Die neuen Betriebssysteme: Facebook & Google

Mein Kollege Matthias hat bei uns im Arbeitsblog einen Beitrag unter dem gleichnamigen Titel veröffentlicht. Ich finde den Beitrag sehr passend und konnte nur mir dem Kopf nicken. „Soziale Netzwerke. Der Hype aktuell. Und das, obwohl die ersten bereits gestorben sind und die Nutzer in Scharen fliehen. Lange war nur Facebook, nun kommt auch Google+ dazu. Doch ich behaupte: Das, was Google und Facebook da bauen, das sind keine sozialen Netzwerk – das sind Betriebssysteme!“

Nein, eine neue Erkenntnis ist das sicherlich nicht, was Matthias da hervorbringt (ich hatte ähnliches verlauten lassen), doch ich fand es dahingehend spannend, weil Matthias nicht so ein Extrem-Onliner ist wie ich. Vielleicht fast – aber eben nicht ganz. Ich beobachte es von Tag zu Tag: das Web entwickelt sich rasend, quasi in Lichtgeschwindigkeit, während Software-Entwicklungen auf lokaler Ebene in einer 30-Zone tuckern. Ich würde mich auch über eure Meinung zum Thema freuen. Entweder hier oder in meinem Arbeitsblog.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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35 Kommentare

  1. paul peter says:

    Betriebssystem? Aus Informatikersicht: Nein.

    Wikipedia zu „Betriebssystem“:
    „Ein Betriebssystem ist die Software, die die Verwendung (den Betrieb) eines Computers ermöglicht. Es verwaltet Betriebsmittel wie Speicher, Ein- und Ausgabegeräte und steuert die Ausführung von Programmen.“ (Quelle: https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Betriebssystem)

    Als Portal und Zugang „zum Internet“ würde ich eher bezeichnen wollen.

    Jedoch nimmt die Bedeutung des Betriebssystem deutlich ab. Hauptsache ein internetfähiger Browser kann genutzt werden. Ob das da drumherum ein Fenster, Pinguin, Apfel oder Smartphone ist, ist so gut wie egal geworden.

  2. Ich finde es sehr interessant. Google ist mit ChromeOS schon längst so einen Weg eingeschlagen. Nur finde ich, dass es auch für alte Geräte nutzbar sein sollte.
    Wer weiß, ob Facebook in seinen Hinterzimmern auch an einem ähnlichen Projekt werkelt.
    Die Zukunft bleibt spannend!
    Windows 8 wird aber auch ein interessantes Thema werden, auch wenn ich wohl nicht mehr zu Windows zurückkehren werde.

  3. Die sozialen Netzwerke brauchen schlichtweg ein Betriebssystem als Unterbau. Ohne geht es nicht. Zudem soll es ja auch noch Leute geben, deren Arbeit am Computer nicht ausschliesslich mit dem Internet zu tun hat. Mein täglich Brot verlangt u.a. Photoshop. Das wird noch eine Zeit dauern, bis PS 1:1 ins Netz verlagert werden kann.

  4. Ein Betriebssystem ist etwas ganz anderes, die Aussage ist natürlich schwachsinnig, aber man kann ja nicht viel mehr erwarten von Web-Developern und Bloggern 😉

  5. Soziales Netzwerk < Betriebssystem…
    Solange ein soziales Netzwerk nicht ohne eine Plattform besucht werden kann ist es kein Betriebssystem. Wann das allerdings auch ohne geht steht wohl in den Sternen. Es wäre vermessen zu behaupten, dass es schon bald so weit sei. Noch wird es mit Sicherheit ein Weilchen dauern.

  6. Für ein Großteil der Nutzer mag es stimmen, dass heutzutage ein Browser ausreicht, allerdings hatten wir viele dieser Möglichkeiten nicht schon seit langem?
    Soziale Netzwerke? => Boards(Freundesliste,PN,Themen favorisieren,…)
    Cloudlösungen? => anstatt die Daten lokal zu haben werden die auf Servern im Netz gespeichert. Gibts auch seit Ewigkeiten, mach ich seit ich aktiv im Netz bin: zb FTP o. WebDav

    Meiner Meinung nach entwickelt sich nicht das Web rasend schnell, eher werden die bisherigen Sachen besser vermarktet und unters Volk gebracht.

