Dubai testet digitale Autokennzeichen

Dubai möchte sich zu einem internationalen Technologie-Hub mausern und beschäftigt sich schon seit geraumer Zeit immer mal wieder mit diversen Transport-Initiativen, ein Beispiel dafür sind Taxi-Drohnen. Im nächsten Monat wird nun eine Test-Periode beginnen, in der man Autos mit digitalen Autokennzeichen ausstatten wird. Diese sollen einen Bildschirm, GPS und diverse andere Transmitter enthalten.

Der Chef der Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle in Dubai (Road and Transport Authority, kurz RTA) Sultan Abdullah al-Marzouqi spricht davon, dass die neuen smarten Schilder das Leben für den Fahrer vereinfachen sollen. Neben dem automatischen Notruf im Falle eines Unfalls ermöglicht die Technologie die Echtzeitkommunikation mit anderen Fahrern. So können Informationen über Verkehr oder Unfälle besser ausgetauscht werden, der Fahrer kann seine Route somit besser auf die Verhältnisse abstimmen.

Sollte das Auto „Opfer“ eines Diebstahls werden, kann das Autokennzeichen einen entsprechenden Alarm anzeigen, dass es sich um Diebesgut handelt. Die Bezahlung von Bußgeldern, Parkgebühren oder die Erneuerung der Lizenz ist ebenfalls einfacher, denn das Geld soll mit diesen Nummernschildern direkt vom Konto des Halters abgebucht werden. Ein Austausch der Schilder ist nicht mehr nötig, da das Kennzeichen sich dynamisch anpasst, wenn über die RTA-App oder der Webseite Änderungen vorgenommen werden.

Sinn und Zweck des Tests ist es, herauszufinden, ob die Kennzeichen dem heißen Klima und dem Wüstensand gewachsen sind. Die Kosten für die Schilder wird man erst genau abschätzen können, wenn die Test-Periode im November abgeschlossen ist.

An und für sich ist das schon eine Sache, die das Leben der Fahrer und Behördengänge vereinfachen kann. Fakt ist aber auch, dass diese Kennzeichen überwacht werden. Die Behörden wissen also immer, wo ihr euch mit eurem Auto gerade befindet und wie lange ihr an einem Ort verbleibt. Hierzulande würden Datenschützer schon die Stifte zücken.

BBC

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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5 Kommentare

  1. Witzig. Die Rede ist von Dubai, dass Bild zeigt aber ein Tuk-Tuk aus Thailand?! 😉

  2. Jo, das Kennzeichen ist ja auch alles andere als digital 😉

  3. „Hierzulande würden die Datenschützer schon die Stifte zücken.“
    Geht es nur mir so, oder klingt der Satz eher so als wäre es schlecht, wenn die Datenschützer dies tun?

  4. Hast Recht. Im Netzt gibt es bisher quasi kein verwertbares Digitales Schild was man als Beispiel hätte bringen können. Sorry dann, wegen meines Einwands 🙂

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