Dropbox wird zum Smart Workspace: Es gibt ganz viele Neuerungen

Am Mittwoch kündigte das in San Francisco ansässige Unternehmen Dropbox eine Weiterentwicklung seines Kernprodukts an. Dropbox möchte mehr machen, will höher hinaus – viele nutzen Dropbox ja einfach nur als lose Ablage für ein paar Dateien, nicht mehr.

Bildersuche

Die größere Änderung an Dropbox könnte die neue Desktop-App sein, die als digitaler Hub fungiert, auf dem Mitarbeiter mit Kollegen an Projekten zusammenarbeiten können. Dropbox möchte, dass diese neue App – eine Vorschau gab es ja bereits mit mäßigem Echo – ein zentraler Dreh- und Angelpunkt wird. Die neue App können übrigens Nutzer des kostenlosen Angebotes auch anwenden, allerdings gibt es natürlich weiterhin Funktionen, die zahlenden Kunden vorbehalten sind.

Dateivorschauen

Dropbox-Nutzer können direkt in der App Google- und Microsoft-Office-Dokumente erstellen und diese mit den entsprechenden Teamkollegen teilen. Bis Ende dieses Jahres können Trello-Anwender ihre in Dropbox gespeicherten Dateien mit ihren Trello-Karten verbinden, so das Unternehmen in seiner Meldung.

HelloSign-Integration

Hier einmal die Kern-Neuerungen:

  • Bildersuche: Mit künstlicher Intelligenz werden Bildinhalte durchsucht, um Bilddateien in Formaten wie JPG, JPEG, PNG oder GIF zu finden. Die Bildersuche wird jetzt für Dropbox Professional-Nutzer eingeführt und ist bald auch in Dropbox Business verfügbar.
  • Dateivorschauen: Nutzer können in Dropbox auch Dateien aus Programmen wie AutoCAD detailgenau auf dem Desktop ansehen, ohne die entsprechende Anwendung vorher installiert zu haben.
  • Integration von Dropbox Paper in das Dropbox-Dateisystem: So können Nutzer ihre Paper-Dokumente direkt in Dropbox erstellen, speichern und öffnen. Diese Funktion ist ab heute für neue Paper-Nutzer und in Kürze auch für bestehende Nutzer verfügbar.
  • Suchfunktion für Übersichten, um Übersichtsbeschreibungen zu durchsuchen.
  • Demnächst verfügbar:
    • Dropbox Binder: Ein neues Tool, um Projekte, Prozesse und Wissen zu dokumentieren. Relevante Inhalte für das Team werden als zentrale, jederzeit aktuelle Informationsquelle zugänglich gemacht, damit Nutzer beim Erstellen von neuen Dokumenten einfach darauf zugreifen können. Diese Funktion wird in den nächsten Monaten als Betaversion veröffentlicht.

Kalenderintegration

Die Dropbox-App enthält jetzt den Tab Für mich (über die Windows Task-Leiste bzw. die macOS Menüleiste zu finden). Auf künstlicher Intelligenz basierend, werden Nutzern personalisierte Empfehlungen und Details angezeigt, die ihnen die Arbeit erleichtern. Ähnlich wie bei anderen DBXi-Funktionen (das ist die Dropbox-eigene Plattform für künstliche Intelligenz) liefert der Tab Für mich intelligentere Vorschläge, je häufiger er genutzt wird. Zu den neuen intelligenten Funktionen gehören:

  • Datei- und Ordnerempfehlungen: Nutzern werden individuell passende Inhalte genau dann angezeigt, wenn sie gebraucht werden.
  • Kalenderintegration: Unterlagen für das nächste Meeting oder die Vorlagen für Meeting-Notizen werden genau zum richtigen Zeitpunkt angezeigt.
  • Team-Highlights: Nutzer können die wichtigsten Teamaktivitäten an einem zentralen Ort ansehen.
  • Demnächst verfügbar:
  • Personenseiten: Nutzer können relevante Inhalte zu Teammitgliedern finden und über ihre Aktivitäten (einschließlich der Dateiaktivitäten) auf dem Laufenden bleiben. In der Desktop-App können Nutzer auch direkt von ihren Personenseiten aus mit anderen Teammitgliedern kommunizieren. Personenseiten werden in den nächsten Monaten eingeführt.