  7. „während Software-Entwicklungen auf lokaler Ebene in einer 30-Zone tuckern“

    Alle Webdienste sind Software-Entwicklungen auf lokaler Ebene.
    Sind wir auf diesem Blog also in einer 30er Zone, oder wie soll man das verstehen ?

  8. Weder sehe ich eine Völkerwanderung, noch kann ich mich der These, Facebook und Google+ seien Betriebsystene, anschließen.

    Auf so eine Idee kann man wohl auch nur kommen, wenn man ‚Onliner‘ ist.
    Siehe dazu F!XMBR: http://www.fixmbr.de/you-lost-facebook/

    Bin zwar bei Facebook, aber nur wegen der ‚Freunde‘, sprich Kontakte. Man kann sich mal eben online treffen, offline verabreden und gut ist. Auf den ganzen Firlefanz den FB sonst noch bietet kann ich gut verzichten, pure Zeitverschwendung sich damit zu beschäftigen.

  9. Mahlzeit!

    Ich habe mir den Artikel von Matthias durchgelesen. Sehr gut geschrieben wie ich finde, eine etwas andere Schreibweise als die von Caschy aber nun.

    Ich unterstütze einige Thesen von Matthias, zum Beispiel die im letzten Abschnitt, dass sich Microsoft und Apple etwas einfallen lassen müssen um was vom WEB-Kuchen abzubekommen.

    Microsoft tüfftelt nun grade daran die Cloud zuverändern. Office 365 und die ganzen Live Dienste sind hier sicherlich der Anfang. Und auch Windows 8 wird sich sicherlich voll in die Cloud intergrieren lassen.
    Apple bringt die iCloud… doch die beiden sind eben noch nicht soweit wie die anderen… Google und Facebook.

    Doch ich sehe hier auch einen ganz anderen Hintergrund. Ich sehe das web oder namentlich Google+ und Facebook nicht als Betriebssystem und ich habe sie auch nicht als Startseite meines Browsers. Bei Google+ lässt es sich als GoogleMail User ja fast gar nicht vermeiden, aber ich finde einfach dass die Basis eine ganz andere ist.

    Die eigentlichen Betriebssysteme werden immer vorrangig sein, ich denke nicht das man so schnell die Desktop-Betriebsyssteme ablösen kann.
    Zwar sehe ich die Tablets als die kommenden Eingabegeräte vorallem für „mal-schnell-was-schreiben“. Vielleicht grade für Leute die gerne Bloggen (Caschy) und vielleicht auch einfach für die – die gerne Online sind. Aber ich sehe auch einen ganz großen Vorteil darin einen PC zuhaben. Der Desktop ermöglicht es mir, schnelle performatante „offline-anwendungen“ zu bedienen.

    Ich nutze grade Beruflich – Windows und kann darauf auch nicht verzeichten. Und ich sehe eine ganz große Hürde für die neuen „online-betriebssysteme“ wie sie Matthias ja bezeichnet, nämlich in die Unternehmensnetzwerke zugelangen. Eine öffentlicher Auftraggeber wird sich nicht so schnell von der guten Seite der Macht abkehren und die Desktopsbetriebssysteme aus den Regalen schmeissen.

    Ich verfolge den Trend mit großem Interesse, ich finde man muss diesem Thema dennoch ein bisschen Skepsis entgegenbringen.

    Es ist eben nicht alles Gold was glänzt!

  10. Da merkt man den Unterschied zwischen einem (studierten) Informatiker und jemand, der „nur“ im Internet unterwegs ist. Der Unterschied wurde von meinen Vorrednern ja schon zur Genüge auseinander gepflückt.

  11. mit welchem Programm erstellt man diese schicken Pfeile in dem screenshot ?

