Dreame Bot D9 Max im Test: Staubsaugerroboter mit Wischfunktion

Neulich ist der Dreame Bot D9 Max bei mir angekommen. Hierbei handelt es sich um einen Staubsaugerroboter, der neben dem Saugen auch das Wischen beherrscht. Mit dem neuen Gerät hat man den „Gut & Günstig“-Vorgänger noch einmal aufgewertet und ein paar Details feingeschliffen. Falls jemand das Unternehmen Dreame noch nicht kennt: 2015 gegründet, fokussierte man sich bei Dreame auf Reinigungsgeräte und trat Ende 2017 der Xiaomi Ecological Chain bei.

Dreame baut nicht nur für seine eigene Marke Staubsauger, sondern auch für Xiaomi, die wiederum in Dreame investiert haben. Das hat einen – aus meiner Sicht – großen Vorteil, denn die Geräte von Dreame lassen sich in der App von Xiaomi verwalten. Jene ist mittlerweile sehr ausgereift und deutschsprachig – des Weiteren lassen sich auch Smart-Home-Geräte von Xiaomi und teils auch Aqara-Hubs darin verwalten. So aus meiner Warte dürfte die Xiaomi-App eine der besten Anwendungen sein, wenn man einen Staubsaugerroboter hat. Auch für Einsteiger finde ich die App sehr lohnenswert.

Kommen wir zu den technischen Daten des Dreame Bot D9 Max, die fast an den Bot Z10 Pro erinnern. Allerdings sind die Auffangbehälter beim D9 Max größer. Letzten Endes scheint man bei diesem Modell den früheren L10 Pro leicht abgewandelt zu haben.

Typ

Staubsaugerroboter mit Wischfunktion

Leistung

Nennleistungsaufnahme: 46 W

Akku-Typ: Li-Ion

Akku-Kapazität: 5.200 mAh

Akku-Spannung: 14,4 V

Akku-Laufzeit: BIS 2,5 h

Akku-Ladezeit: 3 h

programmierbar

4.000 pa

Farbe

schwarz

Aktionsradius

2 cm Stufen können überwunden werden

Staub-/Flüssigkeitsvolumen

Staubbehälter-Volumen: 570ml

Flüssigkeitsbehälter-Volumen: 270 ml

Filterung

inkl. HEPA

Ausstattung

Wischfunktion

App-Steuerung

No-Go-Zonen

 

Abmessungen (B x H x T)

35 x 9,68 x 35 cm

Gewicht

3,7 kg

Der Aufbau des Dreame Bot D9 Max ist klassisch, ein runder Staubsaugerroboter mit einem Laserturm und einem Wassertank, der von unten an das Gerät geklippt wird. Der Dreame Bot D9 Max bringt alles mit, was man zur Inbetriebnahme benötigt. Hier gehe ich kurz auf das Zubehör, besser gesagt, die Ladestation ein. Die ist spärlich ausgestattet. Es gibt keine Kabelverwaltung auf der Rückseite. Auch eine Bodenplatte fehlt. Hier sollte man unter Umständen also drauf achten, wo der Dreame Bot D9 Max steht. Wir haben ihn während des Tests auf Fliesen stehen gehabt, was kein Problem ist. Wenn der Staubsaugerroboter allerdings mit seinem feuchten Lappen auf Laminat steht, ist es vielleicht besser, die Tücher direkt zu entfernen.

Das Einrichten geschieht in der erwähnten App von Xiaomi. Hierfür wird ein Konto benötigt. Das Einbinden des Roboters ist mit wenigen Klicks erledigt. Erwähnenswert: Wie fast alle Geräte wird lediglich das WLAN auf dem 2,4-GHz-Band unterstützt. Dann muss der Sauger eure Wohnung kennenlernen. Hierbei gilt natürlich, dass man am besten nichts herumliegen haben sollte.

