Deutsche Telekom und Spotify: Lösung für Cover-Lade-Problematik in Sicht

Die Deutsche Telekom und Spotify haben eine Partnerschaft, die es Telekom-Kunden erlaubt, Spotify über das Mobilfunknetz zu nutzen, ohne den von Spotify resultierenden Traffic angerechnet zu bekommen. Klingt super, vor einem halben Jahr kam es dann aber zu Problemen. Durch das Laden der Cover in der Spotify-App wurden diese Datenübertragungen auf bestehende Inklusiv-Volumina angerechnet, so wie es eigentlich nicht sein soll. Die Telekom wollte das Problem angehen, klammerte aber erst einmal das Laden der Cover aus den Inklusivleistungen der Spotify-Option aus. Eine lange Geschichte, die Ihr hier noch einmal nachlesen könnt. Daran änderte sich auch bis September nichts, inklusive ist lediglich das Streamen von Musik, nicht aber der Datenverbrauch, den die App sonst verursacht. Eine zeitnahe Lösung wurde auch damals wieder versprochen. Jetzt haben wir Februar – und es scheint tatsächlich eine Lösung in Sicht.

Wie Ihr auf dem Screenshot oben sehen könnt, teilt die Telekom mit, dass Kunden, die die Spotify-Option gebucht haben, bald mit einer Lösung rechnen können. Man teilt zwar nicht mit, wie diese Lösung aussehen wird, will aber alle Nutzer per E-Mail informieren. Freilich, mit einem „bald“ kann man als Kunde nicht viel anfangen, wenn man bereits ein halbes Jahr auf eine Lösung wartet, in der Tat ist dies aber auch schon die konkreteste Nennung eines Zeitraums durch die Telekom. Man entschuldigt sich auch noch einmal bei den Kunden und gesteht ein, dass es eine lange Zeit ist.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Kunden, die (trotz Ausklammerung der Cover aus den AGB) Traffic-Einbußen durch die Spotify-App hatten, wenigstens ein wenig entschädigt werden. Anfangs wurden noch Datenpässe ausgegeben, aber auch das wurde von der Telekom wieder eingestellt, nachdem die AGB angepasst wurden. Immerhin kommuniziert die Telekom halbwegs mit den Kunden, auch wenn ein stetigerer Informationsfluss wünschenswerter wäre. Wir werden dann wohl bald sehen, welche Lösung die Telekom ausgeheckt hat, sollte diese annehmbar sein, kann man auch die Spotify-Option über die Telekom wieder empfehlen, weil an sich ist das schon stark, wenn man Spotify unterwegs streamen kann, ohne sein normales Datenpaket aufbrauchen zu müssen.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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17 Kommentare

  1. Die Lösung der Telekom sieht folgendermassen aus: Jeder Kd. mit der Spotify Zubuchoption bekommt 100MB zusätzliches Datenvolumen, das für alles nutzbar ist.

  2. Ich finds beschissen, wieso T-Mobile hierzulande so krass gegen die Netzneutralität verstößt und lediglich Spotify bevorzugt.

    In USA bietet T-Mobile mit der Music Streaming Option immerhin 7 Partner, bei denen man Musik streamen kann, ohne dass es ans Datenvolumen geht.
    http://www.t-mobile.com/offer/free-music-streaming.html

  3. Ist das überhaupt zulässig die AGB bei bestehenden Verträgen so zu ändern? Normal sollten doch die AGB gelten, die ich bei dem Vertragsabschluss bestätigt habe?

  4. Edit: Sind doch mehr als 7 Partner:

    Music services include:

    – Pandora
    – iHeartRadio
    – iTunes Radio
    – Rhapsody
    – Spotify
    – Slacker
    – Milk Music
    – Black Planet
    – Songza
    – Rdio
    – Radio Paradise
    – AccuRadio
    – SoundCloud
    – Saavn
    – Digitally Imported
    – JAZZRADIO.com
    – ROCKRADIO.com
    – RadioTunes
    – radioPup
    – radio.com
    – Mad Genius Radio
    – Xbox Music
    – Live365
    – Fresca Radio
    – Google Music
    – Fit Radio
    – SiriusXM

  5. was ist daran so schwer das Laden der Covers vom Verbrauch so exkludieren? Schlussendlich kann man doch einfach allen Verkehr zu Spotify Servern filtern.

  6. Verstehe sowieso nicht was da genau berechnet wird. Entdecken anscheinend. Aber wenn ich jetzt was Suche und dann anhöre egal ob Musik oder Album zählt das dann als angerechnetes Datenvolumen?