  12. Google ist mit ChromeOS in der Tat schon auf einem sehr fortschrittlichen Dampfer. In Zukunft sollen Betriebssysteme modularer und immer mehr in die Cloud integriert werden. Das macht das Ganze zum einen flexibler aber auch unübersichtlicher. Zudem müssen Rechner nicht mehr so Leistungsstark sein, was insgesamt weniger Ressourcenverschwendung bedeutet. Der Updatezyklus für Hardware spielt dabei natürlich auch eine entscheidende Rolle. Wenn ich heutzutage schon in der Cloud Spielen kann, dann werde ich morgen sicherlich auch Bild- und Videobearbeitung vorfinden.
    Dass du mit dem Vergleich Soziale Netzwerke = Betriebssysteme nicht 100%ig synonym meinst, ist denke ich nicht jedem hier klar. Vielmehr glaube ich aber, dass eine Verschmelzung stattfinden wird und einige große Softwareanbieter aufpassen müssen, dass der Zug da nicht abfährt.
    Nichts desto trotz sehe ich da eine große Gefahr für die Benutzer, der man sich bewusst werden sollte.

  13. @Slider: die sind von Google selbst, das war nicht der Caschy :).

  14. „…das Web entwickelt sich rasend, quasi in Lichtgeschwindigkeit,…“
    – legt eine Assoziation mit dem Urknall (des Universums) nahe.

  15. Mich erinnert das was Google und Co da derzeit betreiben stark an AOL und Compuserve. Insbesondere für Neueinsteiger und bislang unerfahrende wird es die Wahrnehmung des Internet verändern. je mehr Dienste eingebunden werden um so weniger wird eine Notwendigkeit bestehen den Blick über eigenen Tellerrand zu bewegen.
    Das alles kommt der Bequemlichkeit der Menschen sehr entgegen und ich muß zugeben, dass Google mit seinem neuen Angebot selbst mich als Datenschutzkritischen angelockt hat.

  16. Finde auch, dass für die meisten User ein Browser völlig ausreicht. Es passiert immer mehr im Netz und meistens auch eleganter als direkt in einem Programm.

    Schwierig wird es nur bei technischen Berufen. Zum Beispiel bei Technikern/Informatikern, wenn es um kleine Tools wie Putty, WinSCP, usw geht. Da ist mir noch nichts im Web untergekommen.

  17. Ich find an Goggle+ spannend zu beobachten ob auch dort Firmen die schon bei Facebook ihre Marketingetats verballern zusätzlich auftauchen. Ich denke nicht das es eine Entscheidung entweder/oder wird sondern nur „Kann ich mit meinem Etat auch noch Google+ bedienen“. Für mich privat bleibt erstmal alles beim Alten. Mir ist es erstmal keinen Umstieg Wert und doppelt will ich das ja erst recht nicht.

  18. Nippelnuckler says:

    meiner meinung nach blogger-adhs-muss-über-alles-labern-mit-irgendwas-werd-ich-irgendwann-mal-recht-haben-und-dann-kann-ich-nochmals-drüber-bloggen-und-mich-feiern-lassen-schwachsinn…

    aber google denkt schon sehr weit, wie apple. die 2 im übrigen am meisten vorrausplanenden unternehmen überhaupt. google plant viel mit chromeos/cloud/nutzerdaten. apple will „mehr macht“ durch technologien/patente. die restlichen firmen hinken immer hinterher. im grunde gehts nur um eins: geld

  19. Netzabdeckung? In Deutschland nicht nennenswert weit. Tarife für mobiles Internet? Teilweise unbezahlbar (und nach 500 MB rutscht die Cloud auf GPRS Niveau…).

    Social Networks sind ein netter Zeitvertreib im Marketing. Aber die berufliche Verwendung von Computern spielt sich eben nicht nur auf Tabellenkalkulation, Briefen, Adressbüchern und Terminen ab. Betriebssysteme machen die entsprechende Hardware nutzbar für Schnittsysteme, CAD-Anwendungen, Bildbearbeitung oder Layout-Software. Videoschnitt übers Internet? Audio-Editing (mit entsprechenden Latenzen) über DSL? Wohl kaum.