Nach der ersten Erkundungsfahrt (hier kommt dann LDS, also der Laserturm zum Einsatz) solltet ihr eine Karte des Geschosses, bzw. eurer Wohnung haben. Sollte der Roboter Räume nicht getrennt haben, so könnt ihr diese selbst festlegen – oder auch zusammenführen. Dass man sich ein paar Minuten mit der Karte beschäftigt, ist selbstverständlich.

Man legt Räume fest, kann dynamische Routen planen, virtuelle No-Go-Zonen einrichten und einstellen, dass bei angestecktem Wischer kein Teppich gewischt wird. Ebenfalls lassen sich auf Wunsch bestimmte Bereiche reinigen und auch eine manuelle Fernsteuerung steht über die App zur Verfügung. Der Dreame Bot D9 Max ist über die App in der Lage, mehrere Geschosse zu speichern. Hier als Tipp: Vor der ersten Fahrt die Ladestation nicht zu gut verbauen, denn für das Erfassen einer Karte eines weiteren Geschosses muss einmalig die Ladestation in diese Ebene gebracht werden. Treppen und „Abgründe“? Kein Problem, wir haben im Obergeschoss mehrere Möglichkeiten, nach unten zu fallen – der D9 Max hat es noch nicht geschafft, abzustürzen.

Die App lässt euch auch Reinigungszeiten planen, ebenfalls sind die Saugstärke (bis 4.000 pa) und die Wasserzuführung einstellbar. So kann man beispielsweise die Fliesen in der Küche ordentlich nass wischen, das Laminat dann aber nur mit wenig Feuchtigkeit abziehen. 3 Stufen habt ihr da zur Auswahl. Zusätzlich kann man in den Einstellungen festlegen, dass der Sauger auf Teppichen seine volle Leistung ausspielt. Jene werden auf Wunsch automatisch erkannt und dann dementsprechend der Boost angeworfen.

Ich schrieb es schon einige Male: Wir haben hier im Haus viele schwarze Fliesen, glänzend und matt, dazu einige Läufer. Man sieht alles, was aber nicht wirklich schlimm ist. Ich habe mich an den Staubsaugerroboter gewöhnt und bin dementsprechend nicht genervt, wenn in der sauberen Küche mal etwas auf den Fußboden fällt. Ganz im Gegenteil, ab und an fege ich was von der Arbeitsfläche, weil ich weiß, dass der Roboter gleich fährt.

Der Roboter (arbeitet mit LiDAR und hat eine zuschaltbare 3D-Hindernisvermeidung) fuhr (bislang) fehlerlos durch meine Bude und reinigte alles weg, was sich ihm in den Weg legte. Dabei ging er äußerst rücksichtsvoll mit seiner Umgebung um. Da habe ich schon andere Kameraden im Test gehabt. Nicht verschweigen werde ich hier allerdings, dass ich zum Test gerne mal diverse Dinge auf den Fliesen verteile, um Sauger zu testen – und bei allen ist es so, dass mal eine Kleinigkeit liegenbleibt. Sieht man normalerweise nicht, ich auf den schwarzen Fliesen aber schon. Ist aber nicht wild. Es ist nicht klinisch rein, aber wirklich sauber.

Allerdings muss man natürlich festhalten – wie fast immer: Letzten Endes bekommt man beim Wischen eher ein Staubwischen hin als echtes Feudeln. Der Roboter zieht einen Lappen hinter sich her, der vermutlich von den meisten Nutzern nur nach jeder ganzheitlichen Reinigung gewechselt wird. Der fehlende Druck auf Flecke bedeutet auch hier: So eine Lösung kann gar nicht alles wegwischen. Bei starken Verschmutzungen wie eingetrocknetem Ketchup oder so müsst ihr per Hand ran – Saugwischer óle.

Der Dreame Bot D9 Max, der sich auch über den Xiaomi-Skill mit Alexa beschwören lässt, hat für mich persönlich sehr gründlich und gut gearbeitet – wie damals im Test der Bot Z10 Pro mit seiner Absaugstation, der dem D9 Max mehr als nur ein wenig ähnlich ist. Die Akku-Laufzeit wird auch hier mit bis zu 2,5 Stunden angegeben. Hier solltet ihr aber eher mit weniger planen. Je nach Leistung und Umgebung kann das auch gerne mal geringer ausfallen. Hindernisse bis zu 2 cm sind kein Problem, Haare sollten es auch nicht sein.

