Deutsche Post DHL startet Pakettransport per Solarschiff auf der Spree

Deutsche Post DHL hat heute in Berlin mit einem elektrisch angetriebenen Solarschiff den Pakettransport auf dem Wasser gestartet. Bei dem deutschlandweit ersten Pilotprojekt dieser Art wird das Solarschiff auf der Spree täglich hunderte Sendungen vom Südhafen Spandau zum Westhafen transportieren. Das elektrisch angetriebene Schiff ist 10,50 Meter lang und 2,50 Meter breit.

Durch die Nutzung von Photovoltaik auf dem Schiffsdach kann ausreichend Strom für den Antrieb und die Bordenergie gewonnen werden. Für Zeiten ohne Sonne wird die Energie in Batterien gespeichert. Das Schiff hat eine Antriebsstärke von fünf Kilowatt und kommt damit auf bis zu zwölf Kilometer pro Stunde. Mit Sonne ist die Fahrtdauer unbegrenzt, ohne Sonne kann das Schiff sechs bis acht Stunden fahren, so das Unternehmen.

Der Transportweg der Sendungen beginnt im Paketzentrum Börnicke bei Nauen. Von dort bringt ein LKW vier bis fünf Paketwagen mit insgesamt bis zu 250 Paketen in den Südhafen Spandau. Diese werden auf das Solarschiff verladen und innerhalb von rund 100 Minuten zum Westhafen transportiert. Vom Westhafen aus werden die Pakete dann weiter zu den Kunden gebracht – mit elektrischen Lastenrädern.

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11 Kommentare

  1. beladen wird das Schiff von Drohnen? Und lm Winter stellt man auf Diesel um?

    • Gleich im ersten Satz steht etwas von einem „elektrisch angetriebenen Solarschiff“. Was genau sollte man da mit Diesel wollen?

    • Auch im Winter scheint die Sonne. Sollte es nicht reichen, lädt man einfach mit Windstrom nach, der bereits jetzt vor allem im Winter im Überfluss bereit steht.

  2. Olga aus dem Birkenwald says:

    Ganz cool, wer aber an der Oberbaumbrücke (im Fotohintergrund) wartet, dass das Schiff vorbeikommt, kann lange warten, denn die liegt nicht auf dem Weg zwischen Spandau und Westhafen. 😉

    • Das stimmt 😉
      Der Oberbaumbrücke macht sich da besser als der Westhafen.
      Mal schauen, ob das ganze Projekt hoffentlich mehr ist als eine Werbemaßnahme.
      Sowas genau in einer eher dunklen Jahreszeit zu starten verstehe ich nicht ganz.

      • Naja, wenn es in den Wintermonaten funktioniert, wird es in den helleren Jahreszeiten auch klappen. Also warum nicht unter den schlechtesten Bedingungen starten?

  3. Interessant. Mit etwas Zahlenjonglieren komme ich auf Folgende Werte: 6-8h Fahrt mit Akku wären bei 5 kw Motorleistung etwa 30 kWh Akku. Die 8h eben wenn nicht die volle Leistung abgerufen wird. Ok. Doch was ist mit dem Solargenerator auf dem Dach? Bei Sonne unbegrenzt fahren würde heißen, dass da mindestens 10 kWp Leistung drauf sein müssen, denn die Ausrichtung ist ja nie optimal mit 0° flach um die benötigen 5 kw zu erzeugen, vom Akku, der auch gerne geladen werden will mal ganz abgesehen. Der Platz reicht aber auch nicht wirklich, um auch nur 5 kWp auf dem Dach dieser Nusschale zu verbauen. Milchmädchenrechnung in meinen Augen. Bei jedem Anlegestopp an der Steckdose zwischenladen, die PV samt Akku ist nur Puffer 🙂

    • Wir haben mal so ein ähnliches Boot gebaut mit 1350W Solwar auf dem Dach und 1000W Motorleistung. Dabei hatten wir einen 100Ah 12V Akku. https://www.instagram.com/p/Bz-yOAWllzQ/ Am Ende des Tages sind wir den ganzen Tag gefahren und der Akku war randvoll. Wenn man das ganze jetzt Milchmädchen mäßig auf 5kW Motorleistung skaliert braucht man 6750W dafür. Allerdings fährt man ja auch nicht permanent mit voller Leistung, steht man zum ausladen rum usw. Da unser Akku randvoll war, war unsere Solarleistung vermutlich auch eh überdimensioniert. Das Projekt von DHL könnte also schon irgendwie hinkommen.

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