    Ich denke man kann die Vorteile von einfach bedienbaren Systemen wie iOS und bequem verfügbaren Daten aus der Cloud auch in Windows, Linux oder MacOS implementieren. Aber das macht aus Facebook, Google+ & Co. noch lange kein Betriebssystem.

  20. “…das Web entwickelt sich rasend, quasi in Lichtgeschwindigkeit,…”

    Im Prinzip Entwickelt sich auch dort kaum noch wirklich Revolutionär Neues, nur die Verknüpfung der Dienste und deren Marktmacht entwickeln sich rasend.
    Es geht eher um die Macht im Internet und darum wer die meisten User Daten Abschöpfen kann.
    Der ganze Hype um diese „Sozialen Netzwerke“ oder Webdienste und dazu diese Vergleiche sind doch schon fast Peinlich!
    Wenn man sich wirklich vor Augen hält Wozu das alles eigentlich Entwickelt wird und als kostenlose Honigtöpfe ins Netz gestellt?

    Jeder sollte sich mal vor Augen geführt werden womit Facebook, Google ect. ihr Geld Verdienen im Gegensatz zu Native Software Firmen, sicher nicht mit Kostenloser Online Software oder kostenlosen Browsern.
    Da müssten die Angestellten ja Verhungern.

  21. @Mika B.

    Nun gut, zu Zeiten, wo es noch die schöne, glatte – und hier hoch gehaltene – Firmensoftware („Native Software“ usf.) gab, an der irgendwelche „netten“ und vor allen Dingen „altruistischen“ Firmen Geld verdienten, gab es auch noch kein Web2.0 bzw. wurde keines zugelassen von eben diesen Firmen und aus eben wenig altruistischen Gründen.

    Anders gesagt: mir ist es lieber, ich habe etwas für „Umsonst“ und kann am „Netz“ wenigstens teilweise partizipieren, als dass ich auch weiterhin dazu verdammt bin, wie in den „guten alten Zeiten“ darauf zu warten, was Microsoft, Oracle usf. so gnädig waren sich einfallen zu lassen. – Von daher empfinde ich die viel gescholtenen „Sozialen Netzwerke“ nicht als „umsonst“ und die paar Daten, die Nutzer von Sozialen Netzwerken Retour geben, sind dann auch nicht vergebens.

  22. Facebook und Google, um gottes willen nur nicht auf dieser welt

  23. Nashörnchen says:

    »Das Web entwickelt sich rasend, quasi in Lichtgeschwindigkeit«.
    Aha.
    »Das Web« gibt es (öffentlich) seit gut 20 Jahren. Seitdem kann man da Sachen auf Seiten schreiben und Dateien auf Webserver hochladen. Sicher, manches ist einfacher handhabbar geworden über die Jahre und es sind etliche Seiten dazugekommen – dann und wann sogar mal halbwegs interessante.
    Aber wo bitte ist hier jetzt die große Innovation???

    Ein Betriebssystem brauche ich, um produktiv arbeiten. Selbst ein Browser läuft nicht ohne. Ich dachte, Du wüßtest das.
    Mit irgendwelchen »Social Networks« hat das aber absolut gar nichts zu tun: Facebook & Co. mögen ja ganz lustig sein für durchgeknallte Kiddies, die »das Web« als quietschbunten Buddelkasten-Ersatz erleben. Aber wer ernsthaft mit dem Computer arbeitet, wird den Teufel tun und wichtige private oder gar Firmendateien auf irgendeine »Cloud« schieben.
    Und selbst die Datenkrake Google, die Du hier neuerdings anbetest wie ein frisch verknallter Teenie, ist nun auch schon wieder 13 Jahre alt und – bis auf die immer katastrophaler werdende Suchmaschine – zu nichts zu gebrauchen, was andere nicht besser könnten. Neue Ideen, an Nutzerdaten zu kommen, hatten die auch schon unzählige. Fast alle sind kläglich gescheitert…

