Dreame V12: Zyklon-Staubsauger mit 185 Airwatt ausprobiert

Nachdem ich mir hier neulich den neuen Dreame-Staubsaugerroboter mit Absaugstation angeschaut habe und diesen schon recht klasse fand, hab ich mir auch den Dreame V12 zur Brust genommen, wobei dies ein klassischer Stab-Staubsauger mit Akku ist. Da gibt es ja mittlerweile einen unübersichtlichen Haufen und das ganz neue Modell Dreame V12 erweitert das Angebot noch einmal.

Der Dreame V12 ist ein klassischer Zyklon-Staubsauger, der sich satte 185 Airwatt ans Revers heftet. Das liegt über dem ebenfalls recht neuen Roborock H7, den wir ebenfalls getestet haben. Vermutlich kann man Grundfunktionen dieser Geräteklasse außen vor lassen, denn selbstverständlich geht es um die Reinigung diverser Bereiche.

Wie gut oder wie schlecht dies alles vonstattengeht, darauf möchte ich eingehen. Auch auf die Tatsache, dass mehrere Modelle im Umlauf sind. So gibt es den Dreame V12 mit einem Aufsatz für eine Wischfunktion, das mir vorliegende klassische EU-Modell hat diesen Lieferumfang aber nicht.

Dreame setzt beim V12 auf eine Staubkammer mit 500 ml Fassungsvermögen. Auch beim Rest der Daten ist man nicht unbedingt weit vom Vorgänger, dem V11 entfernt. Dreame gibt für den Akku 3.000 mAh an, wechselbar ist dieser aber leider nicht. Bis zu 90 Minuten soll man damit klarkommen, hiermit ist aber nur die kleinste, wohl für viele unnütze, Stufe gemeint (3 davon gibt’s insgesamt: 90 Minuten Eco, 30 Minuten Normalbetrieb, 8 Minuten Turbomodus). Die doch schon leistungsstarke mittlere Stufe habe ich mehrere Male von 100 % Akku bis zum letzten Tropfen Saft genutzt – da kommt man ziemlich genau auf 30 Minuten Saugleistung, bevor der Sauger dann wieder 4 Stunden ans Netz muss, in denen er aufgeladen werden möchte.

Ebenfalls identisch zum V11 erscheint mir das Display, über jenes kann man den Stand des Akkus nachvollziehen, die einzelnen Saugstufen per Touch justieren – und es gibt auch eine Taste für „Dauerfeuer“. Manche Staubsauger setzen noch darauf, dass ihr den Daumen immer am „Abzug“ lasst, das kann bei manchen Reinigungsmanövern nervig sein, ein Einratsmechanismus ist da schon eine feine Sache. Wer den Vorgänger kennt, der kann vermuten: neuer Motor in Vorgängergehäuse.

Nett finde ich das Zubehör, auch Dreame hat LEDs an Bord, hier aber nur am Fugendüsenaufsatz. Den fand ich tatsächlich im Test sehr gut, denn die LEDs sind ausreichend hell, um auch Spinnweben sehr gut in Ecken lokalisieren zu können. Schauen wir einmal auf den Lieferumfang.

Wie bereits erwähnt, ist 4 und 12 – das Wisch-Gedöns, eben nicht Teil des EU-Modells. Augenmerk hier weiterhin auf 5 – dies ist ein flexibler Schlauch – und auch auf die 11. Denn hiermit kann man easy unter der Couch saugen, denn es handelt sich hierbei um ein Gelenk:

Positiv anzumerken ist auch die Wandhalterung, denn hier kann man zusätzlich zum Sauger einige Aufsätze lagern. Und: Der Sauger lässt sich auch ohne die Aufhängung direkt am Netzteil laden, es gibt Staubsaugermodelle, die laden lediglich, wenn sie in ihrer Station hängen.

Die Verarbeitung ist grundsätzlich solide, da habe ich erst einmal nichts zu bemängeln. Die Elemente lassen sich einfach umstecken und sitzen danach sehr fest. Der Kunststoff, aus dem fast alles gefertigt ist, wirkt durchaus robust. Die Ausnahme bildet das lange Hauptrohr, das ist aus Aluminium.

Die Saugleistung passte jederzeit in meinem Test, (manövrieren und durch die Bude schieben ist easy), der Dreame V12 präsentierte sich jederzeit leistungsstark, wobei überraschenderweise auch der Eco-Modus schon eine gute Figur abgab, sowohl auf meinen Fliesen als auch auf dem Teppich. Logo, bei großen Schmutzpartikeln muss man eine Nummer höher regeln, oder wenn man gezielt Dreck aus den Ecken zerren möchte. Ansonsten denke ich häufig, warum manche Eco-Modi an Bord sind – taugen diese doch oftmals wenig. Hier ist das anders, das ist schon gut. Auch die motorbetriebene Bürste macht ihren Job gut, die kommt gut bei Haaren auf der Couch oder ähnlichen Geschichten zum Einsatz.