Übersichten

Außerdem wurden einige weitere Integrationen und Funktionen in den Arbeitsbereich aufgenommen, die Teams die Koordination untereinander erleichtern. Dazu gehören:

  • HelloSign-Erweiterung: Nutzer können ihre Dokumente endlich mit wenigen Klicks elektronisch unterschreiben.
  • Ansicht der letzten Aktivitäten: In der neuen Dropbox Desktop-App werden die letzten Aktivitäten und Kommentare einer Datei übersichtlich anzeigt.
  • Demnächst verfügbar:
    • Dropbox Transfer: Nutzer können sicher und schnell große Dateien bis zu 100 GB senden. Diese Funktion ist ab sofort als Betaversion für einzelne Nutzer und als Vorabversion für Teams verfügbar.
    • TrelloIntegration: Nutzer werden Dropbox-Inhalte spielend einfach zu einer Trello-Karte hinzufügen, eine Vorschau und die Dateiaktivität anzeigen sowie Dropbox-Dateien direkt in Trello bearbeiten können. Die Integration soll noch in diesem Jahr eingeführt werden.
    • Slack-Kanalzuordnung: Nutzer können Slack-Kanäle mit Dropbox-Ordnern verknüpfen und die Dateien in diesen Kanälen automatisch mit Dropbox synchronisieren. Die Einführung ist für Anfang des nächsten Jahres geplant.
    • Jetzt treffen: Mit dieser Funktion können Nutzer Zoom-Meetings direkt in Dropbox starten. Sobald das Meeting beendet ist, können Aufzeichnungen und Mitschriften automatisch in Dropbox gespeichert werden. Diese neue Funktion wird Anfang des nächsten Jahres eingeführt.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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13 Kommentare

  1. Unübersichtlich. Und viel zu teuer.

    • ich hab grad was ähliches gedacht. Ich kam vor 10 Jahren ursprünglich zu Dropbox, weil es äusserst einfach in der Bedienung war. Klar konnte es „nur“ Dateiablage, aber das dafür problemlos.
      Jetzt packen sie je länger je mehr Zeugs rein, kommt das gut?

      Ich bin schon seit Monaten ein wenig auf der Suche nach neuen Speichermöglichkeiten. Aktuell teste ich das Peer-to-Peer-Konzept mit Syncthing im Zusammenhang mit meinem bestehenden Synology NAS.

      • Schließe mich an. Dropbox wurde nach meinem Empfinden in den letzten Jahren sogar noch unübersichtlicher, verspielter, einfach unprofessioneller. Auf so einem Layout möchte ich gar nicht erst versuchen, produktiv zu arbeiten. Eher wird Google Drive zum besseren Dropbox, als Dropbox zum besseren Google Docs.

  2. Bin mal auf die ersten Testergebnisse gespannt, wo auch untersucht wird, wie leistungshungrig das alles ist. Habe bei mir festgestellt, dass nach der Umstellung von Dropbox auf Resilio Sync rund 15% weniger Leistung von der CPU abgefordert wird. So eine geringe Grundlast habe ich mit Dropbox schon seit Jahren nicht mehr gesehen.

  3. Eine Frage zum Thema Datenschutz. Entspricht Dropbox der DSGVO? Einige Daten dürfen ja z.B. nicht einmal via Mail versendet werden. Warum sollte man dann seine Daten bei Dropbox ablegen? Ist das kein Widerspruch?

    • Hier ist Dropbox nicht in der Pflicht. Der Anwender hat zu prüfen, wo er seine Daten ablegt. Daten die nach DSGVO nicht per E-Mail versendet werden dürfen (wobei ich hier nicht ein Beispiel wüsste, was das sein soll – man kann ja Mails auch verschlüsseln…) dürften dann halt auch nicht in die Dropbox (außer evtl. eben auch wieder verschlüsselt).

  4. Dropbox war ein toller Dienst, als es noch um Dateien ging und nicht um viel mehr. Mittlerweile kann Dropbox so viel unnützes Zeug und die Kernfunktion wird immer weiter reduziert. Ich bin mittlerweile gewechselt und sehr glücklich damit.

  5. Was mich mittlerweile am besten stört ist, dass man nur noch mit 3 Geräten angemeldet sein kann.

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