    Kommen wir doch mal wieder auf den Teppich und sehen Facebook, Google+ und wie sie alle heißen mögen als das, was sie wirklich sind: Ein netter Freizeitspaß für einige wenige, die sich ihre sozialen Defizite mit ein bißchen Reklame und dem Totalverlust ihrer Privatsphäre aufpeppen wollen. Nicht mehr und nicht weniger. In absehbarer Zeit wird wieder eine neue Sau durchs Web getrieben und dann redet kein Mensch mehr davon…

  24. Nashörnchen: Soziale Defizite und C0 ist doch wieder ein albernes Killer-Argument.

  25. > Facebook und Google, um gottes willen nur nicht auf dieser welt

    Herrlich 🙂

  26. Nashörnchen says:

    @caschy:

    Mag sein.
    Aber immerhin fast 80% von uns schaffen es irgendwie, ihre Kontakte ohne Facebook zu »synchronisieren«, ihre Freunde zuhause beim Kaffee, in der Kneipe, im Kino oder wo auch immer zu treffen.
    Klingt komisch – ist aber so…

  27. Für durchschnittliche PC Benutzer kann vielleicht schon bald ein Browser für alles reichen, doch um mit Hardware arbeiten und Spezialanwendungen nutzen zu können wird es noch ein langer Weg, bis das übers Internet für Jedermann realisiert ist. Von wegen offline Medien ist es, finde ich, z.B. wichtig, wofür sonst gäbe es denn auch Youtubedownloader, onlinetvrecorder etc. ?

  28. @nashörnchen: jau, das kenne selbst ich so 😉

  29. coriandreas says:

    Wie ich letztens schon kommentiert habe, könnte ich es mir gut vorstellen, dass es bald auch plattformunabhängige OS (s.u.) geben wird, mit denen man auf seine(n) eigenen (V-)Server mittels Apps/Programme aus der Ferne per Clients, ob mobil oder stationär zugreift. Ich stelle mir das sogar so vor, dass nur noch die Medienwiedergabe lokal am Client per Spezial-CPU/GPU berechnet werden muss, alles andere läuft auf dem/den eigenen (V-)Server(n), meinetwegen auch gespiegelt wie auch beim klassischen lokalen PC als Backup bereits bekannt (Unternehmen spiegeln auch ihre Server). Übrigens könnte man dann viel leichter auf ausländische Medien zugreifen, wenn der eigene Server im Ursprungsland oder vielleicht sogar überall auf der Welt steht, wegen Copyright/Filmrechte usw.;-)
    Derzeit entwickeln sich gerade plattformabhängige „Online Systems“ (besserer Begriff als Operating Systems!) wie Facebook und Google, aber die Entwicklung ist noch lange nicht zu Ende – wir sind ja noch nicht in der Matrix;-) Mit immer mehr internet- und technikaffinen Online-Nutzern werden auch die Ansprüche nach Unabhängigkeit und Freiheit steigen und ein heute als zu teuer und zu aufwendig abgetanes Privat-Online-Server-Client-Gespann wird morgen ganz normal und übermorgen unersätzlich wie heute schon das Telefon und das Auto. Bis jetzt haben sich ja auch quasi aus dem Nichts NAS-Systeme für den heimischen Gebrauch und Online-Backups entwickelt. Plattformunabhängige und private Online-Server sind da für mich nur der konsequente Schritt in die nächste Episode unseres Online-Zeitalters. Vielleicht entwickelt sich ja demnächst Microsoft als Online-Alternative mit dann Windows 9 bzw. 10/X für ein wirklich freies Internet gegen „Matrix Facebook“ oder „Matrix Google“?
    Nun warte ich, bis zum Jahr 2020? Hoffentlich nicht!

