GMX und Web.de: Neue Funktionen und Ausblick auf die kommenden Monate

Web.de und GMX sollen in den kommenden Wochen und Monaten neue Funktionen erhalten. Aktuell ermöglicht man es etwa über eine neue Beta via Web.de „echte“ Briefe direkt aus dem E-Mail-Postfach heraus zu versenden. Nutzer in der Beta-Gruppe können Dokumente, die im Online-Office des Postfachs erstellt wurden, über eine Schnittstelle direkt an die Deutsche Post AG übertragen. Dort werden sie ausgedruckt, frankiert und anschließend zugestellt.

Hier ist natürlich individuell abzuwägen, inwiefern man dem Datenschutz da traut. Im Rahmen des Beta-Tests können die Teilnehmenden jedenfalls auf diese Weise drei Briefe pro Monat kostenfrei versenden. Notwendig ist dazu lediglich ein Web.de-FreeMail-Postfach mit aktivierter Briefankündigung. Wann dieses Feature breiter für alle Nutzer ausgerollt wird, ist derzeit noch offen. Man stellt vage Ende 2022 in Aussicht.

Ein Schwerpunkt ist bei Web.de und auch GMX des Weiteren der Ausbau der KI-Funktionen des Intelligenten Postfachs: Verträge und Abos können jetzt direkt im Postfach verwaltet werden, inklusive Tarifvergleich und Kündigungsfunktion. Die Technik von Web.de und GMX erkennt automatisch alle E-Mails, die zu einem bestimmten Vertrag gehören, und ordnet sie einander zu. Nutzer erhalten so eine Übersicht über alle laufenden Vertragsverhältnisse und einen integrierten Vertragsmanager. Für jeden Vertrag lässt sich ein Status festlegen (Aktiv/Beendet/In Kündigung). Dabei unterstützt das System, indem etwa inaktive Verträge erkannt und nach dem Status gefragt wird. Der „Kündigungswecker“ generiert auf Wunsch einen Kalendereintrag, sodass automatisch per E-Mail über den Ablauf einer Kündigungsfrist informiert wird.

Wer kündigen will, hat dann zwei Optionen. Nach Klick auf „Vorlage öffnen“ lässt sich ein vorbereitetes Kündigungsschreiben im Online-Office von Web.de und GMX erstellen. Mit „Online Kündigen“ erfolgt die komplette Abwicklung automatisiert. Web.de und GMX haben dazu eine Kooperation mit dem Dienstleister aboalarm geschlossen. Pro Kündigung fallen 3,99 Euro an, was dem normalen Preis der Plattform entspricht. Nutzer, die auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten sind, profitieren zudem von Tarifvergleichen. Erkennt das System einen DSL-, Mobilfunk-, Energie- oder Versicherungsvertrag, kann die Kostenstruktur analysiert werden, um Alternativen vorzuschlagen. Die neue Kategorie „Verträge & Abos“ steht mit vollem Funktionsumfang im Webmail-Client von GMX und Web.de zur Verfügung. In den Mail-Apps für iOS-Smartphones ist die Kategorie ebenfalls sichtbar. Eine Umsetzung für Android-Geräte folgt laut Anbieter „in Kürze“.

Mit einem neuen Design bieten die Android-Mail-Apps von Web.de und GMX mehr Überblick. Alternativ zum herkömmlichen Posteingang können jetzt automatisiert erstellte Ordner für E-Mails aus Bereichen wie „Social Media“, „Newsletter“ oder „Bestellungen“ genutzt werden. User können auf Wunsch zwischen der neuen Ansicht und dem gewohnten Posteingang wechseln. Verfügbar ist die neue Funktion aktuell auf Geräten mit Android-Betriebssystem. In den Mail-Apps für iOS wird sie mit einem zukünftigen Update ebenfalls implementiert.

Auch an einem verbesserten Schutz vor verdächtigen Logins wird gearbeitet. Nutzer werden bei verdächtigen Zugriffen per Push-Benachrichtigung auf dem Smartphone informiert. Über das Interface in der Push-Benachrichtigung lässt sich der Zugang zum Postfach blockieren. Direkt im Anschluss folgt die Aufforderung, in der Mail-App ein neues Passwort zu vergeben. Für den Fall, dass das System auf einen legitimen Login-Versuch mit der Warnmeldung reagiert, lässt sich die Anmeldung per Smartphone bestätigen. Dann kann wie gewohnt auf die eigenen E-Mails zugegriffen werden.

