Deutsche Post kooperiert noch enger mit GMX und Web.de

Die Deutsche Post intensiviert ihre Kooperation mit GMX und Web.de. Dabei nennt man auch ein paar „neue“ Funktionen. Völlig neu sind jene aber nicht, denn sie standen als Beta bereits eine Weile zur Verfügung, darüber hatte ich auch schon gebloggt. Bis Ende des Jahres könnt ihr etwa drei Briefe pro Monat bei GMX und Web.de kostenfrei versenden.

Dokumente lassen sich mit der Funktion „Als Brief versenden“ an die Deutsche Post übermitteln. Dort werden sie ausgedruckt, frankiert und auf dem Postweg als gedruckter Brief an die Empfänger-Adresse zugestellt. Parallel wird die Deutsche Post ihren Service E-Post für Privatkunden bis Ende November 2022 einstellen. Das Unternehmen empfiehlt seinen privaten Nutzern die E-Mail-Anbieter Web.de und GMX sowie die eigene App Post & DHL als Alternativen für hybride Briefdienstleistungen.

Verfügbar ist das Feature ab sofort in jedem E-Mail-Konto bei GMX und Web.de. Nutzer rufen dazu lediglich im Browser an PC oder Laptop nach dem Login das Online-Office auf. Hier erfolgt eine kurze Einführung in die neue Funktion. Zum Start können während einer Testphase bis Ende des Jahres monatlich drei Briefe pro E-Mail-Konto kostenlos versendet werden.

Basis für den Service ist ein E-Mail-Postfach bei Web.de oder GMX mit aktivierter Briefankündigung. Damit werden Nutzer kostenlos per Mail über eingehende Briefpost informiert. Bei der Registrierung zur Briefankündigung wird die Postadresse verifiziert. Beim digitalen Briefversand dient diese verifizierte Postadresse als Absender.

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8 Kommentare

  1. Der Kommentar says:

    Für Deutschland ist das natürlich perfekt. Praktisch ein „E-Mail Ausdrucker Service“ Insbesondere wenn man mit Behörden kommunizieren muss, kann das nützlich sein.
    Gibt es eigentlich noch den Faxservice?

  2. Adina Fechter says:

    Der Standard aus Österreich berichtete gestern schon von der neuen Kooperation zwischen Post und Gmx/Web.

    Dort wurde, wie bei Cashy zuvor (https://stadt-bremerhaven.de/e-post-portal-e-post-cloud-und-e-post-app-werden-eingestellt/), über das Auslaufen der E-Post berichtet und in diesem Zusammenhang soll die neue Kooperation mit dem Briefversandt über Gmx/Web stehen.

    Die Frage ist, warum dafür die Voraussetzung ist, dass man sich für die Briefankündigung registrieren muss.

    So kann man natürlich auch Karteileichen und Nutzer durchleuchten für den geplanten Verkauf von GMX/Web durch Drillich an amerikanische Investoren.

    Leider gibt es keine vernünftigen kostenlosen Email Anbieter. Selbst Outlook wird mit dem letzten Update mit Wrbemails von Microsoft verseucht.

    • Warum das eine Voraussetzung ist, steht doch im Artikel?

      „Bei der Registrierung zur Briefankündigung wird die Postadresse verifiziert. Beim digitalen Briefversand dient diese verifizierte Postadresse als Absender.“

      • GooglePayFan says:

        Ja, bleibt weiterhin die Frage, wieso so etwas notwendig ist.
        Seit Jahrzehnten ist es üblich, dass man als Absender auf Briefe mit dem Stift oder im Word-Dokument schreiben kann, was man möchte.

        Wieso jetzt plötzlich, nach weit über hundert Jahren Postwesen eine Verifizierung vorgesehen ist, bleibt mir unklar, mal davon abgesehen, dass mir natürlich klar ist, welches Problem anonyme Briefe bedeuten.

        Aber vermutlich weil bei physischen, anonymen Briefen die Behörden jedenfalls noch den Hauch einer Chance haben, dort Fingerabdrücke oder nur DNA-Spuren zu finden, bei ausgedruckten Mails natürlich nicht mehr.

    • >> Leider gibt es keine vernünftigen kostenlosen Email Anbieter. <<

      Das stimmt. Aber weshalb nicht 1,-€ im Monat für einen anständigen E-Mail Dienst bezahlen? Posteo oder Mailbox.org bieten sich hier an.

    • Es kann halt per se keine „vernünftigen kostenlosen Email Anbieter“ geben … die Kosten, die so ein Service mit sich bringt, müssen ja auch auf irgendeine Weise erwirtschaftet werden.

  3. Viel mehr interessiert mich welche Art von Datenaustausch dort stattfindet. Ich halte solche Kooperationen für potenziell fragwürdig und gefährlich. Mein Rat an Jene die diese Dienste nutzen ist, das man bei bestimmten Themen sich definitiv ein Mailanbieter suchen muss, der nicht mit Deutschen Firmen kooperiert. Wir wissen nicht, welche Art von Datenaustausch stattfindet. Die Schwelle nach Daten zu suchen und diese zu verknüpfen dürfte immer leichter werden, vor allem weil die EU-Politik auch dazu drängt das Europäische Firmen mehr von den Daten bekommen und die US-Firmen dazu drängt mit dt. Firmen zu kooperieren. Ich werde ja nicht mal gefragt, ob ich das überhaupt will. Als ich letztens die Post App heruntergeladen habe und mich registriert hatte, meine ich, dort stand das dieser Service automatisch verknüpft wird.
    Das die Post diesen Service auch genau so strukturiert hat, find ich persönlich nicht gut, denn eine spezielle Kooperation wäre dafür eigentlich nicht notwendig. Aber es ist ja klar, was mit der Kooperation bewirkt werden soll. Die Frage ist, wer diesen Vorgang jetzt prüft. Wie Verträge zwischen den Firmen aussehen, was drin steht, worauf man sich geeinigt hat und ob die Post von des Cookies auf der GMX / WEB Seite profitieren wird, dann werden die Daten nämlich gezielt verschickt.

    Ich bin sowieso der Meinung das alle Kooperationen transparent gemacht werden sollten.

  4. Demnächst bei den Servicecenter der Deutschen Bundespost: Kohlepapier. Falls sie eine eMail im cc. versenden wollen.

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