DS Audio: Synology Audio-App kann Chromecast, DLNA, Sonos und AirPlay

Wer ein Synology NAS sein Eigen nennt, der kennt sicherlich viele der Module und die ganzen Möglichkeiten. Da geht einiges und die Anschaffung als reines Datengrab ist bei einem Synology NAS nicht angeraten. Man zahlt ordentliches Geld dafür und eben jenes sollte man nur tun, wenn man mehr macht als das reine Speichern von Daten. Ansonsten gibt es nämlich eine Vielzahl von günstigeren Lösungen. Ich nutze recht viel von dem, was mit einem Synology NAS möglich ist, doch Dinge wie DS Audio waren bislang nicht in meinem Fokus. Ich lagere zwar meine Musik auf dem NAS, gestreamt wird aber meistens über Streamingdienste, Sonos und damit über die Software.

Und unterwegs? Spotify oder lokal auf dem Smartphone vorliegende Musik, die ich via diverser Apps auf Android und iOS beame. DS Audio ist unter Umständen so etwas wie ein schlafender Riese, wäre die aktuelle App etwas besser in ihren Möglichkeiten – und vorausgesetzt, dass ihr Anwendungsszenarien für die Möglichkeiten habt.

Etwas untergegangen ist nämlich die Tatsache, dass die DS Audio App nicht nur für das Hören auf dem Smartphone taugt, man kann auch externe Quellen ansprechen – und eben jene Quellen sind recht interessant: DLNA-Lautsprecher, Chromecast, AirPlay und Sonos. Bedeutet, dass ihr nicht zwingend mit diversen Playern rumfummeln müsst, sondern nicht nur unterwegs, sondern auch in den eigenen vier Wänden mittels DS Audio-App agieren könnt.

Audio Station:

Solltet ihr die App noch nie angeschaut haben, so gebt euch mal einen Ruck. Auf der Synology DiskStation muss dafür das Modul Audio Station aktiviert sein. Diese wird gespeist von den Medienordnern, die ihr unter Systemsteuerung > Medienindizierung hinterlegt habt.

Systemsteuerung:

Hat man die Audio Station also aktiviert, so ist ein Abspielen über den Browser auf diverse Quellen möglich – und mobil ist das Ganze auch machbar (über das Zahnrad in der App ist der Ziellautsprecher auswählbar). Lokal vorliegende Musik wandert also auf diverse Ziele, in meine Falle die Sonos-Lautsprecher – ohne die Sonos-App nutzen zu müssen (erlaubt Spotify ja auch).

Trotz dieser Möglichkeiten muss man natürlich schauen, wie man mit der DS Audio-App mobil klarkommt. Mich stören da ein paar Dinge. So kann ich unter Android einen ganzen Ordner direkt in der Übersicht auf mein Smartphone herunterladen, unter iOS muss ich in den Ordner, alle Tracks auswählen und diese dann herunterladen.

Und auch die Navigation innerhalb der DS Audio-App darf gerne mal von Synology verbessert werden – so kann ich zwar alle heruntergeladenen Lieder abspielen oder nach den typischen Dingen wir Interpret, Album und Co suchen – ein Abspielen nach Ordnern fehlt mir hier persönlich aber (was meinem schlechten Tagging geschuldet ist und der Tatsache, dass ich viele Mix- & Mashup-Alben und -Ordner habe).

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

19 Kommentare

  1. Ordner abspielen ist doch möglich, spiele sämtliche Hörspiele für mein Töchterchen nur über Ordner ab. Oder missverstehe ich da grad etwas?

  2. @Andreas: Tust du. Geht um den Offline-DL bei iOS 🙂

  3. hab ds audio lange und gern verwendet, hab mittlerweile allerdings auch einen spotify-account und seitdem verweisen meine lokalen musik-daten zusehens:-/

  4. „streamen“ ist auch nicht drinnen, die App läd die Lieder komplett von der Nas, bevor diese wiedergegeben werden.

  5. Ich würde gerne eine weitere Synology kaufen, habe aber gelesen, dass bereits letzten November eine neue Version rauskommen sollte. Stimmt das und gibt es Neuigkeiten? Danke.

  6. Genau aus dem Grund, dass meine Songs immer schlecht getaggt waren, höre ich seit Jahren eigentlich nicht mehr lokal gespeicherte Songs, sondern nutze Google Music und Spotify. Das Taggen war immer eine Qual, auch mit Hilfsmitteln wie dem MediaMonkey und Co.

  7. Interessant ist auch die Multi-AirPlay Wiedergabe. D.h. man kann mehrere AirPlay Empfänger als „Lautsprecher“ nutzen und hat so Multiroom 😉
    @wurst: der Server sendet die Musik direkt an sein Ziel, also bspw Chromecast. Man kann das Handy dann ausmachen und ein anderes Familienmitglied kann dann mit seinem Habdy die Playlist des bzw in dem Beispiel für den Chromecast bearbeiten/erweitern.
    Sind schon coole Möglichkeiten, allerdings in Zeiten von Premium-Streaming-Diensten wenig in Gebrauch.

  8. Wie immer ein super Tipp, hatte ich noch nicht auf dem Schirm. Danke und ein frohes Neues!

  9. @caschy: Der noch aktuellen Reihe DS216j oder auch DS216Play.

  10. @Fridolin: gibts doch. DS216+II
    Kann ich wärmstens empfehlen, allerdings nur mit dem (nicht vorgesehenem aber leicht zu machendem) Upgrade auf 8GB RAM.

  11. @Wurst

    Der Cach zum Zwischenspeichern lässt sich begrenzen. Dann werden „alte“ Daten zwischenzeitlich gelöscht.

  12. Das Abspielen auf anderen Geräten/Lautsprechern aus der App heraus hat bei mir noch nie funktioniert. Ich bekomme immer nur die App selbst als Player angezeigt. Habe u.a. DLNA-fähigen Samsung TV, Chromecast, PS3, WD TV Live

  13. @maatik: Meinst du wirklich, die 216II wäre der Nachfolger der 216? Meine erste war eine 213 und ich denke, das Jahr steckt im Namen 😉
    Die II kennzeichnet ein deutlich größeres und auch teureres NAS.

  14. DS Audio nutze ich seit einigen Jahren – ist wirklich gut. Was nervt sind bei meinen (wirklich vollständig) getaggten Dateien, das jedes Mal die Alben Cover neu geladen werden. Das dauert jedes Mal ewig und führt dazu, dass ich sie eigentlich nie zu Gesicht bekomme, weil ich das Tablet schon wieder aus der Hand gelegt habe. Da sollte Syno mal nachbessern…

  15. DS Audio mit Sonos Unterstützung funktioniert auch mit meinem betagten Ipad 1, das somit wieder zu Ehren kommt.

  16. Hallo,
    weiß jemand Rat: in der iPhone DS-audioApp: beim Auswählen eines Albums werden alle Titel doppelt angezeigt und auch 2x abgespielt, obwohl nur eine Datei (Titel) im Album (Ordner) vorhanden ist.
    Das nervt.
    Danke für Eure Hilfe

  17. Moin. Eventuell die Play Listen des Album mit in den Ordner kopiert?

  18. Nein, es gibt keine Play Liste, beim Zugriff auf den Ordner sind lediglich die „Lieder“ drin.