Das neue Sicherheits-Feature ist in den Mail-Apps für iOS ab Version 8.30 automatisch verfügbar. An einer Implementierung für Android wird derzeit noch gearbeitet.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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11 Kommentare

  1. KommentatorNo1 says:

    Datenschutzkonformer Versand von Briefen und Fax sind über sende.digital schon länger möglich. Wir nutzen das bei uns im Unternehmen.

    • Für eine Firma kann ich den Sinn sogar noch halbwegs sehen, aber warum sollte ich als Privatperson eine E-Mail als Brief verschicken wollen? Der einzige Grund, der mir gerade einfällt, warum ich dem Empfänger keine Mail schicken kann, ist die fehlende, bzw. nur eingescannte Unterschrift. Das kann ich doch auf diesem Wege nicht umgehen.

      Ja, ich könnte auch einen Brief an eine Privatperson schicken wollen, die keine Mail-Adresse hat. Aber das wäre doch normalerweise eh ein persönlicher Brief, den ich dann auch lieber selber verschicke.

  2. Sind deren „Postfächer“ immer noch 12 MB groß? LOL

    • fossibaer says:

      Nein

    • Nein aber 1 GB oder so, voller Werbung und datenschutzmäßig ein Albtraum. Für Freemail kann man auch gleich zu Google gehen und deren Services nutzen oder eben zu Posteo/Mailbox für 1€ + den Monat und dafür Datenschutz.

      • Bitte erläutere doch einmal die von Dir genannte Datenschutzproblematik bei GMX/web.de. Gerne mit Quellen, würde mich interessieren. Pauschales Behaupten ist mE immer schwierig zu bewerten.

        • Klar Frank, dein kostenloser Erläuterungsservice startet hier und jetzt: bei kostenlosen Emailanbietern wie G(ülle)MX/web.de(fekt) oder auch GMail wird automatisiert dein Postfach ausgewertet und dir dann entsprechend der Auswertung Produktmarketing offeriert, kurz Werböng! Was genau da an Daten aus deiner Profilerstellung so an die Drittpartner aus dem Marketing geht, darfste dir gerne selber ausmalen (oder versuchen abzuleiten aus den sehr informativ und kurzweilig gehaltenen juristischen Pflichtexten, kurz Datenschutzerklärung & Nutzungsbestimmungen) usw usf etc pp blabla. Kann doch jeder nutzen was er will. Nur muss er dann auch Spott verkraften 😀

        • Für Dinge, die schwer auffindbar sind, gebe ich gerne Quellen an. Für alles, was nur eine kurze Googlesuche mit vielen Ergebnissen entfernt ist bzw. wenn man das Thema auch nur halbwegs ernst nimmt einfach „Common Knowledge“ ist, gebe ich auch keine Quellen an. Die Arbeit kann man sich wriklich selbst machen.

  3. Papierne Briefe übersenden z. B. wenn wer Kopien von Unterlagen benötigt oder persönlich unterschriebene Dokumente wie Selbstauskünfte usw. Das kann man natürlich auch selber ausdrucken, eintüten , etikettieren, frankieren und dann zum Briefkasten laufen – man kann aber auch einscannen , ein durchsuchbares PDF draus machen (für das eigene Archiv z. B.) und dann an solche Versendedienste schicken die einem all das „handwerk“ abnehmen und die lauferei . Denn ich traue bei allem wo meine Unterschrift drunter sein muß der Papierform immer noch mehr als allem anderen. Würde andererseits nie Originale z. B. Gehaltsmitteilungen usw. aus der hand geben. Also kopieren / einscannen muß man eh, dann kann man das auch gleich über einen Dienstleister absenden lassen anstatt das alles selber zu machen. Kommt nämlich inzwischen so selten vor daß ich echte Briefe versenden muß daß ich gar nicht mehr das material dafür wie Couverts, Briefmarken usw. vorhalte.

  4. Es ist keine gute Idee Gesundheitsdaten (z.B. Artzberichte, Zahnarztbehandlungen, …) digitalsiert für Jedenermann (.. upp die bedauerliche Sicherheitslücke … ) über einen Dienstleister im Neuland bereitzustellen. Für Werbehehler und besonders Versicherungen sind solche Daten echt Gold wert. Und der Datenschutz … nun ja, „… Sie nutzen ja unser kostenlosen E-Maildienst.“ wird es bei 1&1 heißen. Nein, Danke!

  5. Wie wird man Tester für die Webseite oder geht das nur per App?

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