Disney+: Verbraucherzentrale verklagt The Walt Disney Company

Die Verbraucherzentrale verklagt die The Walt Disney Company. Der Anbieter der Streamingplattform Disney+ behält sich in seinen Nutzungsbedingungen vor, seine Preise einseitig und ohne jede Einschränkung zulasten der Kunden zu erhöhen. Die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) sieht darin einen Verstoß gegen die gesetzlichen Regelungen und mahnte das Unternehmen ab. Das Unternehmen gab keine Unterlassungserklärung ab. Daher klagt die VZB nun vor dem Landgericht Potsdam.

„Mit der Klausel behält sich der Anbieter vor, die Preise einseitig und ohne Einschränkungen zu ändern. Damit können Verbraucher bei Vertragsschluss eventuelle Preiserhöhungen nicht abschätzen. Das ist unserer Ansicht nach nicht rechtens“, so Michèle Scherer, Expertin für Digitales bei der VZB. Den Verbrauchern wurde zwar eingeräumt, die Preisänderung zurückzuweisen, unklar blieb aber nach den Nutzungsbedingungen, welche Folge eine solche Zurückweisung konkret nach sich ziehen würde.

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16 Kommentare

  1. Richtig so, die Frage ist nur warum man das nicht letztens auch bei Amazon gemacht hat…

    • Es ist nur eine Annahme, aber vielleicht, weil Amazon den Kunden in so einem Fall anbietet, den Vertrag zu den neuen Preisen nicht zu verlängern, dies bei Disney aber fehlt („…unklar blieb aber nach den Nutzungsbedingungen, welche Folge eine solche Zurückweisung konkret nach sich ziehen würde.“) – aber wie gesagt, das ist nur eine Vermutung.
      Abgesehen davon denke ich auch, dass das rechtlich so nicht zulässig ist und der Kunde dann kündigen kann, auch ohne, dass der Anbieter diese Möglichkeit explizit erwähnt.

      • als wurde dir nicht vorab via Mail kommuniziert, dass Disney+ statt 69,99 dann 89,99€ im Jahr kosten wird wenn man verlängert

    • Schnell erklärt: Amazon verweist auf die Weitergabe seiner eigenen Mehrkosten an den Kunden. Das ist so natürlich rechtens.

  2. Verstehe ich nicht. Das Jahresabo bleibt gleich teuer, bis es ausläuft. Und dann? Kostet es vielleicht mehr. Neues Spiel, neues Glück.

    Oder soll Disney etwa einen lebenslangen Rabatt in Form des alten Preises gewähren?

    • André Westphal says:

      Es geht nicht um die Erhöhung des Preises an sich. Disney muss aber transparent aufschlüsseln, was die Gründe für die Preiserhöhung sind, wenn man bei einem laufenden Vertrag einseitig das Recht festhält an den Preisen beliebig herumzumachen. Da gab es auch schon Auseinandersetzungen mit Netflix und sowohl Netflix als auch Amazon haben daher ihre entsprechenden Klauseln angepasst.

      Disney darf also sehr wohl die Preise beim laufenden Vertragsverhältnis erhöhen, muss dann aber auch angeben, mit welchen Begründungen man sich das vorbehält bzw. an welchen Faktoren es festgemacht wird. Damit man im Zweifelsfall mehr nachvollziehen kann als „wollten die Gewinnmarge steigern“.

      • Der Dienst fährt fette Verluste ein. Das sollte als Grund genügen.

        Aber dann sind die Nutzungsbedingungen einfach schlampig verfasst. Doch das sollte ja kein Problem sein, die zu ändern – und sonst kündigt halt Disney den Vertrag mit dem Angebot, ihn gleich wieder mit den neuen Konditionen zu verlängern. Wer Disney will, wird das hinnehmen.

        „Verbraucherzentrale“ … wenn ich dieses Wort nur schon höre.

        • Machen alle und alle werden die Preise erhöhen. Mann muss sich ja nur die Energiekosten anschauen die steigen und steigen.

      • Ich selbst halte „wollten die Gewinnmarge steigern“ für durchaus legitim, und wenn die Kunden dabei mitziehen, wieso nicht?

        • André Westphal says:

          Das ist auch legitim, aber siehe oben: Wenn ein Vertrag läuft, muss so eine Preisanpassung begründet werden bzw. auf nachvollziehbaren Grundlagen basieren. Disney kann eben nicht einfach einseitig sagen: „Wenn wir Bock drauf haben, erhöhen wir in deinem Vertrag den Preis, so wie wir lustig sind.“ Das wurde mit Amazon und Netflix eben auch schon durchgekaut und daher sind die Nutzungsbedingungen angepasst worden. Disney hat das offenbar übersehen.

  3. Wird dieser Streaminganbieter in DE zu groß und muss deshalb geknüppelt werden? Ich dachte immer das Anbieter ihren Preis festsetzen und Kunden entscheiden ob sie bereit sind diesen Preis zu bezahlen. Bei Preiserhöhung während der Abo-Laufzeit hat man doch das Recht zur außerordentlichen Kündigung – oder ist das in diesem Fall nicht so?

    • Das Angebot wird ja auch nicht während der Laufzeit angepasst sondern nach Ablauf des 12 Monatsabo. Das wurde auch dem Kunden vorab via Mail kommunuziert. Verstehe allgemein das Problem nicht. Mich interessiert nicht die Bohne warum das Angebot teurer wird, weil sonst eh nur sinnlose Aussagen wie Datentraffik hat sich erhöht was mehr kostet usw. genannt wird. Produktionen werden teuerer. Diesen Mist braucht man einem nicht sagen. Das sollte in der heutigen Zeit jedem selbst klar sein. Wem der neue Preis nicht passt kann ja vorab kündigen ohne mehr zahlen zu müssen.

      • Meine persönliche Meinung ohne juristisches Fundament ist dass man als Kunde aber der Preiserhöhung zustimmen sollte.

        Von den streaming Anbietern kriegt man oft Spam. Da kann so ne Preiserhöhung untergehen. Das finde ich schon arglistig.

  4. Muss man das verstehen, dass hier dagegen gewettert wird, wenn dagegen vorgegangen wird, das eine Vertragspartei vollkommen wirklürlich Vertragskonditionen ändern kann?

    • Nur wird das eben jedem ganz klar mitgeteilt wenn man einen Vertrag bei Disney+ abschließt! Daher ist jede Vertragsänderung nachher ja keine so große Überraschung..
      .. sofern man nicht ganz dämlich ist und lesen kann..
      .. aber das ist ja heute nicht mehr als gegeben anzunehmen!

      • @bofhl
        Du laberst wie ein Möchtegern-Anwalt.
        Klar kannst du jeden Müll in deine AGB schreiben. Am Ende muss dann eben (wie hier) ein Gericht klären, was davon Bestand hat und was schlicht gegen geltendes Recht verstösst.

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