Dreame H11 Max: Dreames erster Wischsauger im Test

Wieder einmal ein Erfahrungsbericht aus der beliebten Kategorie „Führerscheinklasse 7, Bügeleisen und andere Gleitfahrzeuge“. Dieses Mal habe ich mir den Dreame H11 Max angeschaut. Dreame kennen die meisten vermutlich von den guten Staubsaugerrobotern, aber auch den kabellosen Staubsaugern mit Akku. Mit dem Dreame H11 Max hat man nun einen sogenannten Wischsauger im Angebot. Der hat einen Akku, einen Frischwasser- und einen Schmutzwassertank – und im besten Fall seid ihr damit flott unterwegs und könnt die Wohnung reinigen. Solche Geräte kommen bei uns häufiger zum Einsatz, Teppich ist bei uns nur wenig vorhanden – eher Fliesen – und jene sind größtenteils dunkel, teils schwarz glänzend.

Grundsätzlich sind solche Geräte kein Hexenwerk mehr – allerdings tummeln sich derzeit extrem viele in unterschiedlichen Preisregionen, sodass ein Vergleich natürlich lohnt. Der Dreame H11 Max kommt mit Lade- und Selbstreinigungsstation daher. Während ihr wischt, wird die Rolle befeuchtet und reinigt den Boden mit bis zu 10.000 pa, danach wird das Schmutzwasser abgesaugt, sodass nur ein dünner, feuchter Streifen bleibt, der sich rasch in Wohlgefallen auflöst.

Der Wischsauger hat über den Tanks eine Infoanzeige mit 4,4 Zoll. Die soll Auskunft darüber geben, wie es um Gerät und Status bestellt ist. Zu wenig Wasser? Wird angezeigt. Schmutzwassertank voll? Ebenso. Batteriestatus und Reinigungsmodus? Ebenfalls ablesbar. Dreame gibt dem H11 Max 200 Watt Leistung mit. Für das saubere Wasser sind 900 ml vorgesehen, der Schmutztank ist 500 ml fassend. Beim Akku gibt man bis zu 36 Minuten an. Da muss ich euch sagen, dass ich da nicht drankomme, je nach Reinigungsmodus war bei mir so nach maximal 30 Minuten Schluss.

Aber das kommt ja auch immer darauf an, wie intensiv man reinigt und auf welchem Untergrund. Der Dreame H11 Max besitzt sogar einen Sprachassistenten, der euch auf Deutsch informiert. Er erzählt beispielsweise, welcher Modus aktuell dran ist. Am Handgriff habt ihr den Ein- / Aus-Schalter, sowie die Taste für die Selbstreinigungsfunktion. Ein Sensor soll auch Verschmutzungen erkennen und die Saugleistung anpassen. Vergleicht mal also beispielsweise den Tineco Floor One S3 und diesen Dreame H11 Max, dann könnte man fast sagen: „brother from another mother“.

Was habe ich in den letzten Wochen mit dem Gerät so erlebt? Nun – das Saugen ist komplett einfach, weil der H11 Max euch quasi hinter euch herzieht. Die Reinigungsleistung als solche ist gut, mit Abzügen in der B-Note. Ich hätte es gefeiert, wenn ich die Rolle – selbst wenn es eine weiche ist – mal ordentlich hochpeitschen könnte, um vielleicht den eingetrockneten Ketchup-Fleck schneller bzw. überhaupt wegzubekommen. Fehlanzeige, gibt nur den Automodus, der über einen Sensor gesteuert wird. Viel Dreck, viel Leistung.

Die Treppenreinigung funktioniert, der H11 Max pausiert nicht beim Anheben, wie es andere Modelle tun. Des Weiteren ist das Bürstenteil nicht so flexibel wie ein Handwischer. Wünschenswert wäre eine kleinere Bürste, damit auch kleinere bzw. schmalere Flächen gereinigt werden könnten. Ebenfalls erwähnenswert: Viele Sauger haben mittlerweile einen Knick, damit man auch unter Sofas, die Toilette oder irgendwelche Badmöbel kommt. Der Dreame lässt sich nur bis zu einem gewissen Grad nach hinten biegen. Für uns im Bad reicht das leider nicht. Er kommt also nicht komplett unter alle Möbel. Teppiche oder mal die Couch feucht abziehen? Ja, geht – ist nur die Frage, wie sinnvoll das ist.

Was euch vermutlich bei vielen Geräten begegnen wird: Kanten werden nicht gereinigt. Bedeutet: Der Wischsauger bietet euch eine bequeme Reinigung an, aber den Seitenstreifen, den müsst ihr bei Verschmutzung selbst reinigen. Da seht ihr im obigen Bild sicher, dass der Rand ungewischt bleibt.

Am Ende bleibt die Selbstreinigung. Jener Modus rotiert die Bürste, um diese mit Frischwasser zu reinigen. Ist nicht genug vorhanden, so meldet dies der Sauger. Dauert nur ein paar Minuten, dann ist der Sauger gereinigt. Klingt gut? Ja, aber hat man da mal richtig in den Dreck gegriffen, dann empfiehlt es sich, doch noch einmal von Hand zu kontrollieren, um Feinarbeiten zu machen. Selbstreinigung ist bei geringer Verschmutzung kein Thema, also bei eurer turnusmäßigen Reinigung. „Spezialaufträge“ erfordern am Ende noch euren Eingriff per Hand. Das geht flott und ist unkompliziert. Bekomme selbst ich hin. Dennoch bleibt, dass ihr den Schmutzwassertank möglichst sofort selbst reinigen solltet und auch das Auswaschen des Filters ist eure Aufgabe, wenn ihr mal richtig Cornflakes oder ein heruntergefallenes Ei aufgesaugwischt habt.

Passt das Gerät ansonsten? Haptisch und arbeitstechnisch sehe ich derzeit nicht die wirklich großen Unterschiede zum Wettbewerb. Das passt schon. Wobei bei Geräten dieser Klasse immer angeraten ist, die Augen aufzuhalten. Der Wettbewerb hat oft Rabattaktionen, in denen gute Wischsauger für unter 300 Euro zu haben sind – beispielsweise den Tineco Floor One S3 für 299 Euro. Und ja, das ist auf jeden Fall eine akzeptable Ausgabe, wenn man sehr viel Zeit damit spart, Fliesen, Laminat und PVC zu reinigen.

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5 Kommentare

  1. Danke, gibt es eigentlich auch mal eine halb Jahres oder Jahres Übersicht in den unterschiedlichen Kategorien von Geräten die ihr getestet habt ?

  2. So ein Teil kommt mir def. als nächstes ins Haus.
    Favorit ist bisher der Tineco und ich bin schon gespannt wie sich die S5er Reihe im Vergleich zur S3 Reihe schlägt

    Generell wäre es nicht schlecht ein Vergleich zum besten zu haben.
    Ja, ist natürlich subjektiv, aber die Voraussetzungen wären gleich. Von dem her für mich genug aussagekräftig

  3. Ich finde ja die Staubsaugertests am Wochenende immer etwas speziell, aber ich ich habe mir heute tatsächlich einen Tineco S5 Pro bestellt. Ich muss 100 qm ausschließlich Hartböden reinigen. Hoffentlich kein Fehlkauf. Bin sehr lang (1,96) und „Schrubber“ ist immer sehr anstrengend.

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