Sollte der Staubsaugerroboter seine Arbeit nicht zu Ende erledigt haben, so lädt er wieder auf und beendet dann seine Arbeit – sofern der Zeitpunkt, an dem er aufgeladen und bereit ist, nicht in eine Sperrzeit (Nicht stören) fällt. Erwähnenswert ist bei diesem Modell sicherlich die 18,8 Zentimeter lange Hauptbürste, die etwas breiter als bei anderen Modellen ausfällt. Das kantenartige Design hilft dabei, dass keine Haare eingewickelt werden und holt euch auch den Dreck aus den Ritzen.

Für mich persönlich gehört der Dreame D9 Max tatsächlich zu den besten Modellen in seinem Preissegment. Wobei man bei den Lösungen immer ein Auge darauf haben muss, wer sie wo anbietet – da gibt es teils krasse Preisunterschiede. Wer die Bestellung eines EU-Saugers im Ausland nicht scheut, der kann richtig sparen. Allerdings gibt’s auch bei Amazon und anderen deutschen Händlern immer wieder mal Aktionen. Als Spartipp kann man sicher auch den Vorgänger D9 erwähnen. Der ist immer wieder zwischen 250 und 300 Euro zu haben.

Alternativ: Der D9 Max ist ein abgewandelter L10 Pro – immer wieder mal für unter 400 zu haben. Der Dreame D9 Max hingegen soll mal um 409 Euro regulär kosten. Bei Shops wie coolladen gibt’s dann wie üblich Starter-Aktionen. Zwischen dem 20. und 27.9 soll der Staubsaugerroboter 270 Euro kosten (260 Euro mit dem Code CLD9MAX10). Wenn man dafür zuschlagen kann und will, ist es ein echter Schnapper. Weitere Aktionen: Die ersten 5 Bestellungen vom 20. bis 26. erhalten einen 50%-Rabatt. Dreame Bot D9 Max kaufen + 50 Euro: zusätzlich erhält man den „Xiaomi 3H Luftreiniger“ (50 Stück verfügbar).

„Dein Text war mir zu lang, ich scrolle immer zu Stichpunkten oder zum Fazit!“

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Ladestation leider ohne Kabelmanagement oder Bodenplatte
  • Sehr gute Saug- und Wisch-Leistung
  • Top-App
  • Leicht zu reinigen
  • Keine Upgrade-Empfehlung, wenn man den Vorgänger hat
  • Geht vorsichtig mit Dingen im Weg um
  • Wie bei fast allen Staubsaugerrobotern gilt: Ecken sind nicht die absolute Stärke
  • „Diese gut?“ – „Diese gut!“

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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4 Kommentare

  1. Kann man die Dreame Geräte auch in in die Roborock-App integrieren? oder nur in die Xiaomi-Home?

  2. Empfehle den D9 normal.
    keine Ahnung was bei deinem besser sein soll oder was „Tangle free design“ sein soll.

    Der normale Dreame D9 ist günstig und läuft einfach und die Software ist auch so 7/10. vermisse zumindest nix und bis auf Räume einlesen bissl schräg (bedienungsfehler) passt alles.

  3. Am Anfang des Artikels wird erwähnt, dass ein paar Details im Vergleich zum Vorgänger „feingeschliffen wurden“. Welche Details denn? Das habe ich im Artikel nicht gefunden. Was rechtfertigt einen 150€ höheren Preis im Vergleich zum normalen D9? Für mich sieht der identisch aus, nur dass er schwarz ist anstatt weiß und 1000pa mehr Saugleistung hat.
    Beim D9 reicht mir die Saugleistung vollkommen aus. Auch wenn er im Standardmodus betrieben wird und nicht mit höchster Saugleistung.

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