Verkehrsunfälle mit Personenschaden resultieren aus unangemessenem Verhalten der Fahrer. Nicht die Geschwindigkeit ist das eigentliche Problem, sondern das Nicht-Beherrschen seines Fahrzeugs. Egal, ob mangelnder Sicherheitsabstand oder Überholen ohne Sicht oder Konsum bewusstseinsverändernder Substanzen oder Smartphone-Daddeln am Lenkrad: Immer ist es der Mensch hinter dem Steuer, der verantwortlich ist …

  28. Man sollte viel lieber schauen warum diese Unfälle passieren. Oftmals dürfte es daran liegen dass alternative Fortbewegungsmittel in deutschen Städten viel zu wenig Platz zur Verfügung haben. Während die Autos oft 2-3 Spuren + Parkspuren bekommen sollen sich Radfahrer, Scooter und andere auf schmalen Radfahrstreifen arrangieren? Mal ganz davon abgesehen dass viele Falschparker und immer breiter werdende Autos den Raum noch weiter begrenzen ist dies auch so schon viel zu wenig Platz.
    So langsam wird es Zeit dass im Bereich der Stadtzentren die alternativen Fortbewegungsmittel eine höhere Priorität erhalten. Ideal wären physisch vom KFZ Verkehr getrennte Spuren, wie es sie in manch anderen Ländern bereits gibt.

  29. Und ich dachte, das Heise-Forum sei schlimm…

  30. Also ich glaube es fehlt ein Führerschein für die Dinger. Sogar für Mofa braucht man eine Bescheinigung über Grundlagen der STVO und praktische Prüfung. Pedlecs sind da eigentlich nicht weniger schlimm da die aber als Fahrrad gewertet werden.. Gesetz ist eben Gesetz.

  31. Herrlich…. So langsam hat das ganze unsachliche hier echte Qualität….
    Aber Mal zurück zum Thema….
    Warum kann unsere Gesellschaft damit so schlecht umgehen? Weil es viel zu viele Idioten gibt die mit so einem … Evtl. Zukünftig… sinnvollem Verkehrsmittel nicht umgehen können und die Preise damit versauen. Es ist kein Spass Fußgänger jeden Alters auf den Gehweg zu erschrecken und die Straße in Wildwest Manier zu erobern. Ich sage nur Paragraph 1 StVO…. Den sollte hier jeder kennen.

  32. Man stelle sich vor, die Einführung des Fahrrads hätte mit Verleihfirmen angefangen. Es wäre die reinste Katastrophe geworden.
    Ich sehe das Problem bei den Tretrollern ausschließlich bei dem Verleihkonzept. Die Art und Weise, wie die Dinger benutzt werden, ändert sich doch komplett, wenn man einen eigenen E-Scooter fährt. Ein eigener E-Scooter wird nicht einfach achtlos abgestellt und man macht sich mit dem Gerät vertraut, mit dem man unterwegs ist. Evtl. hat man sogar einen Helm dabei, weil man nicht (wie mit einem Verleihobjekt) spontan Scooter fährt.
    Ich hatte mir vor einiger Zeit einen M365 gekauft und bin regelmäßig damit zur Arbeit gefahren. Inzwischen liegt er nur noch im Keller rum, weil ich weiß was mir für Strafen drohen, sollte ich erwischt werden. Eine Zulassung bekommt er nicht, da er zu schnell ist. „Und wenn du einfach langsamer fährst?“ hatte mein Sohn irgendwann mal gefragt. Nee, geht trotzdem nicht. Das dürfen nur Autos.

  33. Ich fahr jetzt schon öfters in Hannover mit den Dingern rum und ich bin begeistert. Ich werd mir selbst so ein Teil kaufen.

  34. Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung hat sicherlich Recht: Wenn ich in seiner Situation wäre und es mir leisten könnte, nur von einem Chauffeur durch die Gegend kutschiert zu werden, dann würden mich die Dinger sicherlich auch nerven. Kein Wunder, dass er dagegen wäre, wenn man mal von den vorgeschobenen Gründen absieht.

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