  30. @elepferd

    Achso, danke

  31. Spacesurfer says:

    Wenn man sich in dem Kontext mal mit der Evolutionstheorie auseinandersetzt, wie z.B. Ray Kurzweil in „Homo S@piens“ könnte man das Ganze auch als Zwischenschritt zur Mensch-Maschine-Symbiose betrachten
    🙂

  32. Facebook und Google, um gottes willen nur nicht auf dieser welt….

    Natürlich gehören sie zu dieser Welt , nur leider sollte es nicht so sein wie es zur Zeit abläuft, das sie ihre vermeintlich „Kostenlosen“ Honigtöpfe überall Aufstellen und die unbedarften Anwender wie die Fliegen daran „Kleben“ bleiben.
    Warum kann es nicht Web Dienste geben die ihre Nutzer nicht „Aus schnüffeln“ und vom Datenhandel leben, dafür aber wie bei nativen Programmen Gebühren verlangen?

  33. coriandreas says:

    Wie war das noch gleich? Mit Facebook ist das so, als gehe ich zum Friseur, bei Google Plus ist das eher so, als gehe ich zu einem Pro-Seminar…

  34. Ich denke das sich die Interessen der User deutlich verschoben haben. Betriebssysteme sind es meiner Meinung nach nicht, aber durch z. Bsp. Cloudcomputing findet ja sowieso fast alles im Browser statt. Ob es von der Dokumentenverabeitung (Google Docs, SharePoint usw.) über die Musik und Videos (on Demand) oder sogar Spiele in 3D mit hoher Auflösung (Shochwave oder Unity 3D) ist. Sachen wie HTML 5 und eine Flut von Plugins machen dies ja alles möglich. Google und Facebook bedienen sich dem (Erstellung, Entwicklung usw.) und versuchen die User um jeden Preis, auf ihrer Plattform zu halten und bieten alles mögliche an, das der User denkt, er hat alles was er braucht und muss keine „Dritt“-Seite mehr besuchen. Wozu braucht der „normale“ User dennoch ein Betriebssystem, wenn die Programme alle online verfügbar sind? Man könnte jedem einen Thinclient in die Hand drücken und keiner würde was vermissen. Datenschutz oder -verlust und so weiter lassen wir mal außen vor…

    Eigentlich bräuchten nur noch Pros leistungsstarke Rechner.

    MfG Slide

  35. >>Warum kann es nicht Web Dienste geben die ihre Nutzer nicht “Aus schnüffeln” und vom Datenhandel leben<<
    Ich behaupte mal, dass du jedem kostenlosen Webdienst genau dies vorwerfen würdest, egal ob es so ist oder nicht. Ein Großteil derjenigen, der nur das Wort "Google" liest, denkt: "Blödes Unternehmen, spioniert mich nur aus und gibt meine Daten auch ohne meine Genehmigung obwohl in deren AGB etc. etwas anderes drinsteht, an andere Unternehmen weiter". Und trotzdem nutzen so viele Leute Google….

    Zum Artikel: Die gesamte Google-Plattform (oder vielleicht auch noch zum Teil die Live-Services von MS) sind wohl am ehesten vergleichbar mit Betriebssystemen, da dort halt viele unterschiedliche Anwendungen zur Verfügung gestellt werden. Aber Google+ und Facebook sind nur soziale Netzwerke, was kann man damit schon großartig tun? Kaum einer würde wohl seine gesamten Fotos von der Festplatte in Facebook auslagern und anstelle von Emails und IMs nur noch über Facebook kommunizieren (auch wenn es tatsächlich solche Leute gibt).

    Ein Browser wird kaum so schnell ein normales Betriebssystem ersetzen können. Schon alleine für diejenigen, die auch mal richtige Spiele zocken wollen, Videos- oder Bilder bearbeiten möchten oder legal erwobene HD-Filme schauen möchten. Habe vor ca. zwei Jahren schon mal irgendwo die Behauptung gelesen, dass bald alle Daten im Internet sein werden und die Endanwender keine Festplatten mehr benötigen. Und das halte ich immer noch für Blödsinn. Ich möchte doch nicht immer online sein, um Musik zu hören.

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