    Und wenn ich jetzt in verschiedene Genren reinhöhre auch?

    Denn Wenn NUR das die Entdecken Option in der App gemeint ist könne man ja alle andere machen…

  7. Kann doch nicht so schwer sein, einfach den kompletten Spotify-Traffic rauszufiltern..

    Davon abgesehen dürfte das Streaming unterwegs den Akku ziemlich schnell leeren, wird ja doch ne Menge an Daten übertragen.

    Wie ist das eigentlich bei nem bestehenden Spotify-Account? Könnte ich den „mitnehmen“ wenn ich zum Telekom-Angebot wechsle?

  8. Also wenn das mit den 100 MB wirklich so ist, ist das gerade zu lächerlich. Die hat man teilweise nach einer Stunde Musik schon voll. Ich frage mich, Warum die Kack Cover nicht einfach in der App auszustellen sind…

  9. Ich denke die 100MB wären zumindest schonmal ein guter Ansatz. Ich weiß jetzt nicht, wie groß die Cover sind – aber ich schätze mal damit wären bestimmt um die 500 Plays abgedeckt, landen „gesehene“ Cover eigentlich im Cache? Besser als nichts wäre das auf jeden Fall 🙂

  10. @Stephan

    Hast Du einen Premium Account? Falls ja muss der laut Telekom gekündigt sein.

    http://www.telekom.com/medien/produkte-fuer-privatkunden/155830

  11. @XYZ1

    Merci! Dann mach ich das wie beschrieben – will halt meine Musiksammlung nicht verlieren 🙂

  12. @Christian: Woher nimmst du die Informationen bzgl der 100 MB?
    Das wäre wirklich ein Witz, da das Laden der Cover über einen Zeitraum von einem Monat und regelmässiger Spotify Nutzung definitiv mehr als 100 MB in Anspruch nimmt.
    Das zeigen die Analysen der Leute, die das mal ausprobiert haben…
    Für mich wäre das ein Grund, endgültig den Telekom Vertrag zu kündigen!

  13. Wieso macht eigendlich keiner was gegen das „Netzneutralität mit Füßen treten“…?!?

  14. @Sean K. Woods

    Ich sehe das gar nicht so eng. Das ist halt ein Deal zwischen zwei privatwirtschaftlichen Unternehmen. Klar wäre es schön, wenn alle Dienste unterstützt werden – aber wie soll das funktionieren? Dann müsste man ja ALLEN Streamingdiensten die Möglichkeit zur Kooperation geben, jedem noch so kleinen – wo zieht man die Grenze? Und wäre eine Grenze dann nicht auch wieder eine Verletzung der Netzneutralität?

  15. Das mit der Weitsicht müssen hier aber einige noch üben…

    Netzneutralität bedeutet, dass jede Art von Traffic gleich behandelt wird. Völlig egal ob es sich um Streamingdienste oder sonstwas handelt. Was die Telekom hier aber macht ist die Bevorzugung eines Dienstes (oder einiger Dienste) gegen Bares. Das ist der Grundstein für die Abschaffung der Netzneutralität.

    Das Szenario was sich daraus ergibt ist folgendes:
    Einige wenige große Player bleiben am Markt übrig, nämlich genau die, die genug Geld haben um den aufgerufenen Preis der Telekom zu bezahlen. Alle anderen und vor allem kleinere Unternehmen und Start-Ups werden damit vernichtet und der Geschäftsgrundlage beraubt. Denn wer holt sich einen Dienst der ruckelt und laggt, wenn er das auch reibungslos haben kann?

    Im Endeffekt wird es also ein 2 Klassen Netz geben.
    Die einen können sich bei den Providern einkaufen und sich eine schnelle Anbindung leisten. Die anderen dümpeln halt im Slow-Net herum und müssen gucken wo sie bleiben.

    Das stärkt die Marktmacht der großen reichen Unternehmen (vulgo Konzerne) und stranguliert jegliche Innovation, die oftmals von kleinen Unternehmen kommt.

    Und das endet natürlich nicht bei Musikstreamingdiensten sondern hat Auswirkungen auf alle Bereiche des Netzes.

    Aber wen juckt das schon wenn er dafür 50 Cent im Monat spart? 🙂

  16. So ein Quark, selbst wenn so ein Cover mobil 50k hätte, wie soll man denn da monatlich auf 100mb kommen? Das „Problem“ ist doch keines.

  17. Dann schau dir meine Handyrechnungen während der drei Testphasen in den letzten drei Jahren an. In den Monaten habe ich immer mindestens 2 Datenpässe buchen müssen!

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