DuckDuckGo stellt Browser für den Desktop vor und Passwortsynchronisation in Aussicht

DuckDuckGo hat einen neuen Browser für den Mac vorgestellt, der sich auf Privatsphäre verstehen soll. Vorab: Eine Windows-Version soll bald folgen. Der Browser setzt auf DuckDuckGo als Suchmaschine und will Tracker blocken sowie einen Cookie-Popup-Schutz für ca. 50 % der Websites bieten. Man haut ordentlich auf den Putz und behauptet, bei der Grafikleistung schneller als Chrome zu sein. Grund dafür sei, dass man auf Webkit setze – wie der Safari-Browser auf dem Mac.

Ein weiterer Vorteil sei, dass DuckDuckGo durch das Blockieren von Trackern etwa 60 % weniger Daten verbraucht als Chrome. Wie so oft setzt DuckDuckGo auf eine private Warteliste. Dafür muss man die mobile Version der DuckDuckGo-App herunterladen und in deren Privacy-Einstellungen Zugang zur Waitlist für „DuckDuckGo for Desktop“ beantragen. Wenn Nutzer einen Einladungscode erhalten haben, bekommen sie eine Benachrichtigung von der App.

Nutzer werden feststellen, dass der Browser noch keine Erweiterungen unterstützt. Es hat sich herausgestellt, dass die beliebtesten Erweiterungen Passwort-Manager und solche sind, die Nutzer vor unangenehmer Werbung schützen, so die Entwickler. Daher habe man diese Funktionen direkt in die App integriert, was Vorteile für den Datenschutz, die Sicherheit, die Geschwindigkeit und die Einfachheit bieten soll. Man arbeite daran, zusätzliche Erweiterungsfunktionen bereitzustellen, ohne diese kritischen Elemente zu beeinträchtigen.

Neben dem Browser sicherlich ein wichtiger Teil der News: Man sei dabei, die Passwortverwaltung in die mobilen Apps einzubauen und plane, die private Synchronisierung von Passwörtern und Lesezeichen anzubieten, um ein einheitliches, geräteübergreifendes Erlebnis zu schaffen. Gespannt darf man sein, wann ordentlich Geld verdient werden muss, denn die Aufwendungen für Entwickler, Support und Zeit werden mit den Funktionen steigen.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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10 Kommentare

  1. Mhm klingt für mich nach einem neuem Geschäftsfeld um die Einnahmen zu verbessern. Verständlich. Ob da nun Browser die beste Wahl ist. Es ist nicht schwer in der Grundkonfiguration den Anderen im Vorteil zu sein. Fraglich ist ob Netflix etc. in vollem Umfang funktionieren werden. Insgesamt bei der momentan ermüdenden Browserlandschaft etwas erfrischendes. Wenn ich an Safari denke hat er eine gute Schriftengine. Leider ein Mangel bei den Großen.

  2. Auf welcher Engine wird die Windows-Version basieren, weiß man das schon?

  3. Oh nein, bitte nicht noch ein Webkit-Browser. Reicht Safari als IE-Erbe nicht aus? Seufz…

    • Ein bisschen Vielfalt kann nicht schaden.

      • Dann doch lieber die Firefox Engine. Würde sich auch anbieten wenn sie eine Windows Version anbieten wollen.. bin gespannt welche Engine es dort wird.

      • Damit die Web-Entwickler noch mehr graue Haare kriegen und wir bald wieder „optimiert für…“ sehen? Das sich die Situation bei den Engines so konsolidiert hat, finde ich mal positiv, der ganze Wildwuchs früher hatte mehr Nach- als Vorteile, sowohl für Programmierer als auch Anwender. Bei den Browser-GUIs dagegen sehe ich das genau umgekehrt: Edge und Chrome und Firefox sind auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden, da dürfte gerne etwas eigenes Charisma rein.

        • Wettbewerb ist auch bei den Engines wichtig. Ich habe kein Bock auf eine Google-Blink Alleinherrschaft. Das ist doch am Ende schädlicher als alles Andere.

        • RegularReader says:

          Auch mit unterschiedlichen Engines kann man sich an allgemeine Standards halten. Man muss nur dafür sorgen dass der Sonderquatsch nicht mitgemacht wird und die Engineentwickler somit gezwungen sind, sich an die Standards zu halten, wenn die Seiten ordentlich funktionieren sollen.

          Aktuell habe wir eine unschöne Vorherrschaft von Google, die nicht mal ansatzweise positiv zu sehen ist.

          • Zum ersten Absatz gebe ich Dir uneingeschränkt recht, nur hat die Vergangenheit leider gezeigt, dass das nicht passiert. Ich habe wenig Hoffnung, dass das zukünftig besser funktioniert.

  4. RegularReader says:

    Klingt interessant, wenn dann auch Erweiterungen unterstützt werden. Ich möchte keinen neuen, integrierten Passwortmanager verwenden, sondern mein Bitwarden. Kann ja nicht so schwer sein, gibt es schließlich auch für den Safari.

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