Nach der Reinigung: Wie bei fast allen Modellen gibt’s beim Schmutzauffangbehälter unten einen Knopf, betätigt man diesen, geht unten eine Klappe auf und es kann entleert werden. Auch die Zyklon-Baugrupppe kann sehr einfach geöffnet werden, um den Filter zu reinigen. Dafür öffnet man die Klappe unten und nutzt die Bürstendüse quasi als „Rausdreher“. Das Innenleben kann mit Wasser gereinigt werden, danach sollte man es 24 Stunden trocknen lassen. Das gilt übrigens auch für den integrierten HEPA-Filter. Steht auch alles im Handbuch beschrieben – in deutscher Sprache.

Was bleibt am Ende? Nicht alles braucht eine App. Das beweist der Dreame V12. Viele Sauger wollen mit einer App punkten, dabei ist das meist Mumpitz. Punkten sollte man mit Funktionen und Leistung. Und ja, das passt beim V12 von Dreame. Dreames Problem dürfte sein: Der Vorgänger ist schon ein gutes Gerät, der preislich unter dem V12 angesiedelt ist, der mit knapp 350 Euro veranschlagt wird. Hab ich was zu meckern? Jau: Kunden sollten die Möglichkeit haben, möglichst einfach einen Akku wechseln zu können. Man möchte sich vermutlich nicht alle x Jahre einen neuen Sauger kaufen, nur weil der Akku durchgerockt ist. Grundsätzlich scheint dies auch möglich zu sein, wenn man sich Verarbeitung anschaut.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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9 Kommentare

  1. eine untermarke von Xiaomi

  2. Wie ist die Saugleistung im Vergleich zu einem Dyson v11 z. B.? Lohnt sich der Aufpreis zum Dyson? Oder ist da nur ein marginaler Unterschied?

  3. Mir fehlt hier die Nennung von unterschieden zum T20 und T30. Die haben doch den wechselbaren Akku. Wozu ist der v11/v12 dann gut?

  4. Typisch Chinesen – wie kann man bloß so unverfroren alles kopieren? 🙁

  5. Wir haben seit 1,5 Jahren einen Dreame V9P. Wie viele Airwatt der hat, weiss ich gerade nicht, aber für unseren Boden, glatte und sehr ebene Fliesen, reicht locker die kleinste von drei Stufen aus, um mit der Motorbürste das Übliche wie Küchenkrümel, Haare etc. wegzusaugen. Im Rückblick ist der Sauger ein Gerät, von dem ich bevor ich es selbst hatte dachte, überflüssig zu sein, bis ich es im Rahmen einer Xiaomi-Aktion für etwa 130€ gekauft habe. Nach dem Motto dafür probiere ich doch mal aus. Und siehe da, unseren 2000-Watt-Miele kann der Sauger von der Saugkraft natürlich nicht ersetzen, für zwischendurch ist er doch wesentlich flinker eingesetzt. Auch im Treppenhaus macht er sich gut, weil man da eben kein Gehadere mit dem Stromkabel hat. Ob mir ein austauschbarer Akku und ein entnehmbarer Staubbehälter besser gefallen würde weiss ich gar nicht mal. Funktionell sicher, keine Frage, ich fürchte aber, dass die Umsetzung so ausfallen würde, dass die Entnahmemechanismen mit filigranen Rastnasen, Klammern o. ä. gestaltet wären, welche dann schnell abbrechen und man eher einen neuen Sauger bräuchte als ohne solche „Sollbruchstellen“.

  6. Helene Bischer says:

    und wieder ist eine Wandbohrung nötig ?
    Nur weil man sich einen Akku Sauger kauft, dessen Lebenszeit begrenzt ist, muss man seine Wand beschädigen !
    Gibt es keine Akku Sauger mehr, ohne eine Wand zu beschädigen ? Von AEG mal abgesehen.

    • André Westphal says:

      Doch, der von mir getestete Jimmy H8 Pro hat auch einen Ladeständer, der auf dem Boden landet.

    • Lieber 2 Löcher kurz zuspachteln, als sich mit allem Kram den Boden zuzustellen. Wie soll der Saugroboter denn da ordentlich arbeiten?

    • Rettet die Wände!

      http://www.lmdfdg.com/?q=Dreame+Bodenst%C3%A4nder

      😉

      Deine Verärgerung kann ich gut nachvollziehen:

      -Als ich mir das letzte Bügeleisen gekauft habe, war kein Regal dabei.

      -Beim Toaster hätte ich mir einen Schrank zum reinstellen dazugewünscht.

      -Die Mikrowelle wurde ohne Tisch zum draufstellen geliefert.

      -Selbst beim teuren Auto war keine Garage dabei. Soll ich das unter den freien Himmel stellen?

      Geld wollen sie alle verdienen, liefern dann aber nur halbgare Sachen